EURO 2020: Gastgeberstädte und Stadien

Alle Infos zu den 12 Gastgeberstädten der UEFA EURO 2020.

UEFA EURO 2020: The host cities

Amsterdam

Spiele: 3 Spiele in Gruppe C (14., 18., 22. Juni), Achtelfinale (27. Juni)

  • Amsterdam ist nicht nur die Hauptstadt des Radfahrens (60% der Fahrten im Stadtzentrum sind auf dem Rad und es gibt mehr Fahrräder als Einwohner!) sondern auch ein Touristenmagnet. Jedes Jahr gibt es 17 Millionen Besucher – aus gutem Grund.
  • Das Rijksmuseum ist das Juwel in dieser Stadt voller Highlights. Es gibt Kanäle zum abwinken, die von 1.500 Brücken überquert werden. Für eine Stadt dieser Größe gibt es in Amsterdam außerdem erstaunlich viele Grünflächen und am Leidseplein ist eine Bar neben der anderen.
  • Das Stadion war bei seiner Eröffnung 1996 das erste mit Schiebedach. 2018 wurde es in Johan Cruijff ArenA umbenannt – der ehemalige Spieler und Trainer von Ajax wurde in Amsterdam geboren und verstarb im März 2016.

Baku

Spiele: 3 Spiele in Gruppe A (13., 17., 21. Juni), Viertelfinale (4. Juli)

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  • Baku ist die Hauptstadt von Aserbaidschan und ist die am niedrigsten liegende Hauptstadt der Welt – 28 Meter unter dem Meeresspiegel! Von den Einwohnern wird sie gerne “Stadt der Winde” genannt. Baku verdankt seinen Reichtum dem Erdöl, das seit dem 19. Jahrhundert exportiert wird.
  • Baku ist voll mit hochmoderner Architektur aber in der Altstadt mit Stadtmauer kann man sich noch gut vorstellen, wie es hier vor dem Öl-Boom aussah. Sie ist UNESCO-Weltkulturerbe und zu den Highlights hier gehören der Jungfrauenturm und der Palast der Schirwanschahs aus dem 15. Jahrhundert.
  • Das Olympiastadion Baku war 2019 Schauplatz des Finals der UEFA Europa League, in dem Chelsea gegen den Stadtrivalen Arsenal gewann. Es ist die Heimstätte der aserbaidschanischen Nationalmannschaft.

Bilbao

Spiele: 3 Spiele in Gruppe E (15., 20., 24. Juni), Achtelfinale (28. Juni)

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  • Bilbao ist die zehngrößte Stadt Spaniens und die größte im Baskenland. In Zeiten Shakespeares war die Stadt für ihre Schwerter (die “bilbos”) bekannt. Essen ist tief in der baskischen Kultur verankert – die Pintxos (kleine Häppchen auf Brot, die mit allem möglichen belegt sind) darf man sich nicht entgehen lassen.
  • Das Guggenheim Museum von Frank Gehry und Jeff Koons berühmter Blumenhund vor der Tür trugen maßgeblich zur Aufwertung Bilbaos bei. Die ganze Altstadt ist eine Fußgängerzone und hier ist auch die gotische Kathedrale von Bilbao zu finden.
  • Das San Mamés eröffnete 2013 und ersetzte das alte San Mamés, wobei die Büste Klublegende Rafael 'Pichichi' Moreno mit umzog. Traditionell markiert der Kapitän der Gästemannschaft den ersten Besuch im Stadion mit einem Blumenstrauß, der an der Büste niedergelegt wird.

Budapest

Spiele: Spiele in Gruppe F (16., 20., 24. Juni), Achtelfinale (28. Juni)

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  • Die Hauptstadt Ungarns wurde aus dem Zusammenschluss von Buda und Óbuda, beide westlich der Donau, mit Pest am Ostufer gegründet und ist Geburtsort von Ferenc Puskás und weiteren “Magischen Magyaren” der 1950er. Außerdem gibt es 80 Thermalquellen und das größte Thermalwasser-Höhlensystem der Welt.
  • Der einen Kilometer lange Burgviertel ist UNESCO-Welterbestätte und Ort zahlreicher Sehenswürdigkeiten, darunter der Dreifaltigkeitsplatz, die Matthiaskirche (Mátyás templom) und die Fischerbastei (Halászbástya). Das Historische Museum im imposanten Burgpalast bietet sowohl Geschichte als auch Kunst.
  • Das neueste Stadion in Budapest ist nach der berühmtesten Fußballlegende der Stadt benannt und Heimstätte der ungarischen Nationalmannschaft. Sein Vorgänger, das Népstadion (Volksstadion) war der Schauplatz der heftigsten Niederlage Englands: ein 1:7 gegen Ungarn am 23. Mai 1954.

Bukarest

Spiele: 3 Spiele in Gruppe (14., 18., 22. Juni), Achtelfinale (29. Juni)

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  • Die Hauptstadt Rumäniens ist die Stadt, in der Ilie Năstase das Tennisspielen erlernt hat und Constantin Brăncuşi Kunst studierte, bevor er nach Paris zug. Bukarest war von 1918-47 als 'Micul Paris' (Kleines Paris) bekannt, bevor sie in der kommunistischen Zeit ein gründliches Makeover erhielt.
  • Einen Einblick in die komplizierte Geschichte des 20. Jahrhunderts in Bukarest bietet der imposante Palatul Parlamentului (Parlamentspalast) und der mit Einschusslöchern versehene Piata Revolutiei (Platz der Revolution).
  • Die Nationalarena steht am gleiche Ort wie das alte Nationalstadion, in dem Michael Jackson zwei Konzerte gab. Das größte Event im neuen Stadion war das Finale 2012 der UEFA Europa League, in dem Atlético Madrid 3:0 gegen Athletic Club aus Bilbao gewann.

Dublin

Spiele: 3 Spiele in Gruppe E (15., 19., 24. Juni), Achtelfinale (30. Juni)

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  • Diese ehemalige Wikingersiedlung, die auf irisch “schwarzer Pool” heißt (dubh lind), feierte 1988 ihr tausendjähriges Bestehen und schenkte der Welt Guinness, Sinéad O'Connor, Oscar Wilde, Bram Stoker, James Joyce und U2.
  • Vom weltbekannten Guinness Storehaus bis hin zum Book of Kells im Trinity College ist Dublin gespickt mit Geschichte. Die O'Connell Street erinnert mit zahlreichen Denkmälern an den irischen Unabhängigkeitskampf.
  • Mit mehr als 50.000 Sitzplätzen ist die Dublin Arena seit 2010 die Heimstätte der irischen Nationalmannschaften im Fußball und Rugby. 2011 fand hier das rein portugiesische Endspiel der UEFA Europa League statt: Radamel Falcao schoss das Siegtor für Porto gegen Braga.

Glasgow

Spiele: 3 Spiele in Gruppe D (15., 19., 23. Juni), Achtelfinale (30. Juni)

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  • Glasgow ist die größte Stadt Schottlands und die drittgrößte im Vereinigten Königreich und war Schauplatz des ersten Längerspiels überhaupt: 1872 spielten Schottland und England hier 0:0. Die Stadt liegt ungefähr 70 km von der schottischen Hauptstadt Edinburgh entfernt.
  • Die City Chambers am George Square lassen an den Reichtum und das Prestige der Stadt erinnern, die sie in Zeiten des britischen Weltreichs innehatte. Der botanische Garten ist im viktorianischen Kelvingrove Park im Westen der Stadt.
  • Von 1908 bis 1950 war der Hampden Park das größte Stadion der Welt – 1937 waren bei einem Spiel von Schottland gegen England 149.415 Zuschauer dabei. Die Stadtklubs Celtic und Rangers haben beide ihre eigenen Stadien, der Hampden Park ist die Heimstätte der schottischen Nationalmannschaft und der Amateurmannschaft Queens Park.

Kopenhagen

Spiele: Spiele in Gruppe B (13., 18., 22. Juni), Achtelfinale (29. Juni)

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  • Kopenhagen gilt als eine der glücklichsten Städte der Welt. Ihre Einwohner sind gerne mit dem Fahrrad unterwegs– über die Hälfte der Kopenhagener schwingt sich jeden Tag aufs Rad. Durch die Øresund-Brücke ist die Stadt mit der schwedischen Stadt Malmö verbunden, die auch durch die skandinavische Krimi-Show “Die Brücke” internationale Bekanntheit erlangte.
  • Der Tivoli ist nur wenige Minuten vom Hauptbahnhof entfernt – in diesem Freizeitpark gibt es exotische Architektur, historische Gebäude, gedeihende Gärten und nostalgische Karusselle zu genießen, die schon Hans Christian Andersen gefielen. Nachts ist er besonders schön.
  • Das Parken Stadion ist mit knapp über 38.000 Sitzplätzen das größte Fußballstadion Dänemarks und die Heimstätte vom FC Kopenhagen und der dänischen Nationalmannschaft. 1994 fand hier das Finale des Pokals der Pokalsieger statt, sechs Jahre später folgte das Endspiel des UEFA-Pokals – beide Male war Arsenal dabei.

London

Spiele: 3 Spiele in Gruppe D (14., 19., 23. Juni), Achtelfinale (27. Juni), Halbfinale (7., 8. Juli), Finale (12. Juli)

 
 
  • London ist mit ca. 31,2 Mio. Touristen pro Jahr die am meisten besuchte Stadt der Welt – und hat selber fast 9 Millionen Einwohner. Außerdem ist sie die Heimat der Queen, von Charles Dickens, und die Geburtsstätte des Punk Rock. Außerdem ist London die einzige Stadt, in der die Olympischen Spiele dreimal stattfanden: 1908, 1948 und 2012.
  • Westminster Abbey, St Paul’s Cathedral, der Tower Of London und der Buckingham Palace, das British Museum und die National Gallery, der Trafalgar Square – Sehenswürdigkeiten gibt es hier in Hülle und Fülle, aber Gleis 9¾ im Bahnhof King’s Cross ist inzwischen vielleicht das Highlight.
  • Wembley ist das größte Stadion im Vereinigten Königreich und der Spielort der englischen Nationalmannschaft. Seit der Neueröffnung 2007 zählt Wembley mehr als 21 Mio. Besucher. Das alte Wembley-Stadion eröffnete ursprünglich 1924 und war für seine “Twin Towers” (Zwillingstürme) bekannt – die neue Version ziert ein riesiger Bogen.

München

Spiele: 3 Spiele in Gruppe F (16., 20., 24. Juni), Viertelfinale (3. Juli)

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  • München ist die Heimat weltbekannter Orchester und Museen, wie zum Beispiel den drei Pinakotheken, sowie Unternehmen wie Siemens, BMW und natürlich Bayern München. Außerdem feiert man in München natürlich alljährlich das Oktoberfest, in dem die Region mit der ganzen Welt zusammenkommt.
  • Hinter der Universität erstreckt sich der Englische Garten in den Norden der Stadt. Er ist 375 Hektar groß und somit größter als der Central Park in New York, aber auch der alte Olympiapark, in dem die Olympischen Spiele 1972 stattfanden, ist immer einen Besuch wert.
  • Die Fußballarena München wurde im April 2005 fertiggestellt und war Schauplatz mehrerer Spiele bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2006. Außerdem ist sie natürlich die Heimstätte des FC Bayern und bietet dort Platz für 70.000 Fans. An klaren Abenden kann man sie Arena von den Alpen sehen – und die Berge vom Stadion aus.

Rom

Spiele: 3 Spiele in Gruppe A (12., 17., 21. Juni), Viertelfinale (4. Juli)

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  • In Rom liegen eine der am häufigsten besuchten Attraktionen der Welt, wie die Sixtinische Kapelle, der Trevi-Brunnen, das Castel Sant’Angelo, das Forum Romanum und natürlich das Kolosseum. Rom ist auch als Caput Mundi (Hauptstadt der Welt) und Ewige Stadt bekannt.
  • Vom Kolosseum über die Vatikanischen Museen, den Petersdom, den Trevi-Brunnen und die Spanische Treppe bis hin zum Pantheon gibt es in Rom zahlreiche architektonische Meisterwerke. Neben den ganzen alten Bauwerken gibt es auch Modernes – wie zum Beispiel das Auditorium Parco della Musica.
  • Die Roma und Lazio teilen sich das Olimpico in Rom, das seit seiner ursprünglichen Eröffnung 1953 mehrfach modernisiert wurde. Viermal fanden hier Europapokal-Endspiele statt, außerdem war es Gastgeber der Olympischen Spiele 1960, der Endspiele der EURO 1968 und der WM 1990, und natürlich zahlreicher Spiele der italienischen Nationalmannschaft.

Sankt Petersburg

Spiele: 3 Spiele in Gruppe C (13., 17., 22. Juni), Viertelfinale (3. Juli)

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  • Nach Moskau ist St. Petersburg die russische Stadt mit den meisten Einwohnern. Weil es hier ein Netzwerk eleganter Kanäle mit 342 Brücken gibt, ist die Stadt auch als “Venedig des Nordens” bekannt. Außerdem wird sie für ihre weißen Nächte gefeiert – die lauen Sommerabende, an denen die Sonne nie vollständig untergeht.
  • Die Eremitage wurde 1764 von Katharina der Großen gegründet und ist Heimat von mehr als 3 Millionen Kunstwerken und kultureller Artefakte – in den 360 Räumen wird nur ein Bruchteil davon ausgestellt. Es besteht aus fünf Gebäuden, das berühmteste ist der Winterpalast.
  • Seit April 2017 ist das Sankt Petersburg Stadion die Heimstätte von Zenit. Bei der WM 2018 fanden hier sieben Spiele statt. Die Arena wurde vom japanischen Architekten Kisho Kurokawa designt, dessen Vision ein Raumschiff war, das dort an der Küste landet.
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