Mühsam ernähren sich die Erfolgsverwöhnten

Nach dem Sieg gegen AEK und vor dem Spiel gegen Dortmund stellt sich weiterhin die Frage: Quo vadis, FC Bayern?

"Wir kämpfen um unsere Form" - Robert Lewandowski
"Wir kämpfen um unsere Form" - Robert Lewandowski ©Getty Images

Der 2:0-Erfolg gegen AEK Athen war verdient und sogar weitestgehend ungefährdet, trotzdem spürte man beim FC Bayern nach der Partie wieder einen Hauch der Unzufriedenheit. 

Bis kurz vor dem Führungstreffer hatte es AEK geschafft, das Spiel ausgeglichen zu gestalten. Wie schon im ersten Heimspiel gegen Ajax (1:1) war der FC Bayern nicht in der Lage, sich klar vom Gegner abzuheben.

Lewandowski im Interview
Lewandowski im Interview

Dennoch ist das Achtelfinale jetzt zum Greifen nahe, sogar der Gruppensieg und damit ein vermeintlich leichteres Los könnte am 4. Spieltag schon eingefahren werden. Im Februar muss die aktuelle Form aber zu einer abgehakten Momentaufnahme verkommen sein, ansonsten wird es in der K.-o.-Runde ziemlich ungemütlich.

Starke Leistung eines Neuzugangs

Ein Lichtblick gegen AEK war Leon Goretzka: Der lauf- und zweikampfstarke Mittelfeldspieler war stets präsent und spielte schnörkellose Pässe. Viele seiner guten Läufe in die Tiefe verpufften, weil keiner seiner Teamkollegen das richtige Auge oder den Mut zum Risiko aufbrachte. Goretzka bekam trotzdem seine Chancen - viel mehr als Pech im Abschluss konnte man ihm nicht vorwerfen.

©Getty Images

Überhaupt scheint der Weg zu endgültigen Ende der Formkrise nur über eine Steigerung der Effizienz zu führen. "Wir brauchen mal wieder einen Sieg mit drei oder vier Toren", hatte Niko Kovač vor der AEK-Partie gesagt. Vielleicht muss es aber auch kein Kantersieg sein, auch ein Erfolg bei Bundesliga-Spitzenreiter Dortmund am Wochenende würde sicherlich einige Knoten lösen.

Angesichts der letzten Wochen wird man das Gefühl nicht los, dass der ungewohnt durchschnittlich wirkende FC Bayern vielleicht von Glück reden kann, wenn man sich ohne großen Schaden durch den Herbst schleppt. Die aktuelle Kritik wird niemandem an der Säbener Straße schmecken, doch das Hauptgericht wird eh erst ab Frühjahr 2019 serviert.

Oben