Schnappschuss: Barcelona bezwingt Arsenals "Unschlagbare"

Vor dem Achtelfinal-Spiel Arsenal gegen Barcelona gehen wir zurück zum Anfang der katalanischen Ära - das Endspiel 2006 gegen Arsène Wengers "Unschlagbare".

©Getty Images

Arsenal hoffte im Endspiel der UEFA Champions League 2006 darauf, Geschichte zu schreiben und brauchte dafür nur 18 Minuten – denn Jens Lehmann wurde zum ersten Spieler, der im Endspiel eines Europapokals des Feldes verwiesen wurde.

Nichtsdestotrotz besorgte Sol Campbell die Führung für die "Unschlagbaren" und ein Überraschungssieg in Unterzahl schien immer wahrscheinlicher, je länger die zweite Halbzeit andauerte. In seinem letzten Spiel für Barcelona drehte der eingewechselte Henrik Larsson die Partie aber dann doch noch und bereitete die Treffer von Samuel Eto'o und Juliano Belletti vor. Die katalanische Ära hatte begonnen.

1. Xavi Hernández
Xavi, Barcelonas Mittelfeld-Metronom über 17 Spielzeiten, war gerade in der Anfangszeit der Dominaz sowohl für seinen Klub als auch sein Land eine entscheidende Figur. Der 36-jährige trug massiv zu Spaniens Triumphen bei der UEFA EURO 2008 und 2012 bei und bestritt jedes Spiel, als die Roja 2010 die FIFA-WM gewann. Insgesamt holte er mit den Blaugrana 25 Titel und verließ den Verein nach dem siegreichen Endspiel der UEFA Champions League 2015 gegen Juventus auf dem Höhepunkt. Nun spielt er in Katar für al-Sadd.

2. Rafael Márquez
Der Verteidiger mit dem Pferdeschwanz bestritt in sieben Spielzeiten für Barcelona 242 Partien. Der mittlerweile 37-jährige Márquez wurde 2006 beim Sieg gegen Arsenal der erste Mexikaner, der die UEFA Champions League gewinnen konnte, bestritt 131 Länderspiele und war bei vier Weltmeisterschaften vertreten. Er wechselte 2010 von Barcelona zu den New York Red Bulls und 2012 zurück in sein Heimatland zum Club León. Doch 2014 ging es wieder nach Europa – zu Verona. Im vergangenen Monat führte ihn sein Weg dann zu seinem Jugendklub Atlas.

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Maxi López </strong><strong>diese Saison bei</strong><strong> Torino
Maxi López </strong><strong>diese Saison bei</strong><strong> Torino©Getty Images

6. Thiago Motta
Der defensive Mittelfeldspieler wechselte als 17-Jähriger zu Barcelona, doch aufgrund von Verletzungen kam er in sechs Jahren nur auf 96 Ligaspiele. Trotzdem durfte er sich mit den Blaugrana über fünf große Titel freuen, 2006 im Endspiel der UEFA Champions League wurde er allerdings nicht eingewechselt. Über Atlético Madrid und Genoa sicherte sich Motta 2009/10 unter José Mourinho bei Internazionale Milano ein historisches Triple. Der mittlerweile 33-Jährige wechselte im Januar 2012 zu Paris Saint-Germain. Der 23-fache Nationalspieler wurde bei Italiens 0:4-Niederlage im Finale der UEFA EURO 2012 eingewechselt und gehörte auch zum WM-Kader 2014 der Azzurri.

H</strong><strong>öhepunkte des Endspiels von Paris</strong><strong>
H</strong><strong>öhepunkte des Endspiels von Paris</strong><strong>

8. Sol Campbell
Campbell war in der 112-jährigen Rivalität zwischen Tottenham und Arsenal erst der zwölfte Spieler, der für beide Vereine tätig war: 2001 wechselte er ablösefrei von der White Hart Lane nach Highbury. Der großgewachsene Innenverteidiger der englischen Nationalmannschaft bestritt über 300 Spiele für die Spurs und fast 200 für Arsenal, wo er zwei Meisterschaften gewann, die zweite davon als Teil der "Unschlagbaren" in der Saison 2003/04. Campbell gewann außerdem vier Mal den FA Cup, ein Mal davon mit Portsmouth. 2012 beendete er seine Karriere. Nun, im Alter von 41, verfolgt er politsche Ambitionen.

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