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Beenhakker glaubt an das Wunder

Nationaltrainer Leo Beenhakker versucht, Polen "durch die Hintertür" in die Runde der letzten Acht zu führen. Dazu müssen sie am Montag Kroatien besiegen.

Polens Nationaltrainer Leo Beenhakker
Polens Nationaltrainer Leo Beenhakker ©Getty Images

Trainer Leo Beenhakker hofft, dass Polen "durch die Hintertür" doch noch das Viertelfinale der UEFA EURO 2008™ erreichen kann, wenn es am Montag in Klagenfurt gegen Kroatien um den zweiten Platz in der Gruppe B geht.

"Fokus auf unserem Spiel"
Polen muss die Männer von Slaven Bilić im Wörthersee Stadion schlagen, wenn sie noch eine Chance auf das Viertelfinale haben wollen. Während Kroatien bereits als Gruppensieger feststeht, liegen die Männer von Beenhakker mit nur einem Punkt auf Platz vier. Falls Deutschland in Wien gegen Österreich nicht verliert, sind die Polen unabhängig von ihrem Ergebnis ausgeschieden. Beenhakker wurde philosophisch, als er nach den Aussichten der Polen gefragt wurde: "Wir müssen uns auf unser Spiel konzentrieren", sagte der Niederländer. "Wir können das Geschehen in Wien nicht beeinflussen. Alles, was ich tun kann, ist meine Spieler auf das Spiel gegen Kroatien vorzubereiten. Der Fokus liegt auf unserem Spiel, danach hoffen wir, dass die Dinge so laufen, dass wir uns doch noch durch die Hintertür qualifizieren können."
 
Wechsel erwartet
Es ist das erste Aufeinandertreffen dieser Länder bei einem Turnier. Beenhakker erwartet, dass einige kroatische Spieler von Bilić geschont werden, aber der 65-Jährige glaubt nicht, dass es für die Polen deshalb einfacher wird. "Kroatien hat eine ganz eigene Spielphilosophie, die wird sich auch nicht ändern, wenn einige Spieler ausgetauscht werden", sagte er. "Die Positionen und Aufgaben bleiben identisch, sie werden nur von anderen Spielern bekleidet und ausgeführt. Ich bin davon überzeugt, dass wir unsere Hausaufgaben gemacht haben und alle 23 Spieler einschätzen können." Erneut muss Beenhakker auf seinen Kapitän Maciej Żurawski verzichten, der sich gegen Deutschland verletzt hat. Marek Saganowski wird ihn ersetzen.

"Serie fortsetzen"
Kroatien kann das Turnier bisher genießen. Nach dem 1:0-Sieg im ersten Spiel gegen Österreich folgte der überraschende 2:1-Triumph gegen Deutschland. Diese Ergebnisse führten dazu, dass sie mit sechs Punkten uneinholbar an der Spitze der Gruppe B liegen und schon sicher im Viertelfinale sind. Bilić geht davon aus, dass es in seiner Startaufstellung einige Änderungen geben wird, weist aber darauf hin, dass alle seine Spieler sehr motiviert sind. "Wir können das Spiel kaum erwarten. Unser Gegner ist eine starke Mannschaft, aber wir wollen unsere Serie fortsetzen und weiterhin gut spielen", sagte der 39-Jährige. Die kroatischen Spieler werden mit einem Trauerflor auflaufen. Sie zeigen damit ihre Betroffenheit über den Tod eines 19-jährigen Fans, der im Vorfeld des Spiels gegen Deutschland tragisch ums Leben kam.

Kroatien mit Selbstvertrauen
Bilić weist die Vorwürfe, eine schwächere Mannschaft aufzustellen, von sich. Zwar blickt er schon voraus auf das Viertelfinale, aber er traut seinem gesamten Kader eine gute Leistung zu. "Das wird keine Reserveelf sein", sagt er. "Wir haben 23 Spieler, und es gibt keine erste oder zweite Mannschaft. Ich habe keine Zweifel, dass meine Spieler die Polen schlagen können, egal welche. Ich habe großen Respekt vor den Polen, aber ich habe auch großes Vertrauen in meine Spieler."