Später Gegentreffer trübt Freude der Hoffenheimer Debütanten

Die TSG Hoffenheim holt beim Debüt in der Gruppenphase der UEFA Chamions League bei Shakhtar Donetsk einen Punkt. Die Stimmung schwankt zwischen Stolz und Ärger über den späten Ausgleich.

Julian Nagelsmann, Trainer Hoffenheim

Das Ergebnis geht aufgrund der letzten Viertelstunde in Ordnung. Wir haben bewusst tief verteidigt, um zu kontern. Das erste Tor war sehr gut von uns gespielt, aber wir hätten auch höher führen können. In der zweiten Hälfte hätten wir das Spiel entscheiden können, doch hinten raus hat uns der Zugriff gefehlt. Wir haben ein sehr rassiges, ordentliches Fußballspiel gesehen. Ich bin nicht unzufrieden mit unserem Auftritt.

Nico Schulz, Mittelfeldspieler Hoffenheim

Shakhtar hat uns in der Phase vor dem 2:2 über Außen sehr stark unter Druck gesetzt. Man hat gesehen, dass wir auf diesem Niveau unsere Chancen noch besser nutzen müssen, gerade gegen so eine erfahrene Mannschaft. Wir haben lange auf das Spiel gewartet und uns sehr auf das Spiel gefreut. Aber wenn man so lange führt, will man auch gewinnen, darum ist meine Stimmung jetzt nicht so überragend.

Florian Grillitsch, Mittelfeldspieler Hoffenheim

Florian Grillitsch bejubelt sein Tor zum 1:0 für Hoffenheim
Florian Grillitsch bejubelt sein Tor zum 1:0 für Hoffenheim©AFP/Getty Images

Vor meinem Tor ging alles ziemlich schnell. Ich habe den Ball in die Mitte gespielt, Leo Bittencourt hat zu mir durchgesteckt, dann habe ich nicht viel überlegt und den Ball gechippt, weil der Torwart früh unten war. Zum Glück hat es zum Tor gereicht, leider nicht zum Sieg. Man darf nicht vergessen, dass Donetsk ein super Gegner ist. Wir wollten die Räume eng machen in der Mitte und dann über Konter zu Chancen kommen. Das war vor allem in der ersten Hälfte auch recht gut. Am Ende sind etwas die Kräfte ausgegangen und wir dürfen uns über das Unentschieden nicht beklagen, wobei ich ein bisschen traurig bin, dass es nicht zu den drei Punkten gereicht hat.

Håvard Nordtveit, Abwehrspieler Hoffenheim

Klar kann man sich jetzt fragen, warum es nur ein Punkt geworden ist und nicht drei. Aber wir haben gut gespielt und Donetsk hat am Ende viel Druck gemacht, das waren harte Minuten nach dem 2:2. Aber im ersten Spiel auswärts bei so einem Gegner einen Punkt zu holen, ist ein gutes Ergebnis. Das ist einfach ein Traum für uns, in der Champions League dabei zu sein, das haben wir schon vor dem Spiel gesagt: Wir wollen erfolgreich sein, aber das Ganze auch genießen. Und mit dem Punkt können wir heute Nacht alle gut schlafen.

Paulo Fonseca, Trainer Shakhtar

Das Spiel heute hat bewiesen, dass Hoffenheim eine starke Mannschaft ist. Wir haben ein paar Fehler gemacht. Hoffenheim hatte viele gefährliche Kontersituationen.

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