Deutsches Finale in Wembley steht

FC Barcelona - FC Bayern München 0:3 (Gesamt: 0:7)
Arjen Robben, Gerard Piqué (Eigentor) und Thomas Müller sorgten für einen ungefährdeten Erfolg der Gäste.

Das erste rein deutsche Endspiel der UEFA Champions League am 25. Mai im Londoner Wembley-Stadion ist perfekt, denn nach Borussia Dortmund zog auch der FC Bayern München ins Finale ein. Dank der Tore von Arjen Robben, Gerard Piqué (Eigentor) und Thomas Müller gewann der Deutsche Meister im Halbfinal-Rückspiel souverän mit 3:0 beim FC Barcelona, nachdem die Bayern bereits im Hinspiel mit 4:0 triumphiert hatten.

Bayerns Trainer Jupp Heynckes nahm im Vergleich zum Hinspiel zwei Änderungen vor: Daniel Van Buyten ersetzte den erkälteten Dante, Mario Mandžukić, der im Hinspiel gesperrt war, spielte für Mario Gomez. Barcelonas Coach Tito Vilanova änderte sein Team gleich auf vier Positionen - die größte Überraschung war, dass Lionel Messi die komplette Spielzeit über nur auf der Bank saß. Für den Argentinier spielte David Villa, während Alexis Sánchez durch Cesc Fàbregas ersetzt wurde. Adriano, der im Hinspiel gesperrt war, begann für den gesperrten Linksverteidiger Jordi Alba und Alex Song vertrat den verletzten Sergio Busquets im defensiven Mittelfeld.

In einer rassigen Anfangsphase drückten beide Teams von Beginn an mächtig aufs Gas, Torchancen waren jedoch Mangelware. Da Barcelona sehr offensiv agierte, ergaben sich für die Bayern viele Räume, die sie immer wieder zu nutzen wussten, doch der letzte Pass wollte bei einigen vielversprechenden Kontersituationen nicht ankommen, und als er doch mal ankam, konnte Barcelona zweimal im letzten Moment klären - Piqué rettete in der 12. Minute gegen den durchgebrochenen Robben und sechs Minuten später nach einer Traumkombination der Gäste vor dem einschussbereiten Philipp Lahm.

Nach etwa 20 Minuten beruhigte sich das Geschehen ein wenig, trotzdem musste Manuel Neuer in der 24. Minute erstmals eingreifen, als Pedro Rodríguez aus der Distanz abzog, doch Bayerns Keeper lenkte das Leder mit den Fingerspitzen über das Gehäuse. Drei Minuten später kam Xavi Hernández aus etwa sieben Metern zentraler Position zum Abschluss, zielte jedoch knapp drüber. Das war es dann aber auch schon in einem intensiven ersten Durchgang, in dem Barça mehr Ballbesitz hatte, die Bayern jedoch gut verteidigten und die reifere Spielanlage zeigten.

Nach der Pause dauerte es dann gerade mal vier Minuten, da schlugen die Bayern eiskalt zu: David Alaba setzte Robben mit einem fantastischen Diagonalball in Szene, der Niederländer drang in den Strafraum ein, tanzte Adriano aus und schlenzte das Leder unhaltbar in die linke Ecke. Damit war das Duell endgültig entschieden. Während Barcelonas Aktionen in der Folgezeit nur noch Stückwerk waren, hätte Robben nach 55 Minuten fast das 2:0 erzielt, doch nach einer Flanke von Franck Ribéry flog die verunglückte Direktabnahme des Niederländers weit rechts am Tor vorbei.

In der 72. Minute erhöhten die Bayern auf 2:0. Der eingewechselte Luiz Gustavo schickte Ribéry auf die Reise, der in die Mitte flankte, wo Piqué das Leder ins eigene Tor lenkte. Nachdem Villa zwei Minuten später per Kopf den rechten Außenpfosten getroffen hatte, waren wieder die Bayern an der Reihe: Ribéry flankte in der 76. Minute von der linken Seite an den zweiten Pfosten, wo Müller höher stieg als zwei Gegenspieler und aus kurzer Distanz zum 3:0-Endstand einnickte.

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