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Mannschaft des Turniers der EURO 1964

Angeführt von Spielmacher Luis Suárez schafften es fünf weitere spanische Europameister in die Elf des Turniers.

Verteidiger Amancio Amaro war einer von sechs Spaniern in der Mannschaft des Turniers 1964
Verteidiger Amancio Amaro war einer von sechs Spaniern in der Mannschaft des Turniers 1964 ©Getty Images

TORHÜTER

Lev Yashin (UdSSR)
Er gilt als einer der besten Torhüter, den die Welt je gesehen hat. Zudem war er der einzige Torwart, der jemals den Ballon d'Or gewinnen konnte. Yashin wurde 1963 zum Weltfußballer ausgezeichnet, nachdem er mit dem FC Dinamo Moskva - dem einzigen Verein seiner Karriere - die sechste sowjetische Meisterschaft feierte. Bekannt für seine schwarzen Outfits beeindruckte er mit seinem selbstbewussten Auftreten und enormer Beweglichkeit. Beim Gewinn der UEFA-Europameisterschaft 1960 lieferte er seine besten Spiele gegen die Tschechoslowakei und Jugoslawien ab. In und außerhalb Russlands war die Betroffenheit groß, als Yashin im Jahre 1990 verstarb.

ABWEHR

Feliciano Rivilla (Spanien)
Rechtsverteidiger Rivilla stand außer beim Hinspiel in der ersten Runde, als Spanien mit 6:0 gegen Rumänien gewann, in jedem Spiel auf dem Platz. Zwei Jahre zuvor hatte er mit Atlético Madrid den Pokal der Pokalsieger gewonnen, zudem nahm er an den FIFA-Weltmeisterschaften 1962 und 1966 teil. Nach 356 Spielen für Atlético und 26 Nationalmannschaftseinsätzen beendete er seine Karriere im Jahre 1968. Er starb 2017.

Dezsö Novák (Ungarn)
Novák ist der erfolgreichste Olympionike, den der Fußball je hervorgebracht hat. Nach dem Gewinn der Bronzemedaille 1960 holte er bei den Olympischen Spielen 1964 und 1968 jeweils Gold. Doch mit Ungarn feierte er noch weitere Erfolge. Der Verteidiger von Ferencváros verhalf seiner Nationalmannschaft zum dritten Platz bei der UEFA-Europameisterschaft 1964, als er im kleinen Endspiel gegen Dänemark zwei Treffer in der Verlängerung markierte. Insgesamt 15 Jahre lang war er für Ferencváros aktiv, zudem übernahm er in den folgenden drei Jahrzehnten drei Mal das Traineramt bei seinem Heimatverein. Er starb 2014.

Ignacio Zoco (Spanien)
Zoco, der in einer ländlichen Gegend am Fuße der Pyrenäen aufwuchs, sollte in einer großen Stadt zu Ruhm kommen. Zwischen 1962 und 1974 spielte er 538 Mal für Real Madrid und holte in der Zeit sieben spanische Meistertitel. Zudem gehörte er der so genannten "Yé-Yé-Mannschaft" an, die 1966 den Pokal der europäischen Meistervereine einfuhr. Der Gewinn der UEFA-Europameisterschaft 1964 war für ihn eine ganz besondere Angelegenheit, schließlich fand das Endspiel in seinem Heimatstadion, dem Santiago Bernabéu, statt. Zwei Jahre später absolvierte er alle drei Spiele für Spanien bei der FIFA-Weltmeisterschaft. Er starb 2015.

Ferran Olivella (Spanien)
Auch wenn er insgesamt nur 18 Länderspiele für Spanien bestritt, Olivella hatte bei der EM 1964 die große Ehre, den Pokal in Empfang zu nehmen. Der Akteur vom FC Barcelona war Spaniens Kapitän und bekannt für Disziplin sowie Autorität. Der gebürtige Katalane verbrachte seine komplette Karriere bei Barcelona und bestritt für den Klub zwischen 1956 und 1969 insgesamt 513 Einsätze.

MITELFELD

Amancio Amaro (Spanien)
Der Galizier Amaro wechselte im Alter von 22 Jahren zu Real Madrid und gehörte nach der Ära von Di Stefano/Puskás zu den Stars des Vereins. Der trickreiche, offensiv ausgerichtete Mittelfeldspieler gewann mit den Königlichen neun spanische Meisterschaften und erzielte beim 2:1-Endspielsieg gegen Partizan im Pokal der europäischen Meistervereine 1966 einen Treffer. Seinen größten Triumph sollte er aber bereits zwei Jahre zuvor mit Spanien bei der EM 1964 feiern. Im Halbfinale markierte er dabei während der Verlängerung den Siegtreffer gegen Ungarn. Amancio, der auch an der WM 1966 teilnahm, erzielte elf Tore in 42 Länderspielen.

Valentin Ivanov (UdSSR)
Ivanov wurde oft als hängende Spitze eingesetzt. Dank seiner Schnelligkeit und guten Technik bereitete er viele Tore vor, zeichnete sich aber auch oft selbst als Torschütze aus. Mit Torpedo Moskau gewann er zwei Mal den sowjetischen Titel, zudem erzielte er 26 Tore in 59 Länderspielen für die UdSSR. Vier Treffer davon gelangen ihm bei der FIFA-Weltmeisterschaft 1962 und er wurde damit geteilter Toptorjäger des Turniers. Bei der allerersten UEFA-Europameisterschaft im Jahre 1960 gewann er mit der UdSSR den Titel, vier Jahre später gelang ihm nochmals der Finaleinzug. Nach seiner aktiven Karriere war er insgesamt vier Mal Trainer von Torpedo und holte mit ihnen eine Meisterschaft und zwei Pokalsiege. Er starb 2011.

Luis Suárez
Luis Suárez

Luis Suárez (Spanien)
Suárez, der bei Inter Mailand spielte, war im Endspiel der UEFA-Europameisterschaft 1964 gegen die UdSSR unumstritten der beste Akteur auf dem Platz. Nachdem er wenige Wochen zuvor bereits Inter zum 3:1-Finaltriumph im Pokal der europäischen Meistervereine gegen Real Madrid geführt hatte, lieferte er gegen die UdSSR eine brillante Vorstellung ab. Ausgezeichnet mit dem Ballon d'Or im Jahre 1960, dauerte seine Nationalmannschaftskarriere insgesamt 15 Jahre. Der Denker und Lenker des damaligen Teams war 1990 Trainer der Spanier bei der FIFA-WM.

ANGRIFF

Ferenc Bene (Ungarn)
Bene steuerte sowohl im Halbfinale als auch im Spiel um den dritten Platz bei der UEFA-Europameisterschaft 1964 einen Treffer bei. Zuvor hatte er bereits im Hin- und Rückspiel gegen die DDR getroffen und ein Tor im Viertelfinale gegen Frankreich markiert. Im Sommer wurde er bei den Olympischen Spielen Torschützenkönig und markierte im Endspiel gegen die Tschechoslowakei sein letztes von zwölf Toren. In 76 Partien erzielte er für Ungarn 36 Tore, zudem traf er auch 302 Mal in 418 Auftritten für seinen Verein Újpesti. Bene verstarb 2006.

Jesús María Pereda (Spanien)
Pereda hatte maßgeblichen Anteil an Spaniens Siegeszug bei der UEFA-Europameisterschaft 1964. Sowohl im Halbfinale gegen Ungarn als auch im Endspiel gegen die Sowjetunion sorgte er für den ersten Treffer. Im Finale bereitete er zudem das Siegtor von Marcelino Martínez vor. Für ihn war es eine gelungene Rückkehr ins Santiago Bernabéu, nachdem er Real Madrid verlassen hatte, um beim Erzrivalen Barcelona zum Star zu werden. Trotz seiner tollen Auftritte bei der UEFA-EM 1964 war seine Nationalmannschaftskarriere mit 15 Länderspielen eher überschaubar. Er starb 2011.

Flórián Albert (Ungarn) 
Albert, der als Tormaschine und für seine fußballerische Eleganz bekannt war, verbrachte seine ganze Karriere bei Ferencváros. Im Jahre 1967 wurde er zu Europas Fußballer des Jahres gewählt. Im Alter von 20 Jahren teilte sich Albert bei der FIFA-Weltmeisterschaft 1962 die Torjägerkrone und auch wenn er bei der UEFA-Europameisterschaft ohne Tor blieb, war er für Ungarn dennoch ein Leistungsträger beim Erreichen des Halbfinals. Mit  Ferencváros gewann er vor seinem Karriereende im Jahre 1974 vier Mal die ungarische Meisterschaft. Er starb 2011.