Starke Serie von Olympiacos reißt

"Es war ein bitterer Tag für uns", sagte Hernán Pérez nach der 0:3-Pleite von Olympiacos FC gegen Panathinaikos FC. Eine Serie ist gerissen, ein Traum ist geplatzt.

Danijel Pranjić und Gordon Schildenfeld feiern den 3:0-Sieg von Panathinaikos über Olympiacos
Danijel Pranjić und Gordon Schildenfeld feiern den 3:0-Sieg von Panathinaikos über Olympiacos ©AFP

Bei Olympiacos FC sprach man zuletzt offen von dem Traum, als erst zweiter Verein die griechische Liga ohne Niederlage zu gewinnen. Diesen Traum ließ nun ausgerechnet jener Klub platzen, der vor 40 Jahren als einziger ungeschlagen durch eine Saison kam.

Panathinaikos FC triumphierte im Duell der beiden Stadtrivalen am Wochenende im Stadio Georgios Karaiskakis mit 3:0 und fügte Olympiacos nach 27 Partien die erste Saisonniederlage zu. Olympiacos hatte zuvor 24 Siege und zwei Unentschieden eingefahren und war in allen 13 Heimspielen verlustpunktfrei geblieben.

Olympiacos hatte vor der Partie 27 Punkte Vorsprung auf das viertplatzierte Panathinaikos, fand im Derby aber nie zu dem gewohnten Rhythmus. Gegen das Pressing und die Aggressivität des Gegners fand man nie ein Mittel, wie Olympiacos-Trainer Míchel nach dem Schlusspfiff zugab: "Wir haben nicht so gespielt, wie wir es geplant hatten. Das Spiel lief komplett gegen uns."

Mit einem Sieg hätte Olympiacos bereits die Meisterschaft feiern können, so setzte es nach 47 ungeschlagenen Partien auf nationaler Ebene die erste Pleite. "Wir haben bisher eine grandiose Saison gespielt, aber diesen Rückschlag hätte es natürlich nicht gebraucht", meinte Míchel.

"Es ist ein schlechtes Ergebnis für uns. Niemand hat dies erwartet und keiner hat es gewollt. Wir haben uns auf die heutige Partie gut vorbereitet und es tut weh, so die erste Saisonniederlage zu kassieren. Aber wir haben nicht gut gespielt und müssen zugeben, dass wir dem Gegner unterlegen waren. Dies gilt es zu akzeptieren, danach müssen wir das Spiel abhaken und weiter hart arbeiten."

Der Spanier hatte auf die gleiche Startelf gesetzt, die er unter der Woche beim Spiel gegen Manchester United FC aufgeboten hatte. Gegen die Red Devils hatte man einen 2:0-Erfolg im Achtelfinalhinspiel der UEFA Champions League feiern können und war nach dem viel umjubelten Sieg vielleicht mental noch nicht wieder ganz auf der Höhe.

Flügelspieler Hernán Pérez fand auch keine wirklich griffige Erklärung für die Niederlage: "Es war einer dieser Tage, an dem einfach alles gegen einen läuft. Für uns und für die Fans war es ein ganz bitterer Tag."

"Wir haben nicht gut gespielt, doch der Blick geht nach vorne", meinte Mittelfeldspieler David Fuster. "Angefangen mit der Partie gegen PAOK nächste Woche müssen wir zeigen, dass wir es verdient haben, die Meisterschaft zu gewinnen."

Letztendlich scheint es eh nur noch eine Frage der Zeit, bis sich die Spieler von Olympiacos über den Titel freuen dürfen. Aktuell hat man 19 Punkte Vorsprung auf den FC PAOK und Atromitos FC und schon mit einem Sieg am nächsten Sonntag wäre die 41. Meisterschaft unter Dach und Fach.

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