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EURO-Klassiker: Niederlande - Tschechische Republik 2:3

Das spektakuläre Comeback der Tschechischen Republik gegen die Niederlanden gibt es in voller Länge auf UEFA.tv. Hier unserer Appetithappen dazu.

 
  VI-Images via Getty Images

0:2 lag die Tschechische Republik während der Gruppenphase der UEFA EURO 2004 gegen die Niederlanden bereits zurück. Das denkwürdige Comeback wurde von einer Zeitung anschließend wie folgt beschrieben: "Das war besser als ein Megakonzert von Robbie Williams."

Auf Abruf: Niederlande - Tschechische Republik

Hintergrund

Highlights: Die besten Tore der EURO 2004
Highlights: Die besten Tore der EURO 2004

Die Tschechen standen bei dem Turnier in Portugal schon früh mit dem Rücken zur Wand. Im Auftaktspiel der Gruppe D hatte die Elf von Karel Brückner drei Punkte gegen Lettland fest einkalkuliert, um für die anschließenden Partien gegen Deutschland und die Niederlanden ein Polster zu haben.

Doch der krasse Außenseiter ging gegen den Finalisten von 1996 in Führung und erst in der Schlussphase konnten die Tschechen das Blatt wenden. Angetrieben von Pavel Nedvěd und Karel Poborský kam die Tschechische Republik erst zum Ausgleich (Milan Baroš) und sogar noch zum Siegtreffer (Marek Heinz).

Schlüsselspieler

Pavel Nedvěd: Damals Europas amtierender Fußballer des Jahres. Das Mittelfeldgenie von Juventus war Taktgeber der Tschechen und vor allem für seine Siegermentalität bekannt.

Milan Baroš: Angeblich soll Brückner vor dem Spiel überlegt haben, den 22-jährigen Stürmer aus der Startelf zu nehmen, um Platz für einen zusätzlichen Mittelfeldspieler zu schaffen.

Milan Baroš: Alle Tore bei der EURO 2004
Milan Baroš: Alle Tore bei der EURO 2004

Arjen Robben: Seine ganz große Zeit sollte erst noch kommen, doch der 20-Jährige zeigte in Portugal, warum ihn bereits damals die Abwehrspieler fürchteten. Kurz vor der Endrunde hatte Robben, auf den halb Europa scharf gewesen war, einen Vertrag bei Chelsea unterschrieben.

Was dann geschah 

Innerhalb von 20 Minuten ging Oranje durch Wilfred Bouma und Ruud van Nistelrooy mit 2:0 in Führung, doch dies war quasi nur das Intro eines herausragenden Thrillers. Jan Koller brachte die Tschechen wenig später zurück ins Spiel und fortan gab es auf beiden Seiten Chancen fast im Minutentakt.

Bongarts/Getty Images

Bondscoach Dick Advocaat wollte gerade erst von einer Verletzung genesenen Robben nicht durchspielen lassen, obwohl die spätere Bayern-Legende bis dahin eine herausragende Partie gemacht hatte. Seine Auswechslung war der endgültige Wendepunkt im Spiel.

Baroš glich in der 71. Minute für die Tschechen aus und nach dem Platzverweis gegen John Heitinga witterte die Brückner-Truppe ihre Chance. Einen Lattentreffer von Nedvěd überstanden die Niederländer noch, von Vladimír Šmicers spätem Treffer konnten sie sich aber nicht mehr erholen.

Highlights: Griechenlands Endspieltriumph 2004
Highlights: Griechenlands Endspieltriumph 2004

Reaktionen

Pavel Nedvěd, Mittelfeldspieler Tschechische Republik: "Es war ein fantastisches Spiel und ein herausragender Abend. Wir hatten den Sieg auch verdient. Für die Fans war es eine tolle Partie, weil auch die Niederländer offensiv eingestellt waren."

Milan Baroš, Stürmer Tschechische Republik: "Wir haben sehr nervös begonnen und waren nach zwei Gegentoren eigentlich schon am Boden. Am Ende war es ein fantastisches Spiel. Es war die beste Partie, an der ich je mitwirken durfte."

Karel Brückner, Trainer Tschechische Republik: "Wir haben schlecht begonnen und viele Fehler in der Abwehr gemacht. Ich musste einige Änderungen vornehmen. Mit unserer Dreierkette hat es besser funktioniert."

Dick Advocaat, Trainer Niederlande: "Wir hatten mehr verdient. Zwischendurch hatten wir Chancen, um unsere Führung auszubauen, aber wenn du auf diesem Niveau deine Möglichkeiten nicht nutzt, wirst du bestraft."

Pressestimmen

Blesk, Tschechische Republik: "Jungs, ihr seid wahre Champions! Dies war besser als ein Megakonzert von Robbie Williams oder eine Modenschau von Giorgio Armani."

The Guardian, England: "Angriff, Angriff, Angriff. Für Puristen war es ein himmlischer Fußball und auch wenn die Niederländer sich wie in der Hölle vorkommen müssen, sollten sie bald zur Erkenntnis gelangen, dass sie Teil eines außergewöhnlichen Fußballspiels waren."

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