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Österreich blickt nach vorne

Nach dem 0:0 gegen die Türkei ist der Zug zur EURO 2012 für den ÖFB abgefahren. Nach der Begegnung drehte sich alles um die Zukunft von Teamchef Dietmar Constantini.

Österreich blickt nach vorne
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Natürlich hingen die Köpfe bei den österreichischen Spielern tief. Mit dem 0:0 im ausverkauften Ernst Happel Stadion vergab man auch noch die theoretische Chance auf eine Teilnahme bei der UEFA EURO 2012. Das bestimmende Thema bei den Rot-Weiß-Roten war nach der Begegnung aber nicht unbedingt die Gegenwart – sondern die Zukunft.

Nationaltrainer Dietmar Constantini galt vor dem Spiel bereits als schwer angezählt. Am Mittwoch muss er bei ÖFB-Präsident Leopold Windtner zum Rapport erscheinen – der Ausgang ist dabei ungewiss. "Wir werden die Situation analysieren. Es hängt auch von Constantini ab, inwieweit er eine Perspektive für die nächsten Matches sieht, und dementsprechend werden wir das machen", meinte der oberste Chef des österreichischen Fußballs.

Der Teamchef selbst wirkte nicht sonderlich angespannt und beschränkte seine Statements eher auf das Spiel: "Die Leistung war in Ordnung, glaube ich. In der ersten Halbzeit hatten wir Glück, dass wir keinen Elfmeter gegen uns bekommen haben. Am Ende auch, als Pascal Grünwald den Elfer gehalten hat. Wir sind hinten sehr gut gestanden, sehr konsequent gewesen, das ist nicht so leicht, wenn die Türkei zum Spielen anfängt.

Gut gelaunt war klarerweise sein Gegenüber Guus Hiddink: "Wir haben heute Abend einen großen Schritt in Richtung Qualifikation gemacht. Es war eine gute taktische Leistung von uns. Dass Arda Turan den Elfmeter verschossen hat, ist nicht gut. Das ist uns schon letzten Freitag passiert, aber da haben wir dann noch gewonnen. Aber das ist auch ein bisschen türkisch, das verstehe ich nicht. Warum muss es immer kompliziert sein, wenn es auch einfach geht.."

Am Feld hatte man vor allem das Gefühl, dass Österreich nicht alles unternahm, um den dringend benötigten Sieg zu erzwingen. "Wenn wir Risiko genommen hätten, wäre das kein Versprechen gewesen, dass wir drei Tore geschossen hätten. Das ist reine Spekulation. Wir sind nach dieser Qualifikation zumindest um einige Erfahrungen reicher. Das wird uns in Zukunft sicher helfen", meinte Paul Scharner. Etwas kurzfristiger dachte Abwehrchef Emanuel Pogatetz: "Natürlich ist es schade, dass wir uns nicht qualizieren konnten, der dritte Platz ist nun unser Ziel." Österreich bleibt also wieder einmal nur die bittere Erkenntnis, dass es bis zur Spitze noch ein langer, steiniger Weg ist.