Ljungbergs Respekt vor Spanien
Samstag, 14. Juni 2008
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Schwedens Kapitän Fredrik Ljungberg weiß, wann er es mit einem erstklassigen Gegner zu tun bekommt, aber dennoch will er gegen Spanien gewinnen.
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Respekt gewachsen
Der 31-Jährige musste nicht erst beide Spiele in der Qualifikation gegen Spanien bestreiten, um sich der Qualität der Truppe von Luis Aragonés bewusst zu sein. Aber obwohl er im Stadion Tivoli Neu einen harten Kampf erwartet, ist er siegessicher. "Spanien ist eine großartige Mannschaft, und während der zwei Spiele - als wir in Stockholm gewannen und in Madrid verloren - ist unser Respekt gewachsen", sagte der offensive Mittelfeldspieler von West Ham United FC, der beim 2:0-Sieg über Griechenland die gesamten 90 Minuten auf dem Platz stand, obwohl er noch an den Folgen einer Rippenverletzung leidet, die er sich Ende der Saison zugezogen hatte. "Aber niemand soll glauben, dass wir vor denen zuviel Respekt haben, denn auch wir sind eine gute Mannschaft. Das ist eine große Herausforderung, besonders weil sie in einer Weise spielen, die der entspricht, die bei Arsenal [FC] entwickelt wurde, als ich dort spielte. Ich verstehe sehr gut, wie gut ihr Passspiel und ihr Spiel ohne Ball sein kann. Einer der Schlüssel für uns ist Geduld und unsere Schnelligkeit, unser eigenes Passspiel oder unsere Technik perfekt einzusetzen, wenn wir eine Möglichkeit sehen."
Keine Rotation
In der Vorbereitung auf die Partie am Samstag wurde viel darüber diskutiert, ob Schweden rotieren sollte, weil die Mannschaft überdurchschnittlich alt ist und einige Spieler nach ihren Verletzungen zurückkehren. Doch dagegen wehrt sich Ljungberg vehement. "Ich denke, dass es ziemlich unklug wäre, Spieler in einem so wichtigen Turnier zu schonen", sagte er. "Angenommen, wir erreichen ein unglückliches Ergebnis und Russland gewinnt, dann wäre es ein unnötiges Risiko, jemanden zu schonen."
Englischer Stil
Ljungberg hat in der Premier League mit Cesc Fàbregas und gegen Fernando Torres gespielt, er weiß, wie sich diese beiden Profis, die beim 4:1 gegen Russland ein Tor geschossen beziehungsweise vorbereitet haben, in England entwickelt haben. "Torres war bei [Club] Atlético de Madrid ein brillanter Stürmer, aber ich muss ihm für das, was er in seiner ersten Saison in England [bei Liverpool FC] erreicht hat, einfach nur applaudieren, weil es einfach wunderbar war. Nur wenige Spieler kommen mit dem körperlichen Spiel so schnell klar, wie er es geschafft hat. Von Cesc weiß ich, wie gut er ist und was er wert ist. Doch Spanien spielte gegen Russland gleich gut - egal ob mit oder ohne ihn. Und deshalb ist das eine hochklassige Mannschaft."