UEFA.com funktioniert besser bei anderen Browsern
Um das bestmögliche Erlebnis zu haben, empfehlen wir, Chrome, Firefox oder Microsoft Edge zu verwenden.

ÖFB hadert mit Jugend-Fehlern

Nach dem 2:0-Sieg über Österreich ist Türkei-Trainer Guus Hiddink erst einmal den Druck los. Für Dietmar Constantini wird dieser nun immer größer. Dennoch bekam er Rückendeckung von oben.

David Alaba versuchte mit aller Kraft die Niederlage abzuwenden
David Alaba versuchte mit aller Kraft die Niederlage abzuwenden ©Getty Images

Nur ein Trainer konnte nach dem 2:0-Heimsieg der Türkei über Österreich in der Qualifikation zur UEFA EURO 2012 aufatmen. Sowohl Guus Hiddink als auch sein Gegenüber Dietmar Constantini standen vor dem Spiel im Istanbuler Şükrü Saracoğlu Stadion unter Druck. Diesen ist der Niederländer zumindest vorerst los, für den ÖFB-Teamchef brechen nun schwere Zeiten an.

"Ruhe hast du als Trainer überhaupt nie", kommentierte der Tiroler seine derzeitige Situation. Das Auftreten seiner Mannschaft fand er dennoch akzeptabel – und streute gleichzeitig dem Gegner Rosen: "Die Türkei ist eine internationale Topmannschaft, sie haben im Grunde nichts zugelassen." Sich selbst nahm sich aber sein Kapitän in die Schuld. "Ich bin es leid, so etwas sagen zu müssen. Aber wenn die Qualifikation als Ziel ausgegeben wird, darf man nicht Fehler machen, die man in der Jugend nicht macht", meinte Christian Fuchs.

Rückendeckung bekam Constantini gleich nach Abpfiff von ÖFB-Präsident Leopold Windtner: "Über die Teamchef-Frage brauchen wir zu diesem Zeitpunkt nicht zu diskutieren. Im Wesentlichen stehen wir für Kontinuität und wollen nicht nach jedem Rückschlag die Teamchef-Diskussion anfangen."

Weit fröhlicher klang natürlich die Stimme von Guus Hiddink: "Ich bin sehr glücklich über die drei Punkte, weil wir vor dem Spiel viel Druck hatten." Der Niederländer hatte vor dem Spiel angekündigt, im Falle einer Niederlage seinen Rücktritt anzubieten. Durch die Treffer von Arda Turan und Gökhan Gönül ist dies nun nicht mehr notwendig.

"Die ersten 25 Minuten haben mir sehr gut gefallen. Leider ist uns das erste Tor nicht schon früher gelungen. Bis zum 1:0 haben wir sehr gut gespielt, dann sind wir zurückgefallen. Die Österreicher haben dann besser ins Spiel gefunden, ohne wirklich gefährlich zu werden", analysierte Hiddink weiters die Begegnung.

Spannend hätte es noch werden können, wenn Stefan Maierhofer nicht in der 85. Minute seinen Elfmeter vergeben hätte. "Ich habe mich gut gefühlt und bin hingegangen. Leider hat der Tormann gehalten. Ich habe mich danach bei der Mannschaft entschuldigt", so der enttäuschte Stürmer vom MSV Duisburg. Nach dieser Niederlage ist das große Ziel UEFA EURO 2012 für Österreich in weite Ferne gerückt. "Aufgeben darf man nicht, aber die Chance auf die Qualifikation ist jetzt sehr gering. Da muss man realistisch bleiben", meinte Abwehrchef Emanuel Pogatetz.

Für dich ausgewählt