Bosnien und Herzegowina hofft auf Wunder in Paris
Sonntag, 9. Oktober 2011
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"Mit etwas Glück können wir vielleicht ein Wunder schaffen", so Miralem Pjanić vor dem entscheidenden Qualifikationsspiel für Bosnien und Herzegowina am Dienstagabend in Frankreich.
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Der Vorsprung von Tabellenführer Frankreich in der Qualifikationsgruppe D zur UEFA EURO 2012 vor Bosnien und Herzegowina beträgt lediglich einen Zähler, da ist es nicht verwunderlich, dass sich der Verfolger vor dem direkten Duell in Paris am Dienstagabend jetzt stark redet.
Die Mannschaft von Safet Sušić hatte sich zu Beginn der Qualifikation das Erreichen der Play-offs zum Ziel gesetzt, doch nach vier Siegen in Folge winkt das direkte EM-Ticket, deshalb hat die Motivation laut Emir Spahić noch einmal einen Sprung nach oben gemacht.
"Wir fahren nach Paris und sind ganz entspannt, denn unser eigentliches Ziel haben wir ja schon erreicht", so der Kapitän, der einst zwei Jahre bei Montpellier Hérault SC gespielt hat und den Gegner daher bestens kennt. "Frankreich hat eine Top-Mannschaft und ist auch stark, wenn sie ein paar Ausfälle haben. Aber wir können sie mit etwas Glück bezwingen, es ist nicht unmöglich."
Auch Miralem Pjanić, bis zum Sommer bei Olympique Lyonnais aktiv, sieht den Druck einzig und allein bei den Franzosen: "Wir haben nichts zu verlieren", erklärt der Spielmacher der AS Roma. "Frankreich ist der Favorit und es wird nicht einfach, gegen sie zu bestehen, aber mit etwas Glück können wir in Paris ein Wunder schaffen."
Interessant wird die Begegnung aus vielen Gründen, weitere Würze erhält das Duell aufgrund des Aufeinandertreffens zwischen dem Franzosen Samir Nasri und Bosniens Edin Džeko, die im Verein zusammen bei Manchester City FC spielen.
"Ich will unbedingt gewinnen, denn ich habe keine Lust darauf, dass mich Edin demnächst beim Training ständig aufzieht", meint Nasri. "Wir müssen ganz vorsichtig mit ihm sein, aber er ist nicht der einzige. Sie haben viele gute Spieler wie [Zvjezdan] Misimović und Pjanić. Wenn wir uns nur auf Edin konzentrieren würden, wäre das ein Fehler."
Die Franzosen gehen selbstbewusst in das Heimspiel, schließlich konnten sie beim 3:0-Sieg gegen Albanien am Freitag voll überzeugen und sind seit 14 Spielen ungeschlagen. Doch Anthony Réveillère erwartet ein ganz schwieriges Duell: "Bosnien und Herzegowina ist eine gefährliche Mannschaft, wir müssen gut stehen und geduldig sein", so der Verteidiger von Lyon, der womöglich für die angeschlagenen Patrice Evra und Eric Abidal in die Startelf rückt.
"Wir wissen, dass uns ein Unentschieden reicht, aber wir gehen die Sache positiv an und werden versuchen, in Führung zu gehen", meint der 31-Jährige. "Wir spielen zuhause und die Fans sind der zwölfte Mann für uns."