Vorschau Gruppe A: Albanien - Schweiz

Für den Schweizer Trainer Vladimir Petković ist die Vermeidung von Fehlern der Weg zum Erfolg im Auftaktspiel gegen Albanien, er erwartet auf jeden Fall "eine sehr schwere Aufgabe".

Xherdan Shaqiri, der kosovo-albanische Wurzeln hat, war am Freitag gut gelaunt
Xherdan Shaqiri, der kosovo-albanische Wurzeln hat, war am Freitag gut gelaunt ©Getty Images
  • Am zweiten Tag der UEFA EURO 2016 gibt Albanien sein Debüt bei einem großen Turnier
  • Der Albaner Taulant Xhaka trifft auf seinen Bruder, den Schweizer Mittelfeldspieler Granit
  • Zehn Spieler von Albanien sind in der Schweiz geboren oder aufgewachsen
  • Von den bisherigen sechs Duellen zwischen den beiden Teams hat die Schweiz fünf gewonnen, bei einem Remis
  • Frankreich und Rumänien bestreiten am Freitag das Auftaktspiel der Gruppe A und der EURO 2016

Mögliche Aufstellungen
Albanien: Berisha; Hysaj, Cana, Mavraj, Agolli; Kukeli, Xhaka, Roshi, Abrashi, Lenjani; Sadiku

Schweiz: Sommer; Lichtsteiner, Schär, Djourou, Rodríguez; Behrami, Džemaili, Xhaka; Shaqiri, Seferović, Mehmedi

Gianni De Biasi, Trainer Albanien
Ich bin immer noch sehr stolz, Teil eines Teams zu sein, dass es geschafft hat, sich für die EURO zu qualifizieren - zum ersten Mal überhaupt.

Ich denke, dass dieses Spiel sehr wichtig wird. Aber ich denke nicht, dass sich morgen in einem Spiel schon alles entscheidet, dass unser Schicksal im Spiel gegen die Schweiz entschieden wird. Dennoch möchten wir natürlich einen Weg finden, sie zu schlagen. Es ist zweifellos ein besonderes Spiel.

Vladimir Petković, Trainer Schweiz
Die ersten Spiele sind immer schwer einzuschätzen, es sind immer sehr viele Emotionen im Spiel - und bei diesem Spiel natürlich besonders. Unser Ziel ist es, gemeinsam Geschichte zu schreiben und beim ersten Spiel besser zu sein als Albanien. Aber das ist eine sehr schwere Aufgabe. Der Schlüssel zum Erfolg wird sein, weniger Fehler als der Gegner zu machen.

Meine Spieler sind mit vollem Elan gekommen, mit dem vollen Willen, hier etwas zu bewegen, die Stimmung im Team ist sehr gut. Wir probieren es zu schaffen, dass die Menschen auch in einigen Jahren noch über uns in diesem Turnier sprechen - im positiven Sinne natürlich

UEFA.com-Teamreporter
Fatjon Pandovski, Albanien (@UEFAcomTonyP)
Unerfahrenheit auf diesem Level könnte ein Faktor sein, vor allem im ersten Spiel. Kapitän Lorik Cana und Mërgim Mavraj werden im Abwehrzentrum alle Hände voll zu tun bekommen gegen die schnelle, technisch starke Offensive der Schweiz. Der unermüdliche Armir Abrashi muss das Mittelfeld zusammenhalten, obwohl er Anfang der Woche noch angeschlagen war. Die Frage ist: Kann Armando Sadiku im vierten Länderspiel in Folge treffen?

Mattias Rötters, Schweiz (@UEFAcomMattR)
Wer davon ausgeht, dass Albanien nur ein Aufbaugegner für die Spiele gegen Rumänien und Frankreich sein wird, der dürfte sich täuschen - der Nati steht ein ganz heißer Tanz bevor. Das liegt an zwei Gründen: Zum einen kennen sich etliche Spieler beider Teams persönlich, da diverse Albaner in der Schweiz ausgebildet wurden, zum anderen werden die ohnehin heißblütigen Albaner bei ihrem ersten EURO-Spiel überhaupt alles in die Waagschale werfen.

Mein Eindruck: Die Schweizer Spieler wissen genau, was sie erwartet und werden dennoch mit der körperlichen Spielweise des Gegners in Kombination mit dem Zwang, selbst das Spiel machen zu müssen, ihre Probleme bekommen. Ich rechne mit einem Remis oder einem knappen Sieg der Nati.

Formkurve (wettbewerbsübergreifend, aktuellste Ergebnisse zuerst)
Albanien: NSSNUSNNUS
Schweiz: SNNNSNSSNS

Hätten Sie es gewusst?
Die letzten Begegnungen waren in der Qualifikation zur FIFA-Weltmeisterschaft 2014, Gianni De Biasis Albanien verlor gegen Ottmar Hitzfelds Team mit 0:2 in Luzern und mit 1:2 in Tirana. Xherdan Shaqiri, der kosovo-albanische Wurzeln hat, traf in beiden Spielen für die Schweiz. Mehr Informationen finden Sie in unserem ausführlichen Hintergrund.

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