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Schweinsteigers Knöchel bereitet Sorgen

"Um ehrlich zu sein, macht mir mein Knöchel Sorgen", sagte Bastian Schweinsteiger und bezog sich auf eine Verletzung, die er im Februar erlitten hatte - sicherlich auch ein Grund für "einige Fehlpässe" im Griechenland-Spiel.

Bastian Schweinsteiger fand gegen Griechenland nicht wirklich ins Spiel
Bastian Schweinsteiger fand gegen Griechenland nicht wirklich ins Spiel ©Getty Images

In einer durchwachsenen Saison mit mehreren Verletzungen, darunter ein Schlüsselbeinbruch und ein Außenbandriss im rechten Sprunggelenk, verpasste Bastian Schweinsteiger beim FC Bayern München etwa ein Drittel aller Spiele der abgelaufenen Saison. Während der für das deutsche Spiel ungemein wichtige Mittelfeldspieler in der Gruppenphase der UEFA EURO 2012 gegen die Niederlande mit zwei hervorragenden Vorlagen zu glänzen wusste, gab er nun zu verstehen, dass er immer noch Probleme mit seinem Knöchel hat.

"Um ehrlich zu sein, macht mir mein Knöchel Sorgen", erklärte der 27-Jährige in einem Interview mit "Welt Online" und bezog sich auf eine Verletzung, die er im Februar erlitten hatte. "Das ist nicht optimal verheilt." Nach seinen schwächeren Darbietungen gegen Dänemark und Griechenland wurde Kritik an Schweinsteiger geübt, wurden seine Ausdauerqualitäten in Frage gestellt. "Ich bin ja fit", sagte er.

"Es ist keine Frage der Ausdauer. Es geht um kleine Bewegungen im Spiel, um Explosivkraft. Ich habe vor dem Griechenland-Spiel nur das Abschlusstraining absolvieren können. Da fehlt einem was. Gegen die Griechen sind mir einige Fehlpässe unterlaufen, die mir sonst nie passieren. Ansonsten war ich zufrieden mit meinem Spiel. Aber die Fehlpässe brennen sich natürlich ein. Das darf einem Spieler wie mir nicht passieren."

"Aber die Zeit ist noch nicht gekommen, wo ich mich schonen kann", fügte er hinzu. "Wir haben hoffentlich noch zwei Spiele, da beiße ich mich durch. Danach muss ich allerdings sehen, dass ich endlich mal wieder ganz gesund werde." Während er "derzeit mehr das Spiel organisiert, macht dafür Sami Khedira die Vorstöße". Die Statistiken belegen, dass Schweinsteiger am Freitag im Viertelfinale gegen Griechenland unglaubliche 109 Pässe spielte und 92 Prozent einen Mitspieler fanden. Dafür muss man sich definitiv nicht schämen, es sind jedoch die fehlgeschlagenen Zuspiele, die ihn beunruhigen.

Auch Kapitän Philipp Lahm wurde heute bei der deutschen Pressekonferenz in Gdansk nach dem deutschen Sorgenkind befragt: "Wir brauchen fitte Spieler, das ist außer Frage. Wir stehen im Halbfinale einer Europameisterschaft. Trotzdem mache ich mir keine Sorgen über Bastian. Er ist so erfahren, er kennt seinen Körper in- und auswendig, und ich bin mir sicher, dass er am Donnerstag wieder seine Leistung abrufen kann."

Über die Breite des deutschen Kaders wurde in den letzen Tagen und Wochen schon viel Positives erwähnt, deshalb fragten sich viele in der Partie gegen Griechenland, warum Bundestrainer Joachim Löw seinen Mittelfeldstrategen Schweinsteiger im zweiten Durchgang nicht durch Toni Kroos ersetzte. Die Antwort ist ganz simpel - Löw hofft immer noch darauf, dass seine Nummer 7 voll durchstarten wird, auch wenn Schweinsteiger schon betont hat: "Wenn der Bundestrainer so entscheidet, hätte ich kein Problem damit", wenn Löw am Donnerstag im Halbfinale einem anderen Spieler den Vorzug geben würde.

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