Türkei ist heiß auf nächsten Einsatz
Dienstag, 10. Juni 2008
Artikel-Zusammenfassung
Die Türken haben sich in ihrem Quartier in Nyon vor dem vorentscheidenden Spiel am Mittwoch in Gruppe A gegen die Schweiz selbstbewusst gezeigt.
Top-Medien-Inhalte des Artikels
Artikel-Aufbau
Die Türken haben sich in ihrem Quartier in Nyon vor dem vorentscheidenden Spiel am Mittwoch in Gruppe A gegen die Schweiz selbstbewusst gezeigt.
Schwerer Auftakt
"Wir sind hierher gekommen, um unsere Klasse zu beweisen", stimmten Semih Şentürk und Uğur Boral bei ihrer Pressekonferenz überein. Das Duo von Fenerbahçe SK saß am Samstag bei der 0:2-Niederlage gegen Portugal zunächst auf der Bank, wobei Şentürk 15 Minuten vor Schluss eingewechselt wurde. Allerdings konnte auch er die Niederlage der Türken nicht mehr verhindern. Beide betonten jedoch, dass die Moral im Team intakt sei und sich die Mannschaft schon auf die nächste Aufgabe freue. Wir konnten gegen einen der Mitfavoriten unser normales Spiel nicht entwickeln", sagte Semih. "Wir waren nicht in der Lage, die Anweisungen unseres Trainers Fatih Terim umzusetzen. Natürlich waren wir nachher sehr enttäuscht. Wir haben uns das Spiel am selben Abend noch einmal angeschaut."
Chance von Beginn an?
Obwohl er bei Fener von seinem Trainer Zico häufig nur als "Joker" eingewechselt wurde, wurde in der abgelaufenen Saison der türkischen Meisterschaft mit 17 Treffern Toptorjäger. Auch von Terim wurde er gegen Portugal in der zweiten Halbzeit eingewechselt. Nach der Schlappe im ersten Spiel könnte sich der Coach überlegen, den Stürmer gegen den Co-Gastgeber von Beginn an zu bringen. "In unseren entscheidenden Qualifikationsspielen gegen Norwegen und Bosnien-Herzegowina habe ich bereits gemeinsam mit Nihat Kahveci gespielt. Allerdings haben wir im Training noch nicht als Sturmpartner zusammen gespielt", sagte der 25-Jährige. "Sollte ich in der zweiten Partie meine Chance bekommen, werde ich so spielen wie immer."
Selbstbewusste Einstellung
Uğur Boral sieht trotz der Niederlage noch Chancen für die Türken auf das Weiterkommen. "Wir haben sehr viele großartige Spieler in unserer Mannschaft", sagte der 26-Jährige. "Wir sind Profis und müssen uns steigern, ansonsten scheiden wir aus. Unser Nachteil war, dass wir gegen eine sehr erfahrene Turniermannschaft gestartet sind. Ich bin mir aber sicher, dass wir die nächsten beiden Spiele gewinnen werden." Der Linksfuß, der bisher acht Länderspiele bestritten hat, kann sowohl im Mittelfeld als auch in der Abwehr eingesetzt werden. Sein Ziel sei es, den jeweiligen Gegenspieler unter Druck zu setzen; egal auf welcher Position. "Meine Einstellung ist es, nicht so sehr über die Stärken der Gegner nachzudenken. Ich habe noch vor keinem Spieler Angst gehabt und bin eher der Meinung, dass mein Gegenspieler sich vor mir fürchten muss."
Unrühmliches Spiel
Die letzte Partie der Türken gegen die Schweiz endete im Play-off-Duell der Qualifikation zur FIFA-Weltmeisterschaft 2006 sehr unrühmlich. Im Rückspiel in Istanbul herrschte eine feindselige Atmosphäre. Uğur Boral betonte, dass er daran auf keinen Fall mehr denke. "Wir haben vergessen, was damals passiert ist. Wir werden ein Spiel gegen den Gastgeber bestreiten - das ist alles." Semih, der sein erstes Länderspieltor gegen Finnland kurz vor der EM-Endrunde geschossen hat, ergänzte, dass man sich in Basel keinen Fehler erlauben dürfe. "Wir haben uns die Schweizer heute auf Video angeschaut. Sie haben gegen die Tschechische Republik eine Menge Chancen gehabt und dennoch verloren. Sie wollen uns aus dem Turnier befördern, aber wir wissen, wo sie verwundbar sind. Ich denke, wir können sie über die Flügel packen. Wenn wir jedoch verlieren sollten, können wir uns schon verabschieden."