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Casillas und Buffon im direkten Duell

UEFA.com stellt Ihnen die beiden Finaltorhüter - Gianluigi Buffon und Iker Casillas - etwas näher vor und vergleicht Stärken und Schwächen der beiden Kapitäne.

Gianluigi Buffon (rechts) und Iker Casillas nach dem Gruppenspiel
Gianluigi Buffon (rechts) und Iker Casillas nach dem Gruppenspiel ©AFP/Getty Images

Erst zum zweiten Mal in der Fußball-Geschichte werden am Sonntag zwei Torhüter ihre Teams als Kapitäne in ein großes Finale auf den Platz führen. Bei der FIFA-WM 1934 waren es in Rom Gianpiero Combi aus Italien und František Plánička aus der Tschechoslowakei, damals die wohl besten Torhüter ihrer Zeit. Fast 80 Jahre später tun es ihnen Gianluigi Buffon und Iker Casillas in Kyiw nach - UEFA.com stellt die zwei Weltklassekeeper gegenüber.

Status
Buffon: Buffon ist einer der populärsten Sportler Italiens, seit er als 17-Jähriger sein Debüt in der Serie A für Parma FC gegen den AC Milan feierte. Seit gut 15 Jahren steht er nun im Tor der Nationalmannschaft, 2006 gewann er mit Italien die WM, am Sonntag könnte er seine Karriere in seinem 120. Länderspiel mit seinem ersten EURO-Titel krönen. Gigi ist ein Siegertyp, eine Führungspersönlichkeit und ein ausgesprochen intelligenter Vertreter seiner Zunft.

Casillas: Man muss nicht seinen Spitznamen San Iker (Heiliger Iker) zitieren, um eine Ahnung davon zu haben, wie sehr er von den Fans von Real Madrid CF und der spanischen Nationalmannschaft verehrt wird. Er ist ein Bindeglied in einer traditionell gespaltenen Nationalelf, in der die Spieler der Erzrivalen von Real und dem FC Barcelona den Ton angeben. Seine Autorität und Ausstrahlung haben viel zum Erfolg der La Roja beigetragen - und natürlich seine sensationellen Künste als Ballfänger.

Führungsqualitäten
Buffon: Buffon beim Singer der Nationalhymne zuzusehen, ist ein Ereignis für sich. Voller Leidenschaft schmettert er mit geschlossenen Augen "Inno di Mameli" mit. Mit dem Anpfiff kommandiert er seine Vorderleute mit einer Stimme, die auch bis in die obersten Zuschauerränge zu hören ist. Verschläft einer seiner Abwehrspieler eine gefährliche Situation, nimmt ihn sich Buffon gnadenlos zur Brust, gleichzeitig ermuntert und motiviert er seine Teamkollegen 90 Minuten oder länger mit großer Vehemenz. Er ist ohne Zweifel der Kopf der Azzurri.

Casillas: Er geht stets mit gutem Beispiel voran und betritt den Trainingsplatz als Erster und verlässt ihn als Letzter. Casillas, privat ein eher stiller Typ, verweigert oft ihm vom Trainer gegebene freie Tage und ist ein geradezu manischer Perfektionist. Als der Streit zwischen Real- und Barcelona-Spielern auch in der Nationalelf zu eskalieren drohte, war er es, der mit Xavi Hernández und Trainer Vicente del Bosque für ein reinigendes Gewitter sorgte.

Siegermentalität
Buffon: Er gewann in seiner Karriere dreimal die Meisterschaft in der Serie A, einmal den UEFA-Pokal und die WM, dazu absolvierte er 59 Spiele in der UEFA Champions League. Sollte es noch Fragen zu seiner Mentalität geben, muss man sich nur die makellosen Auftritte bei der UEFA EURO 2012 ansehen.

Casillas: Er feierte 2000 sein Debüt in der Nationalmannschaft, nur zwei Wochen nach seinem 19. Geburtstag, unter dem damaligen Nationaltrainer José Antonio Camacho. Camacho lobte damals seine unglaubliche Kaltblütigkeit in Stresssituationen und seine unnachahmlichen Qualitäten im Eins-gegen-Eins-Duell mit den gegnerischen Stürmern. Daran hat sich bis heute auch nach 136 Länderspielen nichts geändert.

Casillas über Buffon
Gigi ist eine große Persönlichkeit; ein Vorbild für uns alle. In der Fußballwelt genießt er längst Legendenstatus. Für mich war er stets ein Vorbild, schon in den frühen Jahren meiner Laufbahn. Er hat seine Karriere sehr früh begonnen. Er ist nur drei Jahre älter als ich, aber er hat schon sehr früh große Erfolge gefeiert. Er gehört jetzt seit gut zehn Jahren zu den drei bis fünf besten Torhütern der Welt. Die anderen Namen kommen und gehen, aber er ist immer ganz vorne dabei.

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