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Wales will England endlich wieder entzaubern

Wales ist natürlich Außenseiter, wenn es in der Qualifikation zur UEFA EURO 2012 um Punkte gegen Erzfeind England geht. Aber die Waliser zeigten ihre besten Leistungen meist gegen den Nachbarn.

Mark Hughes war der letzte Waliser, der gegen England ein Siegtor schoss
Mark Hughes war der letzte Waliser, der gegen England ein Siegtor schoss ©Getty Images

Beim 100. Aufeinandertreffen von Wales und England hoffen die Gastgeber auf den 16. Sieg und darauf, nach drei Niederlagen in der Gruppe G der Qualifikation zur UEFA EURO 2012 wieder Mut schöpfen zu können.

Erstmals trafen beide Länder im Januar 1879 im Kennington Oval aufeinander, England gewann 2:1. Mittlerweile haben es die Engländer auf 64 Siege gebracht, denen neben den 15 Niederlagen 21 Unentschieden gegenüberstehen. Letztmals gewann Wales im Jahre 1984, und der letzte Triumph in Cardiff wurde 1955 gefeiert.

Vor der Partie am Samstag im Millennium Stadium hat UEFA.com in den Geschichtsbüchern geblättert und festgestellt, dass das Team von Gary Speed durchaus Grund zum Optimismus hat.

Wales - England 2:1
22. Oktober 1955, Cardiff
Dies war nicht nur deshalb ein bemerkenswerter Sieg, weil damit eine 17-jährige Erfolgsserie der Engländer mit acht Siegen und einem Remis beendet wurde, sondern weil es gegen eine Mannschaft ging, in der Stars wie Stanley Matthews, Tom Finney und Nat Lofthouse spielten. Aber auch Wales hatte mit John Charles, Trevor Ford und Flügelspieler Cliff Jones einige Stars. Derek Tapscott brachte Wales in der 41. Minute in Front, ehe Jones einen Treffer nachlegte. Nach einem Eigentor von Charles zu Beginn der zweiten Hälfte schöpften die Engländer Hoffnung, aber Torhüter Jack Kelsey verhinderte im Ninian Park weitere Treffer.

England - Wales 1:1
24. Januar 1973, Wembley
Englands Hoffnung, die WM 1974 zu erreichen, hatten durch das 1:1 daheim gegen Polen den vernichtenden Schlag erhalten, doch schon zuvor hatte Wales mit dem gleichen Ergebnis im Wembley-Stadion für einen Schock gesorgt. John Toshack von Liverpool FC brachte Wales in Führung, aber Norman Hunter glich noch aus. "Wir waren kurz davor, beide Punkte mitzunehmen", sagte Toshack. "In der Umkleidekabine von Liverpool habe ich gemerkt, wie Kevin Keegan und Emlyn Hughes einige Tage lang litten."

England - Wales 0:1
31. Mai 1977, Wembley
Im 13. Versuch schaffte Wales endlich den ersten Sieg im Wembley-Stadion. Nach einem Foul von Torhüter Peter Shilton an Leighton James war es James selbst, der den Elfmeter verwandelte. "Meine Beine haben wie Pudding gezittert", erinnerte er sich "Ich war tief in Feindeslands mit 100.000 Fans, 95 Prozent davon Engländer, und ich sollte im Wembley gegen England das Siegtor schießen." Wales-Kapitän Terry Yorath sagte: "England in Wembley zu schlagen, war eine gewaltige Leistung. John Toshack fehlte wegen einer Verletzung, aber ich werde mich immer an seinen Kommentar danach erinnern. 'Gib bloß nicht dein Trikot weg, weil wir nie wieder das schaffen werden, was du heute Abend geschafft hast.'"

Wales - England 4:1
17. Mai 1980, Wrexham
Es war Mike Englands erstes Spiel als Nationaltrainer von Wales. Aber was er in dieser Partie erlebte, die England eigentlich als Vorbereitungsspiel für die UEFA-Europameisterschaft 1980 betrachtete, das hätte er nie zu träumen gewagt. An einem brütend heißen Tag im Racecourse Ground ging England zwar durch Paul Mariner in Führung, aber dann schlugen Mickey Thomas, Ian Walsh, Leighton James und Phil Thompson per Eigentor zu und sorgen für eine echte Sensation.

Wales - England 1:0
2. Mai 1984, Wrexham
Es war das letzte Spiel der britischen Viernationenmeisterschaft, und es war das Debüt von Mark Hughes, der am Ende auf 72 Länderspiele kam, ehe er fünf erfolgreiche Jahre als Trainer der Nationalmannschaft erlebte. Hughes war es auch, der das einzige Tor der Partie erzielte, als er nach Freistoß per Kopf Peter Shilton überwand. Wales-Kapitän Kevin Ratcliffe sagte: "Sparkys erstes Länderspiel für Wales brachte ihn auf die Fußballlandkarte. Es war eine inspirierte und Leistung, er war nicht nervös, und er führte unseren Sturm gemeinsam mit Ian Rush ganz vortrefflich. Deren Abwehrspieler Mark Wright und Alvin Martin konnten mit Marks Kraft und Rushys Tempo nicht umgehen."

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