Schweizer geschockt: "Waren nicht energisch genug"
Freitag, 7. Oktober 2011
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Nach dem 0:2 gegen Wales hat die Schweiz keine Chance mehr auf eine Teilnahme an der UEFA EURO 2012, dementsprechend enttäuscht und niedergeschlagen fielen nach der Partie die Reaktionen aus.
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"Wir waren zu wenig energisch im Angriff und hatten zu wenig Strafraumpräsenz", so Trainer Ottmar Hitzfeld nach dem 0:2 der Schweiz in Wales. Am Ende stand nicht nur die Enttäuschung über Niederlage in Swansea, sondern auch die Tatsache, dass die UEFA EURO 2012 ohne die Nati stattfinden wird: Weil Montenegro in der Nachspielzeit gegen England zu einem 2:2 kam ist die Endrunde im nächsten Sommer für die Schweiz außer Reichweite. Die Stimmen:
Ottmar Hitzfeld, Nationaltrainer Schweiz
Wir hatten uns sehr viel vorgenommen, wollten die zuletzt guten Leistungen bestätigen. Aber wir hatten einfach zu wenige Torchancen. Wir waren zu wenig energisch im Angriff, hatten zu wenig Strafraumpräsenz. In dieser Beziehung haben wir unsere Arbeit nicht gut gemacht. Dann haben wir in wenigen Minuten etwas Pech gehabt: Platzverweis und Elfmeter. Und dann wird es einfach unheimlich schwer. So steht am Ende eine Enttäuschung, das ist klar.
Die Mannschaft war geschockt nach dem Ausgleich Montenegros, was verständlich ist. Das ist ein Rückschlag, aber auch einer, der normal ist. Wir hatten einen Umbruch in diesem Jahr, haben inzwischen eine sehr junge Mannschaft. Da kann man nicht erwarten, dass alles problemlos läuft. Auch ich hätte gerne mit Alex Frei und Marco Streller die Qualifikation zu Ende gespielt, aber wir mussten ihre Rücktritte akzeptieren.
Jetzt müssen wir den Fokus auf die WM in Brasilien richten. Zunächst aber wollen wir uns am Dienstag von unseren Fans mit Anstand verabschieden. Das ist eine Charakterfrage.
Stephan Lichtsteiner, Verteidiger Schweiz
Ich bin sehr enttäuscht – was denn sonst? Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt, wollten angreifen, das Spiel in die Hand nehmen. Und das ist uns nicht schlecht gelungen. Wir hatten leider zu wenige klare Torchancen. Es hat etwas die Präzision gefehlt, die letzte Durchschlagskraft. Der Rasen war sehr schnell, da sind Ballverluste normal. In der zweiten Halbzeit wurde es in Unterzahl sehr schwer. Es ist schade, dass wir nun im Direktduell gegen Montenegro nicht mehr die Chance haben, den zweiten Platz zu erreichen. Wir hätten sie gerne genutzt.