Die denkwürdige #UCL-Reise des Arjen Robben

In zwei Teilen zeichnen wir die Reise von Arjen Robben in der UEFA Champions League nach. Teil 1: die Anfänge bei PSV, die Verletzungsprobleme bei Chelsea und die Zeit bei Real Madrid.

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Schon als kleines Kind wollte Arjen Robben immer mit den Großen spielen. Damals, als er in seinem Geburtsort Bedum vor allem auf der Straße gegen den Ball trat, hatte er schnell keine Lust mehr, nur mit Gleichaltrigen zu kicken. Ganz nach dem Motto: wo ist die nächste Herausforderung? Als Vierjähriger konnte er mit Kindern mithalten, die ein oder zwei Jahre älter waren als er. Diese Mentalität, immer die nächste Stufe erreichen zu wollen, sollte seine Entwicklung prägen.

"Als Kind habe ich davon geträumt, es auf dem höchsten Niveau zu schaffen und in der Champions League zu spielen", verriet Robben gegenüber UEFA.com. Im Jahr 2002 sollte es soweit sein. Beim Spiel der PSV Eindhoven gegen Borussia Dortmund feierte er sein Debüt in der Königsklasse.

Erstes Ausrufezeichen mit PSV

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"Ich war davor schon ein oder zwei Mal auf der Bank, aber ich habe nicht viel gespielt, denn ich war noch sehr jung. Aber als ich die Chance bekam, war das ein ganz besonders Gefühl. Ich war zwar nicht extrem nervös, aber eine Anspannung war schon da. Deshalb muss man sich gut vorbereiten, um den Leuten zu zeigen, was man drauf hat."

Das erste Tor ließ nicht lange auf sich warten. Beim 3:0-Sieg gegen Auxerre kam die Champions League erstmals in den Genuss eines technischen Meisterwerks, das später als "typisches Robben-Tor" über Europas Grenzen hinaus bekannt werden sollte: Schneller Antritt, Ball eng am Fuß, Zug von der Seite in die Mitte und mit links in den Winkel gezirkelt.

"Das war ein großartiges Gefühl. Ich glaube, es war auch mein erster Startelfeinsatz. Wir haben 3:0 gewonnen, sind aber trotzdem ausgeschieden. Trotzdem war es eine großartige Erfahrung. Als junger Spieler habe ich da sofort gespürt, worauf es beim Fußball auf höchstem Niveau ankommt."

Ständige Verletzungsprobleme

Robben wechselte anschließend zu Chelsea und schnupperte mit den Londonern in drei Jahren zwei Mal am Titel. Dieses Gefühl, kurz vor dem Ziel zu scheitern, sollte für ihn später fast zu Routine werden.

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"Wir waren zwei Mal im Halbfinale und sind beide Male gegen Liverpool ausgeschieden. Das waren unheimlich spannende Spiele. Ein Mal ging es ins Elfmeterschießen und ich habe schlechte Erinnerungen an diesen Abend, weil ich meinen Elfmeter verschossen habe."

"Eine Sache ist aber noch mehr hängen geblieben aus dieser Zeit. Ich war einfach nicht richtig fit und hatte immer wieder Verletzungen, so dass ich nicht meine beste Leistung bringen konnte."

Ernüchternde Jahre bei den Königlichen

Dennoch hinterließ er so viel Eindruck, dass der ruhmreichste Verein Europas auf ihn aufmerksam wurde. Ab 2007 streifte Robben zwei Jahre lang das Trikot von Real Madrid über und fand einen Klub vor, der in Bezug auf seine eigenen Ambitionen wie das perfekte Gegenstück erschien.

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"Real hat eine fantastische Bilanz im Europapokal und damals war es das große Ziel, zum zehnten Mal den Titel zu holen. Es ging nur um 'La Décima'. Aber wir haben es nicht geschafft, deshalb sind meine Erinnerungen an diese Zeit nicht so gut. Wir sind einfach immer viel zu früh ausgeschieden."

Trotzdem war die Zeit für ihn von enormer Bedeutung, denn in Madrid wechselte er auf permanenter Basis von dem linken auf den rechten Flügel und machte dadurch einen weiteren Sprung in seiner Karriere.

"Es war eigentlich ein ganz natürlicher Prozess für mich. Ich habe mich auf Anhieb auf der rechten Seite wohl gefühlt und hatte gleich einige gute Spiele. Das war also ein wichtiger Abschnitt für mich."

Der wichtigste Abschnitt sollte aber noch folgen. Im zweiten Teil: Vom Schockzustand zur Blütezeit - Robbens ereignisreiche Jahre beim FC Bayern.

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