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Deutschland untermauert Favoriten-Status

Deutschland - Niederlande 3:0
Nach dem 3:3-Remis in der Ukraine untermauerte die DFB-Elf mit dem 3:0 gegen die Niederlande ihren Status als Topfavorit für die EURO-Endrunde.

Deutschland untermauert Favoriten-Status
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Nachdem es am Freitag in der Ukraine noch ein turbulentes 3:3 gegeben hatte, konnte die deutsche Nationalmannschaft im Testspiel in Hamburg gegen die Niederlande beim 3:0-Erfolg wieder voll und ganz und ihren Status als einer der Topfavoriten der UEFA EURO 2012 untermauern.

Schon in der ersten Halbzeit nahm Deutschland das Heft des Handelns in die Hand und spielte eine verdiente 2:0-Pausenführung durch Thomas Müller (15.) und Miroslav Klose (26.) heraus. Nach der Pause hatten die Hausherren einen weiteren Leckerbissen zum 3:0 parat, während die Mannschaft von Bert van Marwijk weitestgehend chancenlos war.

Zwar war zuvor heftig spekuliert worden, dass sich Joachim Löw für einen Zweier-Sturm entscheiden könne, sollte Klose von seiner Sehnenreizung genesen sein, doch Klose war zwar fit, aber der Bundestrainer optierte für das gewohnte 4-2-3-1-System und ließ Mario Gomez auf der Bank sitzen.

Der bevorzugte Klose dankte es gleich in der ersten Spielminute mit einem Sololauf, der in einen gefährlichen Flachschuss knapp am Tor vorbei mündete. In der munteren Anfangsphase versteckten sich auch die Gäste nicht, nach Fehler von Per Mertesacker kam Klaas-Jan Huntelaar im Strafraum frei zum Abschluss, verzog aber aus sehr spitzem Winkel deutlich.

Man merkte der DFB-Elf an, dass ihr dieses taktische Gerüst, mit dem sie die ganze Qualifikation ohne Punktverlust bestritt, doch deutlich besser passt als das Experiment vom Freitagabend. Funktionierende Laufwege und Raumaufteilung waren sofort deutlich erkennbar und so war die toll herausgespielte deutsche Führung nach einer Viertelstunde keine wirkliche Überraschung: Ein langer Ball von Toni Kroos aus dem Mittelfeld heraus fand Klose im Strafraum, der volley quer auf Müller legte, dessen Direktabnahme aus kurzer Distanz Maarten Stekelenburg keine Abwehrchance ließ.

Kurz vor diesem Treffer hatte Wesley Sneijder noch mit einem Distanzschuss knapp über die Latte auf sich aufmerksam gemacht, doch viel mehr hatte Oranje nach vorne eigenlich nicht zu bieten. Was folgte war ein weiteres Kapitel aus dem Buch "Die neue deutsche Fußballkunst": Müller spielte einen verdeckten Pass auf den rechten Flügel, den Özil butterweich in die Mitte flanke, wo sich Klose unnachahmlich hochschraubte und den Ball zum 2:0 ins Netz köpfte (26.).

Auf der anderen Seite rettete Sami Khedira rechtzeitig vor Dirk Kuyt, ehe zwei Mal Klose (36./40.) knapp daran scheiterte, das dritte deutsche Tor zu machen. Nach dem Seitenwechsel machten zuerst Sneijder (54.) und dann Klose (62.) mit Flachschüssen auf sich aufmerksam, die beide aber nicht zum Torerfolg führten. Tonangebend war weiterhin die deutsche Mannschaft, während die Elftal im Angriff ohne den verletzten Arjen Robben blass blieb. Der Bayern-Spieler hatte beim letzten Aufeinandertreffen der zwei Teams, einem 2:2-Testspiel im Jahr 2005, beide Treffer der Oranje erzielt.

Stattdessen gab es den vielleicht schönsten deutschen Treffer an diesem Abend zu bewundern: Das unwiderstehliche Trio Klose, Müller und Özil kombinierte sich locker und leicht durch die gegnerische Abwehr, bis Klose direkt vor dem Gehäuse uneigennützig auf Özil ablegte, der den Ball ins leere Tor beförderte (66.). Mehr als ein schwaches Schüsschen von Gregory van der Wiel brachte die Elftal nicht mehr zustande und auch Deutschland ließ es nach der zuvor gezeigten Galavorstellung nun gemächlich dem Ende entgegengehen.

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