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In the Zone: Benfica gegen Liverpool in der Analyse

Die Technischen Beobachter der UEFA analysieren Liverpools 3:1-Sieg in Lissabon.

See examples of Liverpool's highly effective counterpressing in their victory against Benfica.
In the Zone: Liverpools Gegenpressing

Liverpool steht nach dem 3:1-Sieg im Viertelfinal-Hinspiel bei Benfica mit einem Bein im Halbfinale der UEFA Champions League.

In diesem Artikel, präsentiert von Fedex, bewerten die Technischen Beobachter der UEFA, wie die Elf von Jürgen Klopp den fünften Auswärtssieg in Folge der laufenden Saison in diesem Wettbewerb holte.

So lief das Spiel: Benfica - Liverpool 1:3


Tore

Highlights: Benfica - Liverpool 1:3
Highlights: Benfica - Liverpool 1:3

0:1: Ibrahima Konaté (17.)
Konaté gelang sein erstes Tor für Liverpool, nachdem er sich im Anschluss an eine Robertson-Ecke auf Höhe des Elfmeterpunkts gegen Everton durchsetzte und den Ball in die rechte Ecke köpfte.

0:2: Sadio Mané (34.)
Nach einem Ballverlust von Adel Taarabt landete der Ball über Konaté bei Trent Alexander-Arnold, der Luis Díaz mit einem fantastischen Diagonalball auf die Reise schickte. Der Kolumbianer legte den Ball per Kopf quer zu Mané, der den Ball nur noch ins Tor schieben musste.

1:2: Darwin Núñez (49.)
Rafa Silva tankte sich auf der rechten Seite nach vorne und flankte den Ball in die Mitte. Dort stand Konaté eigentlich richtig, schlug allerdings ein Luftloch, das Núñez ausnutzte und den Ball aus kurzer Distanz in die rechte Ecke setzte.

1:3: Luis Díaz (87.)
Nach einem feinen Zuspiel von Naby Keïta tauchte Luis Díaz frei vor dem Tor der Gastgeber auf, blieb cool und erzielte seinen ersten Europapokal-Treffer für Liverpool.

Spieler des Spiels: Luis Díaz

Luis Díaz trifft bei der Rückkehr nach Portugal
Luis Díaz trifft bei der Rückkehr nach Portugal

Bei seiner Rückkehr nach Portugal wurde der ehemalige Flügelspieler von Porto nach einem Tor und einer Vorlage zum Spieler des Spiels gewählt. Der Technische Beobachter der UEFA sagte: "Er war sehr stark und schnell mit dem Ball. Mit seinen Dribblings sorgte er ständig für Gefahr. Außerdem leistete er für sein Team auch in der Defensive seinen Beitrag."

Formationen

Benfica
Im Ballbesitz entschied sich Benfica für eine 4-2-3-1-Formation mit Jan Vertonghen (5) als Chef der Viererkette und zwei zentralen Mittelfeldspielern vor der Viererkette in Form von Julian Weigl (28) und Taarabat (49), die für den Spielaufbau zuständig waren. Gonçalo Ramos (88) unterstützte Zielstürmer Núñez (9), während Everton (7) und Rafa Silva (27) die Flügel besetzten.

Benfica setzte in der Defensive auf eine 4-5-1-Formation
Benfica setzte in der Defensive auf eine 4-5-1-Formation

Unsere Grafik zeigt die Defensivformation der Gastgeber, die einen kompakten 4-5-1-Block bildeten. Gonçalo Ramos sollte die Liverpooler Innenverteidiger und Mittelfeldspieler in Bedrängnis bringen, während die Flügelspieler auf den Flügeln mit Hilfe der defensiven Mittelfeldspieler aggressiv verteidigten.

Liverpool
Die Gäste agierten in ihrer gewohnten 4-3-3-Formation und es war interessant zu sehen, wie sich sowohl die Flügelspieler als auch Rechtsverteidiger Alexander Arnold (66) im Mittelfeld bewegten, um Überzahlsituationen im Zentrum und wichtige Räume auf den Flügeln zu schaffen - insbesondere für Mohamed Salah (11) auf der rechten Seite. Die Mittelfeldspieler Thiago Alcántara (6) und Keïta (8) ließen sich zwischen die Innenverteidiger und aufrückenden Außenverteidiger fallen, um eine Option im Spielaufbau zu bieten.

Liverpool agierte in der gewohnten 4-3-3-Formation
Liverpool agierte in der gewohnten 4-3-3-Formation

Ohne Ball agierte Liverpool kompakt und diszipliniert mit einer hohen Linie, wobei die Innenverteidiger Virgil van Dijk (4) und Konaté (5) oft viel Raum hinter sich hatten. Torhüter Alisson (1) agierte in dieser Konstellation als Libero und antizipierte geschickt lange Bälle hinter die Viererkette.

Features

Das Video oben zeigt Beispiele für Liverpools Gegenpressing, wie sie Benfica mit gelben Trikots umzingelten, ihnen im Mittelfeld keine Zeit ließen und Umschaltaktionen erzwangen. Der Technische Beobachter der UEFA hob den intensiven Druck hervor, den sie auf den ballführenden Spieler ausübten und ihre Fähigkeit, dies dank ihrer physischen und mentalen Stärke über das komplette Spiel aufrechtzuerhalten.

Das Endergebnis waren 74 Balleroberungen - neun mehr als die bisherige Bestmarke in der Champions League in dieser Saison, zu Hause gegen Porto. Dabei waren die Mittelfeldspieler Thiago Alcántara (zehn Balleroberungen), Fabinho (neun) und Keïta (acht) ganz vorne mit dabei.

Liverpools Rechtsverteidiger Trent Alexander-Arnold
Liverpools Rechtsverteidiger Trent Alexander-ArnoldGetty Images

Benfica, das durch das Tor und die Unterstützung der Fans Hoffnung schöpfte, sorgte mit harter Arbeit dafür, dass die Klopp-Elf zu Beginn der zweiten Halbzeit kurzzeitig die Kontrolle verlor. Die Reds standen nicht mehr so kompakt und aggressiv und es schlichen sich Fehler ein. Klopp reagierte jedoch in der 61. Minute mit einem Dreierwechsel: Diogo Jota für Salah, Firmino für Mané und Jordan Henderson für Thiago Alcántara. Diese frischen Kräfte halfen, die Kompaktheit und die Kontrolle wiederzufinden, wobei Jota beispielsweise in seiner halben Stunde auf dem Platz fünf Balleroberungen gelangen.

Darwin Núñez erzielte den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer
Darwin Núñez erzielte den zwischenzeitlichen AnschlusstrefferGetty Images

Trainereinschätzungen

Nélson Veríssimo, Benfica
"Wir haben versucht, ihre Schwächen auszunutzen, in gewissen Situationen ist uns das auch gelungen. In der zweiten Halbzeit waren wir besser als in der ersten. Wir haben in der Halbzeit Änderungen vorgenommen. Wir haben das Tor geschossen, das uns wieder ins Spiel gebracht hat und wir waren kurz davor, den zweiten Treffer zu erzielen."

Jürgen Klopp, Liverpool
"Ein Auswärtsspiel hier zu gewinnen, ist hart. Die Spieler von Benfica haben um ihr Leben gekämpft. Sie haben sich das Tor verdient, obwohl wir natürlich auch besser verteidigen hätten können. Sie hatten viele Konter. Es ist nicht leicht, die ganze Zeit den Ball zu haben."