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Bilić schafft lockere Atmosphäre

Es ist selten, dass ein Abwehrspieler beichtet, Schwächen bei der Defensivarbeit zu haben. Doch Kroatiens Danijel Pranjić weiß, dass sein Trainer hinter ihm steht.

Danijel Pranjić (Kroatien) und Philipp Lahm (Deutschland) in Aktion
Danijel Pranjić (Kroatien) und Philipp Lahm (Deutschland) in Aktion ©Getty Images

Es geschieht nicht oft, dass ein Abwehrspieler internationaler Klasse beichtet, Schwächen bei der Defensivarbeit zu haben. Doch Kroatiens Linksverteidiger Danijel Pranjić weiß, dass sein Trainer ihm immer vertraut.

Ungewohnte Position
"Es ist nicht die Position, die ich normalerweise spiele, denn eigentlich spiele ich im Mittelfeld", sagte er über seine Rolle beim niederländischen Verein SC Heerenveen. "Meine Stärke ist es, mit nach vorn zu gehen. Ich bin nicht wirklich ein guter Verteidiger und manchmal habe ich bei hohen Bällen Probleme, deshalb werde ich versuchen, noch mehr zu attackieren." Es ist eine außergewöhnliche Aufstellung, die von den Journalisten nach dem wenig überzeugenden Auftakt gegen Österreich auch kritisiert wurde. Aber Trainer Slaven Bilić ignorierte dies einfach und ließ Pranjić gegen Deutschland erneut auf der ungewohnten Position auflaufen, und der rechtfertigte seine Aufstellung durch die Vorlage zum Führungstreffer von Darijo Srna.

"Vielmehr ein guter Kumpel"
"Bilić ist für uns sehr wichtig", ergänzte der 22-Jährige. "Er war lange genug selbst Spieler, um alles über Fußball zu wissen. Für uns Spieler ist er wie ein guter Freund. Nach dem Spiel gegen Österreich gab es Kritik an meinem Spiel, und er sprach viel mit mir. Er hat mir geholfen, und im zweiten Spiel war ich schon um einiges besser." Bilić ist bekannt dafür, eine lockere Atmosphäre im Team zu schaffen, wodurch Spieler wie Pranjić nach außen offen auftreten, was wohl eine der größten Stärken der Kroaten ist. "Er ist Teil der Mannschaft, und wir wollen die EURO gemeinsam gewinnen", sagte der linke Außenverteidiger. "Er ist vielmehr ein guter Kumpel. Es gibt Momente, da ist er voll und ganz Trainer, und es gibt Momente, da ist er ein guter Freund. Aber er hat vor uns noch nie Gitarre gespielt, vielleicht ja vor dem Viertelfinale."

"Ein ganz spezielles Gefühl"