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Heimvorteil? Wie erfolgreich waren die EURO-Gastgeber?

Spanien, Italien und Frankreich konnten die UEFA-Europameisterschaft jeweils auf heimischem Boden gewinnen, England ging bei der EURO 2020 im Wembley leer aus.

Jean Tigana und Alain Giresse feiern Frankreichs Triumph 1984
Jean Tigana und Alain Giresse feiern Frankreichs Triumph 1984 Popperfoto via Getty Images

England hat es als sechste Mannschaft bei einer Endrunde der UEFA-Europameisterschaften ins Endspiel im eigenen Land geschafft. Im Wembley ereilte die Three Lions aber jenes Schicksal, welches schon Portugal (2004) und Frankreich (2016) vor eigenen Fans erlitten. Einen Heim-Triumph konnten bisher nur drei Teams feiern: Spanien (1964), Italien (1968) und Frankreich (1984).

Trotz der bitteren Finalpleite gegen Italien im Elfmeterschießen hat die Mannschaft von Gareth Southgate bei der UEFA EURO 2020 Geschichte geschrieben.

Immer wenn die Endrunde in zwei Ländern stattfand (2000 in Belgien und den Niederlanden, 2008 in Österreich und der Schweiz, 2012 in Polen und der Ukraine), scheiterten die Gastgeber in der Gruppenphase oder (wie die Niederlande 2000) im Halbfinale.

Wie haben sich die EURO-Gastgeber geschlagen?

An den Endrunden von 1960-1976 nahmen jeweils vier Teams teil, von 1980-1992 waren es acht, von 1996-2012 sogar 16. 2016 waren es 24 Nationen.

Cristiano Ronaldo verlor mit  Portugal das Finale 2004 im eigenen LandAFP via Getty Images
Cristiano Ronaldo verlor mit Portugal das Finale 2004 im eigenen LandAFP via Getty Images

1960: Frankreich (Vierter)
1964: Spanien (Sieger)
1968: Italien (Sieger)
1972: Belgien (Dritter)
1976: Jugoslawien (Vierter)
1980: Italien (Vierter)
1984: Frankreich (Sieger)
1988: Deutschland (Halbfinale)
1992: Schweden (Halbfinale)
1996: England (Halbfinale)
2000: Belgien (Gruppenphase), Niederlande (Halbfinale)
2004: Portugal (Finale)
2008: Österreich (Gruppenphase), Schweiz (Gruppenphase)
2012: Polen (Gruppenphase), Ukraine (Gruppenphase)
2016: Frankreich (Finale)
2020: England (Finale)

Die besten Torschützen der EURO-Gastgeber

Sechs Mal stellten die EURO-Gastgeber den besten (Co-) Torschützen: François Heutte (Frankreich, 1960), Jesús María Pereda (Spanien, 1964), Michel Platini (Frankreich, 1984), Tomas Brolin (Schweden, 1992), Alan Shearer (England, 1996), Patrick Kluivert (Niederlande, 2000) und Antoine Griezmann (Frankreich, 2016).

Antoine Griezmann traf bei der UEFA EURO 2016 sechs Mal
Antoine Griezmann traf bei der UEFA EURO 2016 sechs MalIcon Sport via Getty Images

1960: François Heutte* (Frankreich, 2)
1964: Jesús María Pereda* (Spanien, 2)
1968: Pietro Anastasi, Angelo Dominghini, Luigi Riva (Italien, 1)
1972: Raoul Lambert, Odilon Polleunis, Paul Van Himst (Belgien, 1)
1976: Dragan Džajić (Jugoslawien, 2)
1980: Francesco Graziani, Marco Tardelli (Italien, 1)
1984: Michel Platini (Frankreich, 9)
1988: Andi Brehme, Jürgen Klinsmann, Lothar Matthäus, Olaf Thon (Deutschland, 1)
1992: Tomas Brolin* (Schweden, 3)
1996: Alan Shearer* (England, 5)
2000: Bart Goor, Émile Mpenza (Belgien, 1), Patrick Kluivert* (Niederlande, 5)
2004: Rui Costa, Maniche, Cristiano Ronaldo (Portugal, 3)
2008: Ivica Vastić (Österreich, 1), Hakan Yakin (Schweiz, 3)
2012: Jakub Błaszczykowski, Robert Lewandowski (Polen, 1), Andriy Shevchenko (Ukraine, 2)
2016: Antoine Griezmann* (Frankreich, 6)
2020: Harry Kane (England, 4)

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