Fünf Lehren aus Dortmund-Tottenham

Die Champions-League-Saison des BVB ist aus. UEFA.com-Reporter Matthias Rötters zieht fünf Lehren aus dem 0:1 gegen Tottenham.

Die UEFA-Champions-League-Saison des BVB ist vorbei. UEFA.com-Reporter Matthias Rötters zieht fünf Lehren aus der 0:1-Niederlage gegen Tottenham.

Toller Charakter
Das nahezu uneinholbare 0:3 im Hinspiel hätte so manchem Team schon vor dem Rückspiel "den Zahn gezogen". Nicht so Dortmund. Trainer Lucien Favre schickte alles auf den Platz, was Rang und Namen hat. Und das Team nahm die Marschroute des Trainers auf, spielte den englischen Tabellendritten bis zum Gegentor förmlich an die Wand. Kapitän Marco Reus erklärte: "Wir hatten sie gut im Griff, haben aber leider das Tor nicht gemacht." 

Nerven und fehlende Präzision
Das lag an zwei Dingen: Zum einen zeigte der BVB in so mancher Situation Nerven (Wolf, Alcácer). Zum anderen fehlte in den wichtigen Situationen die letzte Präzision (Alcácer, Weigl). Auch das ermöglichte es Spurs-Keeper Hugo Lloris, mit etlichen tollen Paraden zu einem der zwei Helden seines Teams zu werden.

Kein Mittel gegen Harry Kane
Der andere Held war wieder einmal Harry Kane. Der englische Nationalspieler erzielte im vierten Champions-League-Spiel gegen den BVB sein viertes Tor, sein 14. Tor in 17 Spielen in der Königsklasse und ist jetzt mit 24 Europapokal-Toren der beste Torschütze der Tottenham-Geschichte. BVB-Coach Lucien Favre analysiert: "Kane hat einfach alles, was man sich von einem Stürmer wünscht. Er ist ein Mann, der den Unterschied machen kann."

Hoffnungsträger Reus
Diesen machte auch Reus. Der BVB-Kapitän zeigte im zweiten Spiel nach seiner Oberschenkelverletzung einmal mehr, dass er das Herz seines Teams ist. Er arbeitete vorbildlich in beide Richtungen, organisierte und motivierte seine Mannschaft bis zu seiner Auswechslung - mit vollem Einsatz. Hoffentlich bleibt er gesund.

Der Titel ist drin
Dann ist auch der Meistertitel für den BVB in der Bundesliga drin. Auch wenn die Borussia nicht viel Selbstvertrauen aus dem Torlos-Spiel mitnehmen dürfte: Sie stellte Tottenham mindestens eine gesamte Halbzeit vor riesige Probleme und hat jetzt eine "Baustelle" weniger. Auch Marius Wolf blickt voraus: "Wir können uns jetzt voll auf die Meisterschaft konzentrieren. Das kann ein Vorteil im Titelkampf sein." 

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