Roberto Rosettis größtes Spiel
Freitag, 6. Juni 2008
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Schiedsrichter Roberto Rosetti betrachtet es als "Ehre", in die Fußstapfen seines legendären Landsmannes Pierluigi Collina treten zu dürfen.
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"Wichtiger Schritt"
Auf einer Pressekonferenz im UEFA-Schiedsrichter-Quartier in Regensdorf erklärte der 40-jährige Turiner: "Ja, natürlich ist das ein ganz wichtiges Spiel für mich – es ist eine große Ehre für mich, hier sein zu dürfen. Es ist auch eine Ehre für meinen Verband. Das ist ein wichtiger Schritt in meiner Laufbahn und ich werde versuchen, meine Aufgabe so gut wie möglich zu erfüllen." Vor vier Jahren war es Collina, heute Chef der italienischen Schiedsrichter-Vereinigung, der das Auftaktspiel zwischen Portugal und Griechenland leitete und Rosetti ist glücklich, in die Fußstapfen seines Mentors zu treten: "Er war ein großartiger Schiedsrichter. Ihm nachfolgen zu dürfen, macht mich sogar noch stolzer."
Rasanter Aufstieg
Nach dem Einfluss von Collina auf seine Karriere befragt, antwortete Rosetti: "Er gibt mir seit vielen Jahren Ratschläge. Wir haben an meiner Technik gearbeitet, an meinem Stellungsspiel, meiner mentalen Vorbereitung und auch an den Spielen selbst." Rosettis Aufstieg begann 2003 mit der Leitung des Endspiels der FIFA-U20-WM. Drei Jahre später nahm er an der WM in Deutschland teil und pfiff dort vier Spiele, darunter auch das Achtelfinale zwischen Frankreich und Spanien.
"Druck ist positiv"
Obwohl es seine erste UEFA-Europameisterschaft ist, kennt sich der Italiener mit Druck bestens aus. "Na klar ist das ein unglaublich wichtiges Turnier. Alle Spiele sind von entscheidender Bedeutung. Aber das gilt ja auch für die Spiele in der italienischen Liga. Für einen Schiedsrichter ist es wichtig, mit großer Spannung an ein Spiel oder ein Turnier heranzugehen. Ein bisschen Druck kann da ganz positiv sein, weil es hilft, sich zu konzentrieren."
Volle Konzentration
Um sich zu entspannen, verbringt Rosetti viel Zeit damit, "Filme anzusehen, Bücher zu lesen, und mich mit meiner Frau via Internet zu unterhalten". Dass er am Samstag ein kleines Kapitel Fußballgeschichte schreiben wird, lässt ihn - noch - kalt: "Jetzt versuche ich mich voll und ganz auf dieses Spiel zu konzentrieren, indem ich Spannung und Energie aufbaue, um meine Qualitäten genau dort abrufen zu können. Es ist ein wichtiges Spiel für mich, das ich so gut wie nur möglich leiten möchte."