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Ribéry will seine zweite Chance nutzen

Franck Ribéry freut sich nach seiner "Begnadigung" durch Trainer Laurent Blanc auf einen Neustart seiner Nationalmannschaftskarriere. Erste Gelegenheit dazu gibt es am Freitag gegen Luxemburg.

Franck Ribéry als reuiger Sünder
Franck Ribéry als reuiger Sünder ©AFP

Franck Ribéry freut sich nach seiner "Begnadigung" durch Trainer Laurent Blanc auf einen Neustart seiner Nationalmannschaftskarriere. Eine erste Gelegenheit, seinen reuigen Worten Taten folgen zu lassen, hat der Offensivspieler des FC Bayern München am Freitag, wenn er mit den "Les Bleus" in einem Qualifikationsspiel zur UEFA EURO 2012 in Luxemburg antritt.

Ribéry war vom Französischen Fußballverband (FFF) für sein Verhalten bei der FIFA-WM in Südafrika für drei Länderspiele gesperrt worden, anschließend verhinderten diverse Verletzungen sein Comeback. Jetzt präsentierte er sich aber bei den Bayern in großartiger Verfassung - in den letzten Spielen erzielte er vier Tore und bereitete neun weitere vor - und beeindruckte Blanc so sehr, dass der ihn ins Team zurückholte. "Ich habe einige Leute enttäuscht und schockiert und möchte mich dafür entschuldigen", erklärte Ribéry nun. "Es bereitet mit große Freude, wieder in der Nationalmannschaft zu sein. Ich habe hier große Ziele und bin hoch motiviert, die verlorene Zeit wieder aufzuholen."

Als nächstes muss der 27-Jährige aber auch noch die französischen Fans auf seine Seite holen. Dazu bietet das Spiel gegen Luxemburg im Stadion Josy Barthel eine gute Gelegenheit, denn nach zwölf Siegen in zwölf Duellen erwartet jeder einen weiteren klaren Erfolg der Franzosen in diesem Nachbarschaftsduell.

"Ich hatte es immer sehr genossen, dass die Franzosen mich und meinen Stil so sehr geschätzt haben, und es hat mir sehr weh getan, als diese besondere Beziehung zerbrochen ist; ich würde sie gerne wiederherstellen", sagte Ribéry, der bei einem Einsatz gegen Luxemburg am kommenden Dienstag im Testspiel gegen Kroatien seinen 50. Einsatz in der Nationalmannschaft feiern könnte. "Auch wenn mein Verhalten einen gegenteiligen Eindruck hervorgerufen haben mag, ist mir die Nationalmannschaft immer sehr am Herzen gelegen. Ich möchte wieder für mein Land spielen und meinen Teil dazu beitragen, dass wir einen guten Teamgeist aufbauen."

Frankreich hat drei seiner vier Qualifikationsspiele in der Gruppe D gewonnen, zuletzt im Oktober mit 2:0 gegen Luxemburg. Blanc freut sich, wieder auf Ribéry zurückgreifen zu können, will den Bayern-Dribbler aber nicht zu sehr unter Druck setzen. "Er ist ein Spieler, der den Unterschied ausmachen kann", meinte sein Coach. "Wir werden ihn wieder integrieren, aber wir werden nicht erwarten, dass er uns künftig Spiele im Alleingang gewinnt."

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