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Außenseiterchance für Griechenland

Um Portugal schlagen zu können, müssen die Griechen laut Trainer Otto Rehhagel an die Leistungsgrenze gehen.

Für Griechenlands Nationaltrainer Otto Rehhagel "muss jeder Spieler an seine Leistungsgrenze gehen", wenn seine Mannschaft im heutigen Eröffnungsspiel der UEFA EURO 2004™ eine Überraschung schaffen will. Den Griechen wird bei diesem Unterfangen allerdings ein wertvoller Verteidiger fehlen.

Fehler vermeiden
Die Griechen treten heute Abend im Estádio do Dragão gegen Gastgeber Portugal an. Dabei werden ihnen allgemein nur geringe Chancen eingeräumt, Figo und Co. ein Bein stellen zu können. "Außenseiter haben im Fußball immer eine Chance", zeigte sich Rehhagel auf der Pressekonferenz vor dem Spiel davon unbeeindruckt. "Wenn wir es schaffen, unsere Fehlerquote niedrig zu halten und leidenschaftlich kämpfen, können wir die Partie gewinnen."

Dabizas fällt aus
Allerdings haben Rehhagels Hoffnungen durch die Verletzung von Nikolaos Dabizas einen herben Dämpfer erhalten. Der Innenverteidiger zog sich am Mittwoch eine Blessur an der Hüfte zu und musste gestern Abend einräumen, dass er bis zum Portugal-Spiel nicht mehr fit wird. "Abgesehen von Dabizas sind wir aber alle gut vorbereitet und heiß auf das Spiel", meinte Rehhagel.

Goumas zusätzliche Option
Der deutsche Trainer wird nun wahrscheinlich auf Traianos Dellas und Mihalis Kapsis im Abwehrzentrum setzen. Möglich ist auch, dass Rehhagel mit Ioannis Goumas eine fünfte Defensivkraft als zusätzliche Absicherung aufs Feld schickt. Die Außenpositionen in der Viererkette besetzen rechts Giourkas Seitaridis und links Stylianos Venetidis oder Panagiotis Fyssas.

Heimvorteil für Portugal
Dem ehemaligen Bremer und Kaiserslauterer Meistertrainer ist eine sichere Hintermannschaft sehr wichtig. Daher mahnt er seine Spieler, Abwehrfehler wie in der jüngsten Begegnung mit den Portugiesen im vergangenen November möglichst zu vermeiden. Damals brachten sich die Griechen nach dem Führungstreffer von Vassilios Lakis durch ein überflüssiges Gegentor per Strafstoß um einen bemerkenswerten Achtungserfolg. Rehhagel rechnet heute Abend mit einem deutlich stärkeren Gegner: "Portugal spielt schließlich zu Hause und hat großartige Spieler in seinen Reihen, die hier den Titel holen wollen."

"Nichts zu verlieren"
Der Trainer ist davon überzeugt, dass sich seine Mannschaft nicht verstecken wird. "Es ist vollkommen normal, dass die Jungs angespannt sind. Aber sie freuen sich auf das Spiel", behauptete Rehhagel. "Schließlich liegt der Druck ganz klar auf Seiten der Portugiesen. Wir müssen lediglich nachweisen, dass wir zu Recht hier dabei sind. Ansonsten haben wir nichts zu verlieren."

Erfahrung für die Zukunft
Mit Blick auf die übrigen Spiele der Gruppe A fügte der 63-Jährige hinzu: "Wir müssen realistisch sein. Verglichen mit der Erfolgsbilanz des portugiesischen, spanischen und russischen Fußballs nehmen sich die griechischen Ergebnisse bescheiden aus. Wir werden in erster Linie wertvolle Erfahrung für künftige Turniere sammeln."

Hoffnung auf Nikolaidis
Die Griechen haben zwar bei einem großen Turnier noch nie ein Spiel gewonnen, doch die gesundheitlichen Fortschritte von Topstürmer Themistoklis Nikolaidis, Dellas und Lakis in dieser Woche stärken die Hoffnung, dass sich daran etwas ändert. Rehhagel hält große Stücke auf den Angreifer von Club Atlético de Madrid und wird ihm bis zur letzten Minute die Möglichkeit einräumen, sich für die Startelf fit zu melden.

Vryzas und Charisteas stehen bereit

Auch wenn die Zeit für Nikolaidis zu knapp wird, dürfte Rehhagel nur eine Spitze aufbieten. Dann wird Zisis Vryzas diesen Part übernehmen. Entscheidet sich der Trainer für zwei Spitzen, rückt Angelos Charisteas an Vryzas’ Seite.