Achtelfinal-Klassiker der Champions League

Von Bayern Münchens Erfolg gegen Real Madrid bis hin zum sensationellen Triumph von APOEL - UEFA.com hat die Achtelfinalklassiker der letzten 14 Spielzeiten zusammengefasst.

APOEL FC feiert
APOEL FC feiert ©AFP/Getty Images

In der UEFA Champions League 2018/19 findet seit der Abschaffung der zweiten Gruppenphase zum 16. Mal ein Achtelfinale statt. UEFA.com hat zu diesem Anlass einige Klassiker herausgesucht. Alle Ergebnisse sind die Resultate nach Hin- und Rückspielen.

Manchester United - Porto 2:3, 2003/04
Dies war der Auftakt in die K.-o.-Runde für den späteren Sieger Porto. Dank zweier Tore von Benni McCarthy lagen die Portugiesen nach dem Hinspiel mit 2:1 vorn, aber erst im Rückspiel im Old Trafford gingen die Mannen von José Mourinho in die Fußballgeschichte ein. Sie lagen 0:1 hinten und wären aufgrund der Auswärtstorregel ausgeschieden, wenn Costinha in der 90. Minute nicht getroffen hätte.

Chelsea - Barcelona 5:4, 2004/05
Es war das zweite Tor von Ronaldinho, das vom Spiel an der Stamford Bridge vor allem in Erinnerung bleiben sollte, gilt es doch nach wie vor als eines der schönsten der UEFA Champions League. Letztlich aber sollte der Treffer eine Fußnote bleiben in einem aufregenden Duell. Im Camp Nou hatte Chelsea mit 1:2 verloren, zudem wurde Didier Drogba vom Platz gestellt, aber im Rückspiel hatten die Blues durch drei Treffer in den ersten 19 Minuten alles gedreht. Der Doppelpack von Ronaldinho machte es zwar noch einmal spannend, aber Kapitän John Terry schoss per Kopf das entscheidende Tor.

Juventus - Werder Bremen 4:4 (Juventus gewinnt aufgrund der Auswärtstorregel), 2005/06
Das Hinspiel war schon aufregend genug: Acht Minuten vor dem Ende stand es noch 1:1, die Partie war ausgeglichen. Dann schien es so, als hätte David Trezeguet mit seinem Tor für die Entscheidung zugunsten von Juve gesorgt, ehe Tim Borowski und Johan Micoud zuschlugen und den 3:2-Sieg der Bremer perfekt machten. Micoud war es auch, der im Delle Alpi Bremen abermals in Front brachte, alles sah nach der nächsten Runde aus, doch Trezeguet und Emerson hatten etwas dagegen.

Bayern München - Real Madrid 4:4 (Bayern gewinnt aufgrund der Auswärtstorregel), 2006/07
Im Hinspiel führte Real nach Toren von Raúl González (2) und Ruud van Nistelrooy schon mit 3:1, ehe Mark van Bommel in der 88. Minute für das Rückspiel in München für Hoffnung sorgte. Mit dem schnellsten Tor in der Geschichte des Wettbewerbs glich Roy Makaay das Duell aus, Lúcio legte ein Tor nach, doch der Treffer von van Nistelrooy kurz vor Schluss machte es noch einmal spannend.

Sevilla - Fenerbahçe 5:5 (Fenerbahçe gewinnt 3:2 n.E.), 2007/08
Das Sevilla in diesem Duell zweimal führte, am Ende aber ausschied, spricht für sich. Das Team von Zico ging daheim durch Mateja Kežman und Diego Lugano im Heimspiel in Istanbul in Front, musste aber jeweils den Ausgleich hinnehmen. Dennoch sorgte Semih Şentürk dafür, dass die Türken das Hinspiel gewannen. Zuhause aber präsentierte sich Sevilla als Macht und war nur noch elf Minuten vom Weiterkommen entfernt, ehe es in die Verlängerung ging. Dort gab es keine weiteren Treffer, sodass das Elfmeterschießen entscheiden musste, wo Volkan Demirel mit drei erfolgreichen Paraden der Held war.

Bayern München - Sporting CP 12:1, 2008/09
Es war der höchste Gesamtsieg in der Geschichte der UEFA Champions League. In Lissabon sah es bis kurz vor der Halbzeit noch eng aus, bis Franck Ribéry traf. Am Ende wurde ein 5:0-Erfolg gefeiert, damit war die Entscheidung schon vor dem Rückspiel gefallen. In München gab es sechs verschiedene Torschützen, die verantwortlich dafür waren, dass es den höchsten Sieg in einem einzigen Spiel in der K.-o.-Runde dieses Wettbewerbs gab.

Manchester United - Milan 7:2, 2009/10
ManU schaffte es zwar nicht, sieben Tore in einem einzigen Spiel zu erzielen, wie dies drei Jahre zuvor gegen den AS Roma gelungen war, aber dennoch war auch dies wieder eine beeindruckende Leistung der Mannschaft von Sir Alex Ferguson. Dank zweier Tore von Wayne Rooney gewann United mit 3:2 im San Siro. Noch überragender das Rückspiel im Old Trafford, in dem Rooney abermals zweimal traf.

Bayern München - Internazionale Milano 3:3 (Inter gewinnt aufgrund der Auswärtstorregel), 2010/11
Die Wiederholung des Endspiels von 2010 versprach eine Menge, und dieses Versprechen wurden gehalten. Obwohl Bayern-Keeper Thomas Kraft mit einer tollen Leistung den Grundstein für den Sieg legte, den Mario Gomez in der 90. Minute in Mailan herausschoss, gab sich Inter längst nicht geschlagen. In München war es Samuel Eto'o, der mit seinem Tor die Italiener hoffen ließ, doch nach einer halben Stunde lag Bayern insgesamt mit 3:1 vorn. Wesley Sneijder und Goran Pandev - zwei Minuten vor dem Schlusspfiff - ließen am Ende den Titelverteidiger jubeln.

APOEL - Olympique Lyonnais 1:1 (APOEL gewinnt 4:3 n.E.), 2011/12
APOEL, der erste Klub aus Zypern, der die K.-o.-Runde erreichte, musste im Hinspiel des Achtelfinals eine 0:1-Niederlage in Nyon hinnehmen. Doch das Team von Ivan Jovanović hatte schon bewiesen, zu welchen Überraschungen es fähig ist. Dank des frühen Tores von Gustavo Manduca ging es in Nikosia in die Verlängerung. Auch nicht der Platzverweis des Torschützen in der 115. Minute verhinderte das Erreichen des Elfmeterschießens, in dem sich Torhüter Dionisios Chiotis auszeichnete.

Bayern München - Arsenal 3:3 (Bayern gewinnt aufgrund der Auswärtstorregel), 2012/13
Das Team von Jupp Heynckes ging im Hinspiel in London in den ersten 21 Minuten durch Toni Kroos and Thomas Müller in Führung. Im Anschluss erzielte Lukas Podolski den Anschluss gegen seinen Ex-Klub, ehe Mario Mandžukić den Zwei-Tore-Abstand wiederherstellte. Im Rückspiel brachte Olivier Giroud die Engländer früh in Führung, ehe Laurent Koscielny mit seinem Treffer für eine dramatisch Schlussphase sorgte. Am Ende kamen aber die Bayern weiter und kehrten im Mai in die englische Hauptstadt zurück.

Manchester United - Olympiacos 3:2, 2013/14
Unter dem neuen Trainer David Moyes blieb United in der Gruppenphase ungeschlagen. Im Achtelfinale siegten die Griechen im Hinspiel durch Tore von Alejandro Domínguez und Joel Campbell allerdings mit 2:0. Im Rückspiel verkürzte Robin van Persie per Elfmeter nach 25 Minuten und mit dem Halbzeitpfiff gelang dem Niederländer auch das 2:0, also der Ausgleich. Der Siegtreffer fiel in der zweiten Hälfte, Torschütze war erneut Van Persie, der ein famoses United-Comeback mit seinem dritten Tor krönte.

Paris Saint-Germain - Chelsea 3:3 (Paris gewinnt aufgrund der Auswärtstorregel), 2014/15
Nachdem sich Chelsea 2013/14 im Viertelfinale gegen Paris durchgesetzt hatte, gingen die Engländer nach dem 1:1-Remis im Parc des Princes als Favorit ins Rückspiel, zumal Paris-Stürmer Zlatan Ibrahimović an der Stamford Bridge nach einer halben Stunde vom Platz gestellt wurde. Gary Cahills Tor nach 81 Minuten schien den Unterschied auszumachen, doch fünf Minuten später köpfte der frühere Chelsea-Verteidiger David Luiz die Franzosen in die Verlängerung. Eden Hazard sorgte nach 96 Minuten per Elfmeter für die nächste Chelsea-Führung, ehe Paris-Kapitän Thiago Silva sechs Minuten vor dem Ende der Ausgleich, der das Weiterkommen bescherte, gelang.

PSV Eindhoven - Atlétcio Madrid 0:0 (Atlético gewinnt 8:7 n.E.), 2015/16
Ein Klassiker der besonderen Art: Es war das erste K.-o.-Duell in der Geschichte der UEFA Champions League, das nach zwei Spielen plus 30 Minuten Verlängerung torlos blieb. Beim Hinspiel in Eindhoven gab Atlético zwölf Torschüsse ab und spielte nach einem Platzverweise für Gastón Pereiro fast den kompletten zweiten Durchgang in Überzahl; im Rückspiel in Madrid waren die Spanier noch dominanter und gaben 24 Torschüsse ab, ohne ins gegnerische Gehäuse zu treffen. Nachdem im Elfmeterschießen Luciano Narsingh mit dem 15. Elfmeter nur die Latte getroffen hatte, war es Juanfran vorbehalten, Diego Simeones Mannen ins Viertelfinale zu befördern.

Barcelona - Paris Saint-Germain 6:5, 2016/17
Dieses Duell nahm epische Ausmaße an, nachdem ein fulminantes Paris das Hinspiel gegen Barcelona mit 4:0 gewinnen konnte. Im Camp Nou folgte dann ein noch nie dagewesenes Comeback, das Luis Suárez mit seinem Treffer in der dritten Minute einläutete. Nach einem Eigentor kurz vor und einem Elfmeter von Messi kurz nach der Pause war Barcelona nur noch einen Treffer von der Verlängerung entfernt, ehe Edinson Cavani das Auswärtstor für Paris gelang. Damit schien die Entscheidung gefallen zu sein, bis in der 88. Minute der letzte Akt des Dramas begann. Zweimal Neymar und in der fünften Minute der Nachspielzeit Sergi Roberto sorgten für die nicht mehr für möglich gehaltene Wende.

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