Klopp: "Das ist nur der Auftakt"

Jürgen Klopp will mit seinem europäischen Champion "den nächsten Schritt machen und ein großes Zeichen setzen".

Jürgen Klopp hat endlich die Champions League gewonnen
Jürgen Klopp hat endlich die Champions League gewonnen ©AFP/Getty Images

Jürgen Klopps Prognose vor dem Spiel erwies sich als richtig - aller guten Dinge sind drei.

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Nachdem der Deutsche 2013 mit Borussia Dortmund und vor zwölf Monaten in Kiew dem Champions-League-Erfolg schon sehr nahe gekommen war, holte er sich am Samstagabend im Estadio Metropolitano beim 2:0-Sieg gegen Tottenham Hotspur endlich den Titel in der Königsklasse.

24 Stunden zuvor hatte Klopp noch darüber gescherzt, Weltrekordhalter im Gewinnen von Halbfinals zu sein. Es ist nicht nötig zu erwähnen, dass diese Siege in der Vorschlussrunde – so dramatisch sie auch gewesen sein mögen – nichts im Vergleich zu dem Sieg auf der größten europäischen Bühne sind.

"Unglaublich! Endlich! Endlich haben wir es geschafft", sagte er im Gespräch mit UEFA.com. "Ich freue mich für meine Spieler, unsere Fans, die Besitzer und meine Familie. Es war eine intensive Saison mit dem besten Ende, das ich mir vorstellen konnte."

Zugegeben, es war nicht der Tempofußball, wie wir ihn von Jürgen Klopps Mannschaft kennen. Nach der frühen Führung durch den Handelfmeter von Mohamed Salah mussten die Reds in der zweiten Halbzeit die ein oder andere knifflige Situation überstehen, bevor Divock Origi mit seinem späten Treffer den Schlusspunkt setzte und die schmerzhaften Erinnerungen von 2018 wohl für immer vertrieb.

"Ich könnte nicht stolzer sein", sagte Klopp. "Die Spieler verdienen so viel Anerkennung. Sie sind alle Champions-League-Sieger. Was auch immer in der Zukunft passiert, das kann ihnen niemand mehr nehmen."

"[Nach der letzten Saison] waren wir mutig genug, es erneut zu versuchen, [das Finale] zu erreichen. Wir mussten in den letzten Wochen all diese schwierigen Fragen beantworten und waren cool genug, den Job heute zu Ende zu bringen. Deshalb bin ich wirklich glücklich."

Kapitän Jordan Henderson – der nach Spielende Freudentränen vergoss – zollte seinem Trainer nach dem Sieg Anerkennung und erklärte, dass dieses aktuelle Kapitel in der ruhmreichen Europapokal-Geschichte des Klubs ohne den deutschen Trainer "unmöglich" gewesen wäre.

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"In einer Saison macht man harte Zeiten durch, aber was er geleistet hat, seit er gekommen ist, ist unglaublich", sagte Henderson. "Es gibt so einen großen Zusammenhalt; er hat eine besondere Atmosphäre in der Kabine kreiert. Alles Lob geht an den Trainer."

"Das ist der beste Moment meines Lebens. Davon habe ich schon als Kind geträumt. Jetzt müssen wir weitermachen", erklärte Henderson. Klopp schlug in die gleiche Kerbe.

"Das ist nur der Auftakt", sagte er. "In diesem Klub geht es ums Gewinnen. [Dieser Triumph ist] sehr wichtig, wie man sich vorstellen kann. Er hilft uns ungemein bei unserer Entwicklung. Jetzt können wir den nächsten Schritt machen und ein großes Zeichen setzen. Es ist fantastisch."

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