Bilić traut Kroatien alles zu
Mittwoch, 4. Juni 2008
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"Sehen Sie sich unsere Bilanz in der Qualifikation an" - diese Botschaft richtete Kroatiens Nationaltrainer Slaven Bilić an alle Zweifler.
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"Sehen Sie sich unsere Bilanz in der Qualifikation an" - diese Botschaft richtete Kroatiens Nationaltrainer Slaven Bilić an alle, die seiner Mannschaft den Titelgewinn bei der UEFA EURO 2008™ nicht zutrauen.
Außenseiterchancen
Viele haben den Kroaten Außenseiterchancen auf den Turniersieg eingeräumt, was ihr charismatischer Trainer auf jeden Fall verstehen kann, denn seine Mannschaft hat sich das Ticket für Österreich und die Schweiz souverän gesichert. "Wir hoffen nicht nur, dass wir gute Leistungen zeigen werden, wir erwarten es", sagte er. "Wir haben auch allen Grund zur Hoffnung, denn wir haben eine gute, eine starke Mannschaft. Wir haben uns in einer der härtesten Qualifikationsgruppen durchgesetzt und dabei England zweimal geschlagen. Außerdem hatten wir es mit Russland und [EJR] Mazedonien zu tun, dazu waren wir die erste Mannschaft seit vier oder fünf Jahren, die in Israel gewinnen konnte."
Schwerer Auftakt
Der frühere Nationalverteidiger hat seine Mannschaft auf die anstehenden Spiele in der Gruppe B bestens vorbereitet. Als erstes treffen die Kroaten am Sonntag in Wien auf Österreich. "Es wäre besser, das erste Spiel nicht gegen Österreich zu haben, denn sie sind der Gastgeber", meinte Bilić. "Aber es wäre auch nicht gut, das erste Spiel gegen Deutschland zu haben. Und gegen Polen zu spielen wäre auch nicht gut. Wahrscheinlich wäre es das Beste, zunächst gegen San Marino zu spielen, bei allem Respekt, aber das ist leider nicht möglich."
Spieler sind bereit
Nun ist es also die Elf von Josef Hickersberger. Bilić hat versprochen, dass seine Mannschaft topfit in das Duell im Ernst-Happel-Stadion gehen wird. "Zu Beginn unserer Vorbereitung, die drei Wochen gedauert hat, war alles noch etwas unklar", sagte er. "Vielleicht 20 Prozent der Spieler sind bei ihren Klubs nicht oft genug zum Einsatz gekommen, weitere 20 Prozent haben zu viele Spiele gemacht. Aus diesem Grund haben wir uns einen exzellenten Fitnesstrainer besorgt. Die Spieler sagen immer, dass sie zehn Prozent besser sind, als sie wirklich sind. Wir haben sie genau beobachtet. Sie sind körperlich fit, und auch in ihren Köpfen sind sie fit. Deshalb gehen wir voller Zuversicht in die EURO."
Torhüter-Thema
Bilić glaubt, dass seine Mannschaft auf dem Posten des Torhüters einen Vorteil gegenüber den Österreichern hat. Bei ihm ist Stipe Pletikosa gesetzt, dahinter folgen Vedran Runje und Mario Galinović. Hickersberger hat sich dagegen noch nicht entschieden, wer am Wochenende zwischen den Pfosten stehen wird. "Das verstehe ich nicht", meinte der Kroate. "Ich würde das nicht tun. Alle drei werden nervös sein. Sie haben vielleicht schlaflose Nächte. Aber das werden wir sehen. Vielleicht gibt ihm das Ergebnis recht, oder vielleicht wird er denken, dass er seinen Torhüter schon vor einem Jahr nominieren hätte sollen."