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Rosetti setzt Tradition fort

Italiens Schiedsrichter Roberto Rosetti tritt heute beim Finale der UEFA EURO 2008™ zwischen Deutschland und Spanien in Wien in große Fußstapfen.

Roberto Rosetti leitet das Finale der UEFA-Europameisterschaft
Roberto Rosetti leitet das Finale der UEFA-Europameisterschaft ©Getty Images

Roberto Rosetti möchte am Sonntag im Finale der UEFA EURO 2008™ zwischen Deutschland und Spanien im Wiener Ernst-Happel-Stadion alle Schiedsrichter Italiens würdig vertreten.

Hervorragende Leistung
Der 40-jährige Krankenhausdirektor aus Turin knüpft damit zusammen mit seinen Assistenten Alessandro Griselli und Paolo Calcagno an die stets hervorragenden Leistungen italienischer Schiedsrichter an. Das letzte große Beispiel war Pierluigi Collina. "Ich freue mich stellvertretend für die italienischen Schiedsrichter - angefangen bei den jungen im Amateurbereich bis hin zu den Profis", sagte Rosetti vor einem Fototermin mit seinem Schiedsrichter-Gespann, sowie dem vierten Offiziellen Peter Fröjdfelt und Reserve-Assistent Stefan Wittberg (beide aus Schweden).

Großer Respekt
"Schon immer haben italienische Schiedsrichter bei internationalen Turnieren großen Respekt und Anerkennung genossen", fügte er hinzu. "Pierluigi Collina war nicht nur ein großartiger Spielleiter, sondern ist auch zu einem Symbol des Weltfußballs geworden. Wir bereiten uns leidenschaftlich und mit großem Einsatz auf das Spiel vor. Wir haben bisher unser bestes gegeben und sind nun bereit für das außergewöhnliche Finale."

"Sehr intensiv"
"Diese vier Wochen waren sehr intensiv", sagte sein Assistent Griselli. "Wir haben die letzten vier Wochen zusammen mit unseren Kollegen verbracht. Wir haben zusammen mit Experten alle Spiele verfolgt und gehen deshalb gelassen in das Endspiel." Calcagno ergänzte: "Wir sind auch in Italien ein Trio. Wir haben letzte Saison sowohl in der Serie A, als auch im Ausland zusammen gearbeitet und vor allem schwierige Spiele gepfiffen. Wir sind eine eingespielte Truppe, die richtig gut zusammen arbeitet."

Mit Leidenschaft dabei
"Schiedsrichter zu sein, ist ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Ich bin es leidenschaftlich gern - es ist ein Genuss. Ich habe niemals damit gerechnet, ein internationaler Schiedsrichter zu werden. Ich wollte eigentlich nur in der Jugend pfeifen, um meinen Charakter zu stärken." Doch in Italien gab es für Rosetti und seine Kollegen einen wichtigen Lernprozess. "In Italien ist der Druck sehr intensiv", sagte er. "Mein Vater ist ein Fußballfan, deshalb kenne ich die Reaktionen ... es gehört zum Spiel dazu, dass die Anhänger den Schiedsrichter manchmal auspfeifen."

Positive Anspannung
"In erster Linie sind wir natürlich Menschen, und danach erst Schiedsrichter", meinte er, als er auf die Frage antwortete, ob er nicht seine Familie vermisst, da er nun schon über einen Monat von zu Hause weg ist. Doch noch konzentriert er sich voll und ganz auf die letzte, entscheidende Partie. "Wir tragen eine große Verantwortung. Darum ist es völlig normal, genau wie die Spieler etwas aufgeregt zu sein - aber es ist eine positive Anspannung."

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