Bale wandelt in vielversprechenden Spuren

Wales-Angreifer Gareth Bale hat als erst siebter Spieler in allen drei Partien der EURO-Gruppenphase getroffen - wir werfen einen Blick darauf, ob dies bislang ein gutes Omen war.

Alan Shearer feiert seinen Treffer gegen die Schweiz im Eröffnungsspiel der EURO '96
©Getty Images

Gareth Bale hat mit seinem späten Treffer gegen Russland zum 3:0-Erfolg seiner Waliser auch im dritten Gruppenspiel einen eigenen Treffer bejubeln dürfen. Zuvor war er bereits gegen die Slowakei und England per Freistoß erfolgreich.

Dieses Kunststück gelang bislang erst sechs anderen Spielern in einer EURO-Gruppenphase. Wir werfen einen Blick darauf, was auf die Treffsicherheit in der Gruppenphase folgte und wie entsprechend die Chancen auf den adidas Goldenen Schuh stehen.

Michel Platini, 1984
Frankreichs Mittelfeldass traf in der Vorrunde spät gegen Dänemark zum Sieg und ließ in den folgenden Partien gegen Belgien und Jugoslawien jeweils drei Treffer folgen.

Was passierte dann?
Im Halbfinale besorgte Platini in der letzten Minute der Verlängerung den Siegtreffer gegen Portugal und traf auch im Endspiel beim 2:0 gegen Spanien mit seinem neunten Treffer. Kein anderer Spieler konnte mit dieser Treffsicherheit mithalten.

Hristo Stoichkov, 1996
Nachdem er in der Qualifikation zehn Treffer erzielt hatte, ruhten die Hoffnungen der Bulgaren in einer Gruppe mit Spanien und Frankreich auf Stoichkov. Das Ergebnis war ein Treffer bei 1:1 gegen Spanien, der Siegtreffer beim 1:0 gegen Rumänien und das einzige Tor der Bulgaren beim 1:3 gegen Frankreich.

Was passierte dann?
Trotz der Treffsicherheit von Stoichkov reichte es am Ende nicht zum Weiterkommen. Mit seinen drei Treffern war er am Ende geteilter zweitbester Torschütze des Turniers.

Alan Shearer, 1996
Shearer zeigte sich bei dieser Endrunde äußerst treffsicher und war in den ersten beiden Spielen gegen die Schweiz und Schottland jeweils einmal zur Stelle. Im letzten Gruppenspiel gegen die Niederlande traf er gleich doppelt.

Was passierte dann?
Im Viertelfinale traf Shearer gegen Spanien erst im Elfmeterschießen und hatte so seinen Anteil am Einzug ins Halbfinale, wo man an Deutschland im Elfmeterschießen scheiterte. Allerdings erzielte Shearer gegen die DFB-Elf einen Treffer und sicherte sich am Ende mit fünf Toren den Goldenen Schuh.

Savo Milošević, 2000
Der Angreifer war im ersten Spiel der Jugoslawen gegen Slowenien beim 3:3 doppelt zur Stelle und ließ gegen Norwegen (1:0) sowie Spanien (3:4) jeweils einen Treffer folgen.

Was passierte dann?
Im Viertelfinale hatten die Jugoslawen gegen die Niederlande beim 1:6 keine Chance, aber immerhin erzielte Milošević den Ehrentreffer und gewann am Ende zusammen mit Patrick Kluivert den Goldenen Schuh.

Ruud van Nistelrooy, 2004
Bei seiner ersten großen Endrunde traf der Niederländer zum Start beim 1:1 gegen Deutschland und beim 2:3 gegen die Tschechen jeweils einmal. Es folgten zwei Treffer beim 3:0 gegen Lettland.

Was passierte dann?
Van Nistelrooy traf im Viertelfinale im Elfmeterschießen gegen Schweden und blieb auch beim Halbfinalaus gegen Portugal (1:2) ohne Treffer in der regulären Spielzeit. Am Ende war er geteilter zweitbester Torschütze.

Milan Baroš, 2004
Der tschechische Angreifer war eine der großen Überraschungen der Endrunde in Portugal. Er erzielte seine Treffer in der Gruppenphase allesamt zwischen der 70. und 80. Minute. Dabei reichte es gegen Lettland (1:0), die Niederlande (3:2) und Deutschland (2:1) jeweils zum Sieg.

Was passierte dann?
Baroš traf im Viertelfinale gegen Dänemark doppelt und schoss die Tschechen so ins Halbfinale gegen Griechenland, wo allerdings Endstation war. Am Ende standen fünf Treffer und damit der Goldene Schuh zu Buche.

Oben