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Frankreich weist Zweifler in die Schranken

Adil Rami sagte, dass "Frankreich so lange wie möglich ungeschlagen bleiben will", nachdem man sich allen Zweiflern zum Trotz qualifizierte.

Florent Malouda und die Franzosen feiern
Florent Malouda und die Franzosen feiern ©Getty Images

Adil Rami fand, dass Frankreich die perfekte Antwort auf seine Kritiker lieferte, indem man 15 Spiele ungeschlagen blieb und sich als Sieger der Gruppe D direkt für die UEFA EURO 2012 qualifizierte.

Les Bleus taten sich nach der Übernahme durch Laurent Blanc nach der schwachen FIFA-WM 2010 zunächst schwer und mussten anfangs im Stade de France gar eine Niederlage gegen Belarus hinnehmen. Doch die verjüngte Mannschaft kam durch ein 2:0 in Bosnien und Herzegowina wieder auf die Spur und sicherte sich mit einem 1:1-Remis gegen den selben Gegner in Paris nun zum Abschluss der Qualifikation den Gruppensieg.

Allerdings war es eine knappe Angelegenheit, denn Edin Džeko besorgte die verdiente Halbzeitführung der Gäste, ehe Samir Nasris später Strafstoß den Gruppensieg sichert. Rami allerdings wollte lieber eine Gesamtbilanz ziehen. "Diese Qualifikation fühlt sich richtig gut an", sagte der Verteidiger von Valencia CF zu UEFA.com. "Als wir uns vor 15 Monaten auf diese Reise begaben, hatten viele Leute Zweifel an uns. Heute haben wir darauf die Antwort gegeben."

Die Mannschaft von Safet Sušić dagegen muss sich nun auf die Play-offs im kommenden Monat vorbereiten, während Blanc sich den Feinarbeiten vor der Endrunde im Sommer 2012 widmen kann. "Nun möchten wir so lange wie möglich ungeschlagen bleiben", fügte Rami hinzu. "15 Spiele ungeschlagen zu sein ist toll für das Selbstvertrauen. Wir müssen diese Statistik dazu nutzen, noch besser zu werden."

Frankreichs neue Unbezwingbarkeit wurde durch die Gäste aber eines echten Tests unterzogen, denn nur zwölf Minuten hatten ihnen zu einem denkwürdigen Sieg und der direkten Qualifikation auf Kosten der Gastgeber gefehlt. Es lag also eine Menge Druck auf den Schultern von Nasri, als der Mittelfeldspieler von Manchester City FC sich entschied, den Elfmeter zu schießen, nachdem er noch zuvor gefoult worden war. Er erzählte nach dem Spiel aber, dass er sich an einen Tipp seines Ex-Trainers Arsène Wenger erinnerte, um konzentriert zu bleiben.

"Ich habe tief durchgeatmet und an etwas gedacht, das mir Arsène Wenger letztes Jahr sagte", erklärte der Ex-Spielmacher von Arsenal. "Er sagte mir, dass ich trotzdem den Elfmeter schießen solle und so sicherstellen solle, dass die Gerechtigkeit siegt, wenn ich der gefoulte Spieler bin. Ich habe an seine Worte gedacht und es hat funktioniert. Das ist ein wichtiges Tor. Es kommt eine Zeit, in der man Verantwortung übernehmen muss, ich hatte keine Angst."

Für die Mannschaft aus Bosnien und Herzegowina, die die erste Halbzeit komplett dominierte, war es ein schwer zu verarbeitendes Ergebnis und Torwart Asmir Begović konnte seine Enttäuschung denn auch nicht verhehlen: "Das ist sehr schwer zu verdauen, besonders da wir so gut gespielt haben. Wir haben in der ersten Halbzeit exzellent gespielt und hätten mit mehr als einem Tor führen müssen. Dafür haben wir wohl am Ende bezahlt. Aber wir müssen daraus nun das Positive für die Play-offs ziehen und nach vorne schauen."