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Türkei gelobt Besserung

Die Türkei hat am Samstag wieder einmal ein Auftaktspiel eines großen Turniers verloren, allerdings will sich das Team noch lange nicht aufgeben.

Die türkische Mannschaft vor dem Spiel
Die türkische Mannschaft vor dem Spiel ©Getty Images

Die türkische Mannschaft hat gestern Abend eine Tradition erhalten, allerdings eine, auf die sie nicht sehr stolz sein wird. Bei allen Endrunden, für die sie sich bisher qualifizieren konnten, also bei den FIFA-Weltmeisterschaften 1954 und 2002, der EURO '96™ und der UEFA EURO 2000™, haben sie jeweils ihr erstes Spiel verloren. So wie auch gestern bei der 0:2-Niederlage gegen Portugal in Genf.

Emre enttäuscht
Die Hoffnungist dennoch nicht verschwunden. 2000, als sie ihr Auftaktspiel gegen Italien verloren, kamen sie nach einem Unentschieden gegen Schweden und einem Sieg gegen Co-Gastgeber Belgien noch in die Runde der letzten acht. Zwei Jahre später verloren sie anfangs gegen Brasilien und konnten anschließend bis ins Halbfinale vordringen. Ein Schlüsselspieler des damaligen Turniers, Kapitän Emre Belözoğlu, ist enttäuscht über die erneute Auftaktpleite: "Ich bin sehr traurig über die Niederlage", sagte Emre, "Es war ein sehr wichtiges Spiel, weil es für beide Mannschaften der Einstieg in das Turnier war. Ich denke, wir haben in der ersten Halbzeit besser gespielt, aber ein unglückliches Gegentor bekommen. Nun sind es noch zwei Spiele und wir wollen diese nutzen, um den schlechten Start vergessen zu machen. Ich hoffe, dass wir gegen die Schweiz gewinnen werden."

Sieg ist Pflicht
2002 konnte die Türkei auf dem Weg zur Bronzemedaille gegen beide Gastgeber, Japan und Republik Korea, gewinnen. Dies zu wiederholen hat oberste Priorität für Kazım Kazım, der damals als 15-Jähriger bei Bury FC kickte, während Emre und seine Teamkollegen im fernen Osten die Zuschauer begeisterten. "Wir müssen unbedingt gegen die Schweiz gewinnen", sagte der Flügelspieler, der gestern überraschend in der Startelf stand. In den vergangenen Trainingseinheiten der letzten Tage wurde er als Notlösung auf der rechten Verteidigerposition eingesetzt. "Ich war sehr enttäuscht über das Ergebnis, weil wir, besonders in der ersten Hälfte, eine gute Leistung gezeigt haben."

Nihat frustriert
Für Emres Teamkollegen in Korea und Japan, dem Routinier Nihat Kahveci, war es, als einzigem Stürmer, besonders frustrierend. "In einem solchen Turnier kein Gegentor zu kassieren ist sehr, sehr wichtig und sorgt außerdem für einen guten Start und eine positive Stimmung", sagte er, "Wir hätten besser spielen können. In der zweiten Halbzeit haben wir nicht unsere bestmögliche Leistung gezeigt. Wir müssen jetzt alles dafür tun, sechs Punkte zu erreichen."