Antoine Griezmann: "Sehe mich in einer Schlüsselrolle"

Im Interview verrät Antoine Griezmann, was er am Trainerstil von Diego Simeone besonders schätzt.

©Getty Images

Unter Diego Simeone hat Atlético eine Spielweise entwickelt, die zwar anspruchsvoll ist, aber auch schon viel Erfolg eingebracht hat. Wie waren Ihre ersten Eindrücke, als Sie 2014 nach Madrid kamen?

Es war anders als das, was ich bei Real Sociedad erlebt hatte. Wir haben viel mehr Defensivarbeit verrichtet und taktisch gespielt. Ich musste das lernen. Also habe ich meine Mitspieler beobachtet und zugehört. Nach ein paar Monaten war ich Stammspieler.

Mit liegt diese Spielweise und ich versuche, den neuen Spielern dabei zu helfen. Uns bringt diese Art und Weise Erfolg und wir würden dies für nichts auf der Welt ändern.

Es ist ein Stil, der von den Stürmern viel Laufarbeit und Aufopferungsbereitschaft fordert...

Fünf Traumtore von Griemann
Fünf Traumtore von Griemann

Deshalb war es am Anfang auch so schwer, weil man sich erst daran gewöhnen muss. Ein Stürmer kann es sich hier nicht erlauben, nur vorne zu bleiben und auf den Ball zu warten. Jeder muss hart arbeiten, defensiv aushelfen und seinen Teil dazu beitragen, dass wir den Ball erobern.

Aber man findet schnell Freude daran. Es macht Spaß, den Ball zurückzuerobern, in die Zweikämpfe zu gehen und die zweiten Bälle zu attackieren. Man bekommt dadurch auch Selbstvertrauen.

Warum haben Sie sich entschieden, Ihren Vertrag bei Atlético zu verlängern?

Ich sehe mich bei diesem Projekt in einer Schlüsselrolle, was mir bei der Entscheidung sehr geholfen hat. Dazu kommt natürlich die Unterstützung des Trainers, des Vereins und meinen Teamkollegen. Ich weiß, dass ich hier ein wichtiger Spieler bin und will alles dafür tun, damit wir so weit wie möglich kommen.

Letztes Jahr hat Atlético die Europa League gewonnen. Was ist dieses Jahr in der Champions League möglich?

2014: Atlético siegt gegen Juventus
2014: Atlético siegt gegen Juventus

Wir haben Spieler, die bereits im Endspiel der Champions League, Europa League und der Weltmeisterschaft standen. Durch so wichtige Spiele und Momente haben wir einiges an Selbstvertrauen gesammelt und ich denke, in besonders wichtigen Momenten sind wir in der Lage, alles abzurufen.

Wir haben einige neue Gesichter im Team, aber die Eckpfeiler sind alle geblieben. Das wird uns helfen, weit zu kommen.

Atlético ist dieses Jahr Gastgeber des Champions-League-Endspiels. Denken Sie manchmal darüber nach, wie es wäre, das Finale im Estadio Metropolitano zu spielen?

Das verleiht uns und den Fans noch mehr Motivation. Es herrscht immer eine großartige Atmosphäre und genau das brauchen wir. Ein Heimspiel im Finale wäre für alle ein Fest. Aber der Weg dahin ist enorm schwer. Trotzdem werden wir unser Bestes geben. Wir werden alles in die Waagschale werfen und dann muss man sehen, ob es reicht.

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