Staunton tritt als Nationaltrainer zurück
Mittwoch, 24. Oktober 2007
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Steve Staunton ist nach der gescheiterten Qualifikation zur UEFA EURO 2008™ als Nationaltrainer der Republik Irland zurückgetreten.
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Steve Staunton ist als Nationaltrainer der Republik Irland zurückgetreten. Eigentlich hatte er einen Vierjahresvertrag, doch nach der gescheiterten Qualifikation zur UEFA EURO 2008™ nahm er weniger als zwei Jahre nach seinem Amtsantritt vorzeitig seinen Hut.
Treffen des Vorstands
Der Irische Fußballverband (FAI) muss sich damit bereits zum dritten Mal innerhalb von fünf Jahren auf die Suche nach einem neuen Trainer machen. Staunton gab nur 21 Monate nach seinem Amtsantritt bei einem Vorstandstreffen am Dienstag seinen Rücktritt bekannt. Vor knapp einer Woche hatte seine Mannschaft in einem EM-Qualifikationsspiel gegen Zypern nur ein enttäuschendes 1:1-Remis erreicht.
"Es hat nicht funktioniert"
"Zum Zeitpunkt seines Antritts im Januar 2006 gab es zahlreiche Beispiele an ehemaligen Nationalspielern, die in ihrem Land Trainer waren - [Jürgen] Klinsmann und [Marco] van Basten zum Beispiel. Wir hatten das Gefühl, dass uns die Kombination zwischen unserem Rekordnationalspieler und Bobby Robson weiterhelfen würde", so FAI-Vorsitzender John Delaney. "Aus irgendwelchen Gründen hat es leider nicht so funktioniert, wie wir uns das vorgestellt haben."
Unzufriedenes Publikum
Staunton, der als Nachfolger von Brian Kerr geholt wurde, feierte mit einem 3:0-Sieg über Schweden ein gelungenes Debüt, aber die Qualifikation zur UEFA EURO 2008™ verlief enttäuschend. In elf Spielen holte Irland lediglich vier Siege - zwei davon gegen San Marino. Delaney musste zugeben, dass er die Pfiffe und Buhrufe von einem Großteil der 54.000 Zuschauer beim 1:1 gegen Zypern teilweise verstehen konnte: "Viele hatten sich an diesen letzten Strohhalm geklammert."
Interims-Trainer
Don Givens, derzeit Trainer der U21-Auswahl, wird die Mannschaft beim letzten Qualifikationsspiel in der Gruppe D auswärts gegen Wales am 17. November als Interims-Trainer betreuen. Die FAI hat bereits bekannt gegeben, dass man eine Reihe von Fußball-Profis wie ehemalige Nationalspieler und Trainer befragen will, ehe man sich auf den nächsten Nationaltrainer festlegt.