Dzagoev und Shirokov über Russlands Veränderung unter Slutski
Dienstag, 13. Oktober 2015
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Russlands Chancen auf Qualifikation sahen düster aus, als Leonid Slutski im August übernahm, doch vier Spiele und vier Siege später ist man qualifiziert. Was ist passiert?
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Leonid Slutski hat Russland in etwas weniger als einem Monat vollkommen verändert.
Als der Trainer von CSKA Moskva das Nationalteam in die September-Spiele führte, war Russlands Qualifikation für die UEFA EURO 2016 alles andere als eine sichere Sache. Vier Punkte hinter den zweitplatzierten Schweden war noch viel zu tun; fünf Wochen und vier Siege in Folge später ist das Ticket nach Frankreich gebucht. Sie haben zwölf Tore erzielt, und dabei nur eins kassiert.
Alan Dzagoev weiß genau, wie es ist, unter Slutski zu spielen: Immerhin ist der 44-Jährige sowohl im Klub als auch in der Nationalmannschaft sein Trainer. "Er hatte wirklich nicht viel Zeit, aber dabei hat er viel geleistet, und das spiegelt sich in den Ergebnissen wieder. Er hat gezeigt, dass er wirklich ein guter Trainer ist", sagte Dzagoev.
Russland hatte seit März 2006 keinen Russisch sprechenden Trainer mehr, als Aleksandr Borodyuk für ein Freundschaftsspiel gegen Brasilien kurzzeitig das Traineramt übernahm. Kapitän Roman Shirokov glaubt, dass die Spieler nun weniger angespannt sind, weil es keine Sprachbarriere mehr gibt und sagt, dass die Mannschaft hinter Slutski steht.
"Das Wichtigste ist, dass sich die Atmosphäre verändert hat", erklärte Shirokov. "Er hat ein paar Details an unserem Spiel verändert, wir spielen jetzt offensiver, aber auch ausgeglichener. Unsere Perspektive ist jetzt positiver, das ist genau das, was wir gebraucht haben."
Artem Dzyuba geht es unter dem neuen Trainer sichtlich gut: Der Stürmer von Zenit hat in seinen ersten vier Einsätzen zwei Tore erzielt, unter Slutski traf er in vier weiteren Spielen sechs Mal. Seine insgesamt acht Tore sind die meisten für einen russischen Spieler in einer Qualifikation. "Leonid weiß, wie man die besten Qualitäten der Spieler nutzt und erwartet nicht, dass sie Dinge tun, die sie nicht können", sagte Dzagoev.
Slutski hat bisher noch keinen Vertrag unterschrieben, aber dieser Anruf kommt definitiv bald.