EURO-Klassiker: Portugal - Frankreich 1:0 (2016)

Wir stimmen auf die Wiederholung des EURO-Endspiels 2016 ein – jetzt in voller Länge auf UEFA.tv.

Traum verwirklicht: Pepe und Cristiano Ronaldo
Traum verwirklicht: Pepe und Cristiano Ronaldo Getty Images

Was zunächst wie ein Albtraum wirkte, sollte für Cristiano Ronaldo später "einer der glücklichsten Momente meiner Karriere" werden. Das Finale in Saint-Denis zwischen Außenseiter Portugal und Gastgeber Frankreich wurde zu einem Krimi mit Überlänge.

Spiel in voller Länge auf UEFA.TV

Hintergrund

Highlights der EURO 2016: Frankreich - Island 5:2
Highlights der EURO 2016: Frankreich - Island 5:2

Portugal holte in der Gruppenphase keinen Sieg, kam aber dank der drei Unentschieden als einer der besten Gruppendritten in die nächste Runde. Im Achtelfinale wurde Kroatien nach Verlängerung aus dem Weg geräumt, danach feierte Portugal einen Sieg im Elfmeterschießen gegen Polen. Das Halbfinale gegen Wales entschied die Seleção das Quinas ebenfalls für sich und bekam es nun mit Frankreich zu tun, das in der K.-o.-Runde die Republik Irland, Island und Deutschland aus dem Turnier befördert hatte.

Schlüsselspieler

Antoine Griezmann: Toptorjäger der EURO 2016
Antoine Griezmann: Toptorjäger der EURO 2016

Antoine Griezmann: Damals stand der Angreifer noch bei Atlético Madrid unter Vertrag und hatte seinen Klub ins Endspiel der UEFA Champions League 2015/16 geführt. Bei der EM markierte er sechs Treffer in den ersten sechs Spielen von Les Bleus.

Dimitri Payet: Der Mann für die Highlights der ersten Turnierwochen. Payet brachte es bei der Endrunde auf drei Tore und wurde zwei Mal zum Man of the Match gewählt.

Cristiano Ronaldo: Vor der EM hatte der Superstar zum dritten Mal die UEFA Champions League gewonnen. Während der Gruppenphase waren es seine beiden Treffer gegen Ungarn, dank denen Portugal im Turnier verbleiben durfte.

So lief das Spiel

Ronaldo, Bale, Pogba – die besten Standardtore bei der EURO 2016
Ronaldo, Bale, Pogba – die besten Standardtore bei der EURO 2016

Frankreich übernahm sofort die Initiative und wurde der Favoritenrolle zunächst gerecht. Derweil rauschten Portugals Aktien weiter in den Keller: Ronaldo hatte sich früh verletzt und mehrere Minuten lang über den Platz geschleppt, ehe er sich in der 25. Minute schließlich auswechseln ließ. Fortan fungierte der Kapitän von der Seitenlinie als verkappter Trainer.

Les Bleus konnte die Chancenüberlegenheit nicht in Tore ummünzen. In der Nachspielzeit hatte André-Pierre Gignac plötzlich die Gelegenheit, zum großen Held der Franzosen aufzusteigen, scheiterte aber am Aluminium. So ging das Spiel in die Verlängerung, in der der eingewechselte Éder in der 109. Minute das einzige Tor des Abends markierte.

Reaktionen

Cristiano Ronaldo und Éder
Cristiano Ronaldo und ÉderGetty Images

Fernando Santos, Portugal: "Wir waren einfach wie Tauben und clever wie Schlangen."

Pepe, Portugal: "Die Mannschaft war bodenständig und ein guter Repräsentant der portugiesischen Bevölkerung. Am Boden gebliebene, aber hart arbeitende Leute, die ihrer Aufgabe mit Stolz nachgehen."

André-Pierre Gignac, Frankreich: "Ich habe mir in der Dusche gesagt, dass der Pfostentreffer mich bis ans Ende meiner Karriere verfolgen wird. Es ist ein Albtraum."

Hugo Lloris, Frankreich: "Wir sollten trotzdem stolz auf uns sein. Wir haben zwar verloren, aber viele positiven Dinge bewirkt."

Was passierte danach?

Zwei Jahre später scheiterte Portugal bei der FIFA-WM 2018 im Achtelfinale an Uruguay, dafür gewann das Team im Jahr 2019 die Erstausgabe der UEFA Nations League.

Frankreich kehrte von der WM in Russland mit dem Titel heim. Didier Deschamps wurde dabei zur dritten Person, die eine WM sowohl als Spieler (1998) und als Trainer gewinnen konnte.

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