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Steven Gerrard über Liverpools Weg ins Finale der UEFA Champions League 2005 gegen Milan in Istanbul

Liverpools damaliger Kapitän Steven Gerrard blickt zurück auf den Vorlauf zum "Wunder von Istanbul" im Endspiel der UEFA Champions League 2005.

Liverpool feiert seinen Triumph 2005
Liverpool feiert seinen Triumph 2005 Bob Thomas Sports Photography vi

In diesem Artikel, präsentiert von Turkish Airlines, erklärt Liverpools ehemaliger Kapitän Steven Gerrard, wie die Reds 2005 in das unfassbare Finale der UEFA Champions League vordringen konnten.

Highlights: So lief das Finale 2005

Gruppenphase

1. Spieltag: Liverpool - Monaco 2:0
2. Spieltag
: Olympiacos - Liverpool 1:0
3. Spieltag: Liverpool - Deportivo La Coruña 0:0
4. Spieltag: Deportivo La Coruña - Liverpool 0:1
5. Spieltag
: Monaco - Liverpool 1:0
6. Spieltag: Liverpool - Olympiacos 3:1

Am 6. Spieltag konnte die Elf von Rafael Benítez nur dank eines Sieges mit zwei Toren Unterschied gegen Olympiacos in der Königsklasse überwintern. Der 3:1-Erfolg im Anfield, gleichbedeutend mit dem zweiten Platz in der Gruppe, ist Gerrard noch in bester Erinnerung.

"Ich dachte, der Traum wäre vorbei", so der ehemalige Mittelfeldspieler über das Führungstor der Griechen durch Rivaldo. In der Halbzeitpause fand Benítez jedoch die richtigen Worte und Liverpool ging dank der Treffer von Florent Sinama-Pongolle sowie Neil Mellor in Führung. Den späten Endstand besorgte Gerrard selbst.

08.12.04: Gerrard lässt Anfield erzittern

"Ich weiß noch, wie ich im Zentrum gewartet und die Arme gehoben habe. Ich musste mich ein wenig neu positionieren, habe den Ball aber perfekt getroffen. Ich wusste sofort, dass er reingehen würde. Danach mussten wir den Sieg nur noch über die Runden schaukeln. Es war einer der schönsten Abende meines Lebens, denn der Traum war wieder real."

Achtelfinale

Liverpool - Bayer Leverkusen 3:1
Bayer Leverkusen - Liverpool 1:3
(Gesamt: 6:2)

Das Duell gegen Leverkusen war relativ einseitig. Luis García markierte im Hinspiel die Führung, es folgten Freistoßtreffer von John Arne Riise und Dietmar Hamann. Im Rückspiel sorgte Luis García für zwei weitere Treffer und auch Milan Baroš war erfolgreich.

Viertelfinale

Sami Hyypiä nach dem Führungstreffer gegen Juventus
Sami Hyypiä nach dem Führungstreffer gegen JuventusGetty Images

Liverpool - Juventus 2:1
Juventus - Liverpool 0:0
(Gesamt: 2:1)

"Hyypiä hat dabei ein unfassbares Volley-Tor erzielt", erinnert sich Gerrard. "Das war eigentlich eine schlechte Ecke von mir, aber Sami war im gegnerischen Strafraum immer eine Waffe und hat viele wichtige Tore markiert."

In der 25. Minute legte Luis García mit einem Traumtor nach. "Ich habe vorher gedacht: 'Bitte nicht schießen, bitte nicht schießen!' und er macht einfach einen der schönsten Treffer, den ich je gesehen habe. Er war ein kleiner Magier."

Halbfinale

Luis García erzielte im Anfield den einzigen Treffer des Halbfinals
Luis García erzielte im Anfield den einzigen Treffer des HalbfinalsAFP via Getty Images

Chelsea - Liverpool 0:0
Liverpool - Chelsea 1:0
(Gesamt: 1:0)

Nach einem 0:0 an der Stamford Bridge ging Liverpool mit einem kleinen Vorteil ins Rückspiel. "Im Anfield hatten wir die mit Abstand beste Atmosphäre, an die ich mich je erinnern kann", so Gerrard.

Nach vier Minuten lieferte er die Vorarbeit für den Siegtreffer von Luis García. "Es war das vielleicht wichtigste Tor in der Karriere von jedem unserer Spieler", so Gerrard nachdenklich. "Ohne dieses Tor wären wir nicht ins Finale gekommen."

Chelsea mit Trainer José Mourinho ließ nichts unversucht, um den Spieß noch umzudrehen. In der Schlussphase bot sich Eidur Gudjohnsen dazu die Riesenchance...

"Ich dachte einfach nur: 'oh nein!'", weiß Gerrard noch. "Ich war schon darauf eingestellt, dass der Ball jetzt im Tor einschlägt. Man braucht einfach etwas Glück, wenn man ins Finale kommen will. Chelsea war in diesem Spiel besser, aber wir haben es irgendwie überstanden und der Jubel über den Finaleinzug war einfach fantastisch."

Milans Cafu blickt hier auf den Weg seiner Mannschaft nach Istanbul zurück, während Gerrard und Cafu in unserem nächsten Artikel dieser Reihe das Endspiel noch mal unter die Lupe nehmen.

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