Return to Play: Die UEFA bereitet sich auf die sichere Rückkehr ihrer Elite-Wettbewerbe vor.

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Pehrsson will mit Estland angreifen

Magnus Pehrsson gab die UEFA EURO 2016 bei seiner Vorstellung als Estlands Trainer als Ziel aus, zwei Wochen später lautet die Devise: "Arbeiten, nicht träumen!"

Magnus Pehrsson will in Estland die Grundlagen für eine erfolgreiche Zukunft legen
Magnus Pehrsson will in Estland die Grundlagen für eine erfolgreiche Zukunft legen ©Getty Images

Schaffte es Estland 2012 noch in die Play-offs zur UEFA-Europameisterschaft, belegte man 2014 in der Qualifikation zur FIFA-WM nur den vorletzten Platz in der Gruppe. Für Tarmo Rüütli bedeutete dies nach sechs Jahren im Amt das Ende, während Magnus Pehrsson letzten Monat sein Nachfolger wurde.

Wie sah Ihre Arbeit seit Anfang Januar bislang aus?

Magnus Pehrsson: Ich habe versucht, zu verstehen, was in der Vergangenheit hier gemacht wurde. Ich muss ein klares Bild davon haben, wo wir im Moment stehen - danach kann ich Ziele für die Zukunft setzen. Ich habe jeden Tag gearbeitet, mir alte Spiele angesehen. Janno [Kivisild, der Assistenztrainer] hat Profile von Rund 40 Spielern vorbereitet, die für den Kader interessant sind.

Haben Sie nach den ersten gesammelten Eindrücken schon eine Idee, was Sie verändern wollen und welche Art von Fußball Sie anstreben?

Pehrsson: In meinem ersten Monat hier will ich zunächst mal das optimale Umfeld mit meinem Team schaffen. Die Spieler sollen sich hier wohlfühlen und motiviert sein. Es gibt immer Dinge, die man besser machen kann, aber zunächst sollte einmal alles abseits des Rasens perfekt sein.

Wenn dann die Spiele anstehen, werden wir auch an unserem Stil arbeiten. Ich habe natürlich gewisse Vorstellungen, aber man muss auch auf die Spieler schauen. Deshalb habe ich mir auch bei den alten Spielen nicht die Mannschaftsleistung angeschaut, sondern einzelne Spieler. Was ich aber sagen kann, dass wir uns bei Standards noch verbessern müssen.

Ist es für Estland ein Vorteil, dass bei der nächsten EURO anstatt 16 Mannschaften nun 24 Teams dabei sind?

Pehrsson: Natürlich erhöht das unsere Chancen, uns zu qualifizieren. Man darf davon gerne träumen, aber das wichtigste ist, dass wir einen guten Job machen, dann haben wir auch eine Chance. Das ist der einzige Punkt, über den ich mir Gedanken mache. Es wird immer Träume und Wünsche geben, aber ich muss nun arbeiten, nicht träumen!

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