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In the Zone: Chelsea - Real Madrid 1:3 Leistungsanalyse

Die Technischen Beobachter der UEFA haben den 3:1-Sieg von Real Madrid bei Chelsea näher unter die Lupe genommen.

Nach dem 3:1-Sieg von Real Madrid bei Chelsea gehörten dem dreifachen Torschützen Karim Benzema völlig zu Recht die Schlagzeilen des nächsten Tages.

Das UEFA-Team der Technischen Beobachter zeigt hier, präsentiert von FedEx, wie dieser Sieg zustande kam und welche Rolle Federico Valverde daran hatte.

So lief das Spiel: Chelsea - Real Madrid

Tore

0:1: Karim Benzema (21.)
Dieser Treffer war die Folge eines 59 Sekunden langen, wunderbaren Spielzuges der Gäste. Ausgangspunkt war Toni Kroos, der Benzema ins Spiel brachte. Über den Franzosen kam der Ball zu Vinícius Júnior, der Brasilianer flankte von links und Benzema platzierte einen herrlichen Kopfball unter die Latte.

0:2: Karim Benzema (24.)
Luka Modrić flankte von rechts und Benzema köpfte das Leder im Duell mit Thiago Silva an Edouard Mendy vorbei ins Netz.

1:2: Kai Havertz (40.)
Jorginho flankte von rechts auf den am langen Pfosten lauernden Havertz und der überwand Thibaut Courtois mit ein bisschen Glück per Kopf.

1:3: Karim Benzema (46.)
Benzema ist immer hellwach und lauert auf schlechte Pässe des gegnerischen Torhüter, man frage nur Loris Karius und Gianluigi Donnarumma. Diesmal patzte Mendy, dessen Pass zu Antonio Rüdiger Benzema ablaufen konnte, danach war das Tor sperrangelweit offen.

Spieler des Spiels: Karim Benzema

Spieler des Spiels: Benzemas Highlights
Spieler des Spiels: Benzemas Highlights

Drei Tore in 90 Minuten, da fiel dem Technischen Beobachter der UEFA die Wahl nicht schwer. "Er erzielte nicht nur drei Tore, sondern zeigte auch eine fantastische Leistung - er war ein echter Führungsspieler auf dem Platz und half auch immer wieder in der Defensive aus. Zudem war er in der Offensive immer wieder anspielbar."

Teamformationen

Chelsea

Chelsea begann in einem 3-4-2-1
Chelsea begann in einem 3-4-2-1


Chelsea begann im üblichen 3-4-2-1, aber Thomas Tuchel stellte in der Pause auf ein 4-3-3 um, nahm den Innenverteidiger Andreas Christensen (4) und Mittelfeldspieler N'Golo Kanté (7) raus und brachte dafür Mateo Kovačić (8) und Hakim Ziyech (22). Er wollte mehr Kontrolle im Mittelfeld, aber das frühe Tor von Real zerstörte alle Pläne. Zwar hatte Chelsea nach der Einwechselung von Romelu Lukaku (9) noch weiter Chancen, es fielen aber keine Tore mehr.

Real Madrid spielte in Ballbesitz ein 4-3-3
Real Madrid spielte in Ballbesitz ein 4-3-3

Real Madrid
Madrid begann in einer 4-3-3-Formation, wechselte dann aber bei Ballbesitz Chelsea in ein 5-3-2. Bei eigenem Ballbesitz war auch Torhüter Courtois (1) in den Aufbau involviert.

Erstaunlich, wie viel Platz Kroos (8) und Modrić (10) in der gegnerischen Hälfte hatten; deutlich sichtbar war dies bei den ersten beiden Toren der Gäste, als beide entscheidend ins Aufbauspiel involviert waren.

Wenn Chelsea angriff, schaltete Real in ein 5-3-2 um und stellte alle Räume zu. Vinícius Júnior (20) setzte sofort Christensen unter Druck und Benzema (9) tat dasselbe bei Thiago Silva. Im Mittelfeld blieb Modrić immer im Nacken von Jorginho und setzte Rüdiger unter Druck, wenn der nach vorne marschierte. Casemiro versuchte, die Passwege zu Havertz zu unterbinden. Valverde (15) ließ sich auf die Außenverteidiger-Position zurückfallen und ließ César Azpilicueta nicht zur Entfaltung kommen.

Stimmen der Trainer

Thomas Tuchel, Chelsea
"Das war eine der schlechtesten ersten Halbzeiten, die ich von meiner Mannschaft an der Stamford Bridge erlebt habe. Auf diesem Niveau kann man nicht so auftreten, weder individuell noch als Mannschaft.

In der zweiten Hälfte hatten wir 16:1 Torschüsse. Man hat immer eine Chance, aber wenn man sich nach 48 Minuten selber ein Bein stellt, wird es verdammt schwer. Wir hatten noch Chancen zum 2:3, aber heute lief einfach alles schief."

Carlo Ancelotti, Real Madrid
"Wir haben dasselbe System wie immer gespielt. Einzig Valverde sollte sich mehr auf ihren Linksverteidiger konzentrieren. Außerdem haben wir Carvajal mehr in die Mitte gezogen, um Pulišić und Mount besser kontrollieren zu können. Valverde hat seine Aufgabe hervorragend gelöst. Manchmal hat das vielleicht nach einer Fünfer-Kette ausgesehen, aber das hing von der Position von Azpilicueta ab, den Valverde immer im Auge hatte. Wenn Azpilicueta hinten blieb, dann hat Valverde in der Spitze gespielt, wenn nicht, dann hat sich Valverde fallen lassen."