Italien - Albanien 2:1: Blitztor schockt Italiener nicht
Samstag, 15. Juni 2024
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Albanien startete furios in die Partie, am Ende jubelten in Dortmund aber die Italiener.
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Italien ist in Gruppe B mit einem 2:1-Sieg gegen Albanien in die UEFA EURO 2024 gestartet
Schlüsselmomente
1.: Nedim Bajrami nutzt nach nur 23 Sekunden einen Dimarco-Fehler zum 1:0
11.: Bastoni köpft eine Pellegrini-Flanke zum 1:1 ein
16.: Barella dreht die Partie mit einem herrlichen Volleytor
33.: Glanzparade von Strakosha gegen Frattesi
90.: Manaj verpasst haarscharf den Ausgleich
Spiel in Kürze: Blitztor nützt Albanien nichts
Was für ein Start für Albanien. Nedim Bajrami erlief nach nur 23 Sekunden einen ganz schwachen Einwurf von Federico Dimarco und jagte das Leder aus spitzem Winkel an Gianluigi Donnarumma vorbei in den Winkel – der schnellste Treffer der EURO-Geschichte.
Doch Italien schüttelte sich nur kurz und kam schon gut zehn Minuten später zum Ausgleich, als Lorenzo Pellegrini eine Maßflanke auf Bastoni schlug, die dieser unhaltbar zum 1:1 einköpfte. Doch damit nicht genug, weitere fünf Minuten später gelang Nicolò Barella mit einem wunderbaren Volleytreffer die Führung für Italien, das danach die Zügel fest im Griff hatte und noch mehrere gute Chancen herausspielte, die allerdings Albaniens starker Keeper Thomas Strakosha allesamt zunichtemachte.
Auch in der zweiten Hälfte dominierte der Titelverteidiger bei fast 70% Ballbesitz das Spiel zwar beinahe nach Belieben, was aber fehlte, waren weitere Tore, Albanien wehrte sich tapfer, kam aber selbst kaum aus der eigenen Hälfte heraus. So plätscherte die Partie in den letzten Minuten ohne größere Aufreger dem Schlusspfiff entgegen, bis Manaj in der 90. Minute den Ausgleich für Albanien nur um Zentimeter verpasste.
Vivo Spieler des Spiels: Federico Chiesa (Italien)
"Chiesa war Italiens größte Bedrohung für das albanische Tor. Sein Tempo und seine Dribblings schufen Probleme über Probleme für Albaniens Abwehr."
Technische Beobachter der UEFA
Stimmen
Federico Chiesa, Vivo Spieler des Spiels gegenüber UEFA.com: "Ich freue mich sehr für die Mannschaft und über unsere Leistung. Albanien war ein sehr schwerer Gegner, sie haben große Qualitäten. Wir müssen in den nächsten Spielen noch an unserer Chancenverwertung arbeiten, sonst gehen wir ein zu großes Risiko ein, wie man in der letzten Minute gesehen hat."
Luciano Spalletti, Italiens Trainer: "Seit ich meine Laufbahn als Trainer begonnen habe, habe ich gelernt, dass gewinnen das Wichtigste ist. Aber das stimmt nicht, genauso wichtig ist es, gut zu spielen. Wenn wir die EURO 2024 gewinnen wollen, müssen wir gut spielen. Aber jetzt müssen wir vor allem an unseren Stil glauben, nur er führt uns in die richtige Richtung."
Spalletti über Spanien: "Spanien wird sich wahrscheinlich anders ausrichten als Albanien, und uns mehr unter Druck setzen. Wir müssen den Ball schneller laufen lassen, als wir es heute Abend getan haben. Gegen Spanien müssen wir den Ball mehr nach vorne bringen und versuchen, Bälle hinter die Abwehr zu spielen."
Nedim Bajrami, Rekordschütze für Albanien, bei MagentaTV: "Ein Tor bei einer EM zu schießen, war für mich ein Traum. Da bist du wie ein kleines Kind. Ich habe dafür sehr hart gearbeitet. Das war ein historisches Tor, aber wir müssen weitermachen."
Sylvinho, Albaniens Trainer: "Wir haben mit dem frühen Tor exzellent begonnen, aber danach haben wir das Spiel nicht in den Griff bekommen. Meine Mannschaft war nach dem Tor zu begeistert, zu enthusiastisch, deshalb haben wir nicht das gezeigt, was wir können, vor allem in den ersten Hälfte. Im zweiten Durchgang haben wir es besser hinbekommen und hatten noch diese Chance durch Manaj."
Interessante Zahlen
- Bajramis Treffer nach nur 23 Sekunden ist das schnellste Tor der EURO-Geschichte, er löste damit Dmitri Kirichenko ab, der 2004 nach 67 Sekunden für Russland gegen Griechenland getroffen hatte.
- Italien hat nun alle fünf Duelle mit Albanien gewonnen und musste dabei nur zwei Gegentore hinnehmen.
- Fünf der Spieler aus Albaniens Startelf verdienen ihre Brötchen in Italiens Serie A: Hysaj (Lazio), Djimsiti (Atalanta), Bajrami (Sassuolo), Ramadani (Lecce), Asllani (Inter).
Aufstellungen
Italien: Donnarumma - Di Lorenzo, Bastoni, Calafiori, Dimarco (83. Darmian) - Jorginho, Barella (90.+2 Folorunsho) - Frattesi, Pellegrini (77. Cristiante), Chiesa (77. Cambiaso) - Scamacca (83. Retegui)
Albanien: Strakosha - Hysaj, Djimsiti, Ajeti, Mitaj - Asllani, Ramadani, Bajrami (87. Muçi) - Asani (68. Hoxha), Broja (77. Manaj), Seferi (68. Laçi)
Wie geht's weiter?
Spanien - Italien – Donnerstag, 20. Juni, Gelsenkirchen
Kroatien - Albanien – Mittwoch, 19. Juni, Hamburg