Moratti warnt vor "schwerer Gruppe"

Titelverteidiger FC Internazionale Milano bekommt es in Gruppe A mit Twente, Tottenham und Bremen zu tun. Präsident Massimo Moratti hätte sich durchaus leichtere Aufgaben vorstellen können.

Inters Präsident Massimo Moratti erwartet starke Konkurrenz in der Gruppe A
Inters Präsident Massimo Moratti erwartet starke Konkurrenz in der Gruppe A ©UEFA.com

FC Internazionale Milano startet die Titelverteidigung in der Königsklasse mit einem Auswärtsspiel bei UEFA-Champions-League-Debütant FC Twente, während mit Tottenham Hotspur FC - einem zweiten Neuling im Wettbewerb - und dem SV Werder Bremen zwei weitere starke Gegner in der Gruppe A warten.

Massimo Moratti, Präsident von Inter
Es ist eine schwierige Gruppe - sehr ausgeglichen. Wir müssen vorsichtig sein und dürfen nicht glauben, dass es einfache Spiele gibt. Natürlich wollen wir den Titel nochmals holen, aber erst müssen wir diese schwierige Gruppe überstehen. Tottenham hat seit mehreren Jahren nicht mehr auf diesem Niveau gespielt, aber sie haben eine lange Tradition und werden keine Schwierigkeiten haben, sich dem Standard in der Champions League anzupassen. Auch vor Twente müssen wir uns in Acht nehmen. Wir können uns in dieser Gruppe auf keinen Fall zurücklehnen.

Thomas Schaaf, Trainer von Bremen
Wenn man sich die Auslosung angeschaut hat, die mit der Ehrung der besten Spieler Europas verbunden war, dann konnte man sehen, wie Inter Mailand einzuschätzen ist. Europas beste Spieler, der beste Torhüter [Júlio César], der beste Verteidiger [Maicon], der beste Mittelfeldspieler [Wesley Sneijder] und der beste Stürmer [Diego Milito] - alle kamen vom Titelverteidiger. Inter hat ein großartiges Team, und es ist eine riesige Aufgabe für uns. Dazu kommt mit Tottenham ein Team, das sich in England durchgesetzt hat und jetzt gegen Bern stark gespielt hat. Sie haben mit Crouch und Defoe ebenfalls große Namen in ihren Reihen. Auch aus Topf vier haben wir mit Twente eines der schwersten Lose bekommen. Sie sind holländischer Meister, das sagt viel aus.

Darren Eales, Sportdirektor von Tottenham
Uns war klar, dass wir aus dem ersten Topf ein schweres Los bekommen, und es wird richtig schwer, gegen den Titelverteidiger anzutreten. Twente hat letztes Jahr die Meisterschaft geholt, Bremen wurde Dritter in der Bundesliga und hat in den Play-offs Sampdoria geschlagen, also haben auch sie Qualität. Es ist aufregend. Vor 48 Jahren haben wir im Halbfinale gegen Benfica verloren, und damals hätte wohl niemand geglaubt, dass wir erst 48 Jahre später wieder dabei sind. Jetzt sind wir wieder da, wollen uns etablieren und in der Zukunft erfolgreich sein.

Michel Preud'homme, Trainer von Twente
Ich hatte gehofft, dass wir in eine Gruppe mit Barcelona, Panathinaikos und Kopenhagen kommen, denn dann hätten wir eine richtig gute Chance gehabt. Stattdessen sind wir in einer echt schwierigen Gruppe mit Inter, Werder und Tottenham, der vielleicht kniffligsten Aufgabe aus Lostopf drei. Letzte Saison hatte Twente viele Probleme mit Bremen [Werder schaltete die Belgier in der UEFA Europa League aus], und die Präsenz einer englischen Mannschaft macht es besonders schwer. Die Gruppenphase wird eine gute Erfahrung für uns, und vielleicht können wir für eine Überraschung sorgen.

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