Leistungssteigerung muss her

Drei Mal kann der Schweizer Nationaltrainer Vladimir Petković mit seinem Team vor dem EURO-Auftakt noch testen, nach der Irland-Pleite kommt dem Duell mit Bosnien am Dienstag eine besondere Bedeutung zu.

Auch Breel Embolo konnte sich in Irland kaum einmal durchsetzen
©Getty Images

Eine völlig verschlafene erste und eine recht ordentliche zweite Hälfte reichte dem Team von Nationalcoach Vladimir Petković am Freitag in Irland nicht zu einem Punktgewinn, das will die Schweiz nun gegen Bosnien-Herzegowina in Zürich besser machen.

Verzichten muss die Nati bei diesem Unterfangen erneut auf Xherdan Shaqiri wegen dessen muskulärer Probleme im Oberschenkel. Gute Nachrichten gibt es allerdings auch, Captain Stephan Lichtsteiner steht im im Letzigrund wieder zur Verfügung, der Juventus-Verteidiger war in Dublin wegen Wadenproblemen noch geschont worden.

Die Spieler selbst nahmen die blutleere Vorstellung in Irland übrigens erstaunlich gelassen, "ab und an etwas zu kompliziert", habe man gespielt, befand Verteidiger Timm Klose und Ersatz-Captain Valon Behrami meinte: "Das ist doch keine Katastrophe."

Etwas härter ins Gericht ging da schon der Nationalcoach, der als einziger Klartext sprach: "Ein bisschen verärgert bin ich schon. Die Leistung hat nicht gestimmt, wir waren etwas halbherzig auf dem Platz. Es genügte nicht, was wir diesmal geboten haben."

Die Gründe dafür liegen auf der Hand, meint Lichtsteiner: "Es ist nun mal nicht einfach, sich nach drei Monaten wieder zu treffen und nach drei, vier Trainings zusammenzuspielen", sagte er. "Das wird im Sommer anders sein, wenn wir in der Vorbereitung zwei Wochen täglich zusammengearbeitet haben. Für das sind Testspiele da."

Trotzdem fordert sein Coach schon jetzt für das erste Länderspielduell mit den Bosniern eine "Reaktion" und erklärte: "Gegen Bosnien muss alles besser werden. Angefangen mit dem Resultat. Und mit dem Resultat auch die allgemeine Leistung der Mannschaft." Doch dies, so Petković, werde nur klappen, "wenn wir eine gewisse Steigerung an Charakter zeigen".

Lichtsteiner hat die Botschaft wohl verstanden, er versprach daraufhin: "Wir sind genug gut, wir sind professionell genug, am Dienstag ein besseres Spiel zu machen."

 

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