Neuer Monaco-Trainer: Thierry Henry zurück zu seinen Wurzeln

Thierry Henry beginnt seine Karriere als Cheftrainer dort, wo auch seine großartige Laufbahn als Spieler ihren Anfang nahm.

Thierry Henry wird neuer Trainer im Fürstentum
Thierry Henry wird neuer Trainer im Fürstentum ©Getty Images

Thierry Henry wird nach der Entlassung von Leonardo Jardim neuer Trainer von Monaco. Ein großer Schritt für den ehemaligen Stürmer-Superstar.

Einsätze in der UEFA Champions League

Gesamt: 112
Monaco: 9 (1994 – 99)
Arsenal: 77 (1999 – 2007)
Barcelona: 26 (2007 – 10)

Highlights: Thierry Henrys Tore im Europapokal
Highlights: Thierry Henrys Tore im Europapokal

Tore in der UEFA Champions League

Gesamt: 50
Monaco: 7
Arsenal: 35
Barcelona: 8

Größter Erfolg in der Königsklasse: Sieger (Barcelona, 2009)

Seine Geschichte ...

Thierry Henry erlebte seine beste Zeit im Arsenal-Trikot
Thierry Henry erlebte seine beste Zeit im Arsenal-Trikot©Getty Images

"Thierry Henry ist wahrscheinlich der technisch begabteste Fußballer, der jemals diesen wunderschönen Sport ausgeübt hat", so Zinédine Zidane, der bei Frankreichs Triumphen bei der FIFA-WM 1998 und UEFA EURO 2000 die Vorlagen für Henrys Tore lieferte. Henry war ein herausragender und mitspielender Stürmer, der besonders gefährlich in Eins-gegen-eins-Situationen war und vor dem Tor selten die Effizienz vermissen ließ. Er beendete seine Karriere als Top-Torjäger von Arsenal (226) und Les Bleus (51).

Als ein Scout den damals 13-jährigen Henry beobachtete, wie er alle sechs Tore bei einem 6:0-Erfolg seiner Mannschaft schoss, schlug Monaco sofort zu. Zunächst agierte er als Flügelstürmer und nach einem eher enttäuschenden Intermezzo bei Juventus blühte er ab 1999 in London auf. Unter Arsène Wenger reifte er zum Weltklasse-Torjäger. Mit Arsenal und Barcelona gewann er je zwei Meisterschaften, außerdem erreichte er zwei Mal das Endspiel der UEFA Champions League, welches er 2009 mit den Katalanen gewann.

Was passierte danach?

Für Romelu Lukaku war Henry lange ein Mentor
Für Romelu Lukaku war Henry lange ein Mentor©Getty Images

Nach seiner vierten Weltmeisterschaft im Jahr 2010 wechselte er in die USA, wo er für die New York Red Bulls auf Torejagd ging. Zwei Jahre nach seinem Karriereende wurde er 2014 Mitglied im Trainerstab der belgischen Nationalmannschaft, wo er Romelu Lukaku zu neuen Höhen verhalf. Seine Arbeit als Assistent von Roberto Martínez war so erfolgreich, dass ihn Bordeaux letzten Sommer als Cheftrainer verpflichten wollte.

Seine größten Momente in der UEFA Champions League

Henrys Traumtor gegen Real
Henrys Traumtor gegen Real
  • Mit einem Doppelpack beim 2:0-Auswärtssieg gegen Sparta Praha wurde er am 18. Oktober 2005 der erfolgreichste Torschütze in der Vereinsgeschichte von Arsenal. Als unvergessene Gunners-Legende schmückt heute eine Statue von ihm einen Platz vor dem Arsenal Stadium.

  • Am 21. Februar 2006 markierte er eines der schönsten Tore in der Königsklasse aller Zeiten. Beim Achtelfinale gegen Real Madrid wurde er von Cesc Fàbregas angespielt, ließ mehrere Verteidiger stehen und schob die Kugel an Iker Casillas vorbei ins Netz. Der sehenswerte Alleingang hat seinen berechtigten Platz in den schönsten 60 Treffern der UEFA-Geschichte.

  • Arsenal verlor das Endspiel der UEFA Champions League 2006 gegen Barcelona - auch weil die Gunners nach dem Platzverweis gegen Jens Lehmann bereits ab der 18. Minute in Unterzahl agieren mussten. Drei Jahre später konnte Henry den Henkelpott doch noch in die Luft stemmen, als er mit den Katalanen in Rom einen 2:0-Finaltriumph gegen Manchester United feierte.

Ehemalige Wegbegleiter über Henry

"Er hat viele Verteidiger richtig in Verlegenheit gebracht. Er hat getroffen, wann er wollte."
Arsène Wenger, Ex-Trainer Arsenal

"Wenn er in den höchsten Gang geschaltet und Dich überholt hat, war es in etwa so, als würde man jemanden auf einem Motorrad verfolgen wollen."
Jamie Carragher, Ex-Verteidiger Liverpool

"Es schien so, als würde er nie müde. Er konnte über 100 Meter an fünf Gegenspielern vorbeirennen und kam dabei gar nicht außer Atem."
Paul Scholes, Ex-Mittelfeldspieler Mancheser United

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