Islambek Kuat: Freund der Türkei in Kasachstan

"Ich werde die Türkei in Frankreich anfeuern", so der kasachische Mittelfeldspieler Islambek Kuat, nachdem sein Tor dazu beigetragen hatte, dass Fatih Terims Team zur UEFA EURO 2016 fahren wird.

Islambek Kuat mit einigen türkischen Fans bei einem Kairat-Spiel
©Madiyar Zhumabayev

Innerhalb von drei Monaten hat es Islambek Kuat von Kairat Almatys zweiter Mannschaft zum gefeiertsten Fußballer Kasachstans gebracht.

Der 22-jährige Mittelfeldspieler wird in seinem Heimatland als großes Talent angesehen, ist jetzt jedoch vor allem in der Türkei ein gefragter Mann, nachdem sein Siegtreffer gegen Lettland dafür gesorgt hatte, dass Fatih Terims Mannschaft als bester Gruppendritter zur UEFA EURO 2016 fahren wird.

"Ich weiß nicht, wie sie an meine Nummer gekommen sind, aber viele türkische Fans haben mich in den Tagen danach angerufen und nach Istanbul eingeladen", erklärte Kuat gegenüber UEFA.com. "Sie wollten mir ihre Stadt zeigen und eine Art Party feiern. Ich musste wegen des engen Terminplans bei Kairat absagen. Es war ein wenig seltsam, aber jetzt verstehe ich, wie leidenschaftlich sie in Sachen Fußball sind."

In den Stunden nach dem Spiel ging es so hoch her, dass vorgeschlagen wurde, in Istanbul eine Straße nach Kuat zu benennen. Zudem versprachen in den sozialen Medien mehrere Fans, ihren Kindern den Namen Kuat zu geben – keine schlechte Idee, schließlich bedeutet Kuat Stärke oder Macht in der kasachischen Sprache.

"Sie haben mir alle für den Startplatz bei der EURO 2016 gedankt, als ob ich Lettland alleine besiegt hätte und nicht das ganze Team", sagte Kuat. "Um ehrlich zu sein, haben wir nie daran gedacht, der Türkei zu helfen. Wir wollten nur nicht Gruppenletzter werden. Aber jetzt – nach all diesen netten Worten – werde ich die Türkei in Frankreich anfeuern."

Und wie steht es mit einem Wechsel in die Türkei, wo immer noch eine große Party auf ihn wartet? Hat er bereits Anrufe von Klubs aus der Süper Lig erhalten? "Nein, es hat sich noch kein Verein gemeldet", erklärte er. "Aber ich habe große Ziele bei Kairat. Hier wartet viel Arbeit auf mich."

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