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In the Zone: Juventus gegen Villarreal in der Analyse

Die Technischen Beobachter der UEFA analysieren Villarreals "disziplinierten" Achtelfinal-Triumph in der Champions League bei Juventus, wobei Juan Cuadrado und Gerónimo Rulli herausstachen.

Villarreal erreichte unter der Woche mit einem beeindruckenden 3:0-Sieg bei Juventus sein erstes Viertelfinale in der UEFA Champions League seit 2008/09.

In diesem Artikel, präsentiert von Fedex, bewerten die Technischen Beobachter der UEFA, wie Unai Emerys Mannen die Italiener ausschalten konnten: mit guter defensiver Organisation und eiskaltem Abschluss.

So lief das Spiel: Juventus - Villarreal 0:3


Tore

0:1: Gerard Moreno (Elfmeter, 78.)
Der kurz zuvor eingewechselte Moreno blieb ganz cool und überwand mit seinem starken linken Fuß Wojciech Szczęsny im rechten Eck, der zwar an den Ball kam, das Tor aber nicht verhindern konnte. Daniele Rugani hatte zuvor Francis Coquelin gefoult.

0:2: Pau Torres (85.)Danilo klärte zur Ecke, die von Dani Parejo ausgeführt wurde. Dieser flankte an den ersten Pfosten, wo Serge Aurier verlängerte. Am zweiten Pfosten wartete Pau Torres, der nur noch einschieben musste.

0:3: Arnaut Danjuma (Elfmeter, 90.+2)
Moreno schnappte sich das Leder und bediente im Strafraum Danjuma. Matthijs de Ligt blockte dessen Schuss – aber mit dem Arm. Danjuma behielt dann beim Elfmeter die Nerven und verwandelte im linken unteren Eck. Szczęsny war in die andere Ecke unterwegs.

Spieler des Spiels: Gerónimo Rulli (Villarreal)

Villarreal goalkeeper Gerónimo Rulli denies Dušan Vlahović
Villarreal goalkeeper Gerónimo Rulli denies Dušan Vlahović AFP via Getty Images

Juventus hatte fünf Abschlüsse auf das gegnerische Gehäuse, kam aber nicht an Rulli vorbei, der vor allem bei einem Kopfball von Dušan Vlahović glänzend reagierte.

Die Technischen Beobachter der UEFA in Turin sagten: "[Rulli] hielt sein Team mit mehreren Paraden im Spiel, wodurch sie ihren Matchplan ausführen konnten. Er war sehr wichtig und hatte großen Einfluss auf den Sieg."

Formationen

Juventus

Juventus spielte zuhause in einem 3-5-2
Juventus spielte zuhause in einem 3-5-2

Das Heimteam spielte in einem 3-5-2. De Ligt (4) agierte als zentraler Verteidiger der Dreierabwehr, flankiert von Danilo (6) und Rugani (24). Giorgio Chiellini, der seit Anfang Februar wegen einer Wadenverletzung gefehlt hatte, saß zunächst auf der Bank, während sein üblicher Partner Bonucci selbst wegen einer Wadenverletzung passen musste.

Von den Flügelflitzern war Juan Cuadrado (11) der aktivere und brachte 15 Flanken in den Strafraum – die meisten von allen Spielern in der zweiten Woche der Achtelfinal-Rückspiele.

Villarreal

Villarreal spielte in einem 4-4-1-1, aber die Spanier änderten ihre Formation
Villarreal spielte in einem 4-4-1-1, aber die Spanier änderten ihre Formation

In Ballbesitz hatten die Gäste eine 4-4-1-1-Struktur, wobei Giovani Lo Celso (17) Danjuma (15) in der Offensive unterstützte. Im Gegensatz zu Juventus konnte Villarreal auf seine etatmäßigen Innenverteidiger zurückgreifen – Kapitän Raúl Albiol (3) und Pau Torres (4). Beide spielten wichtige Rollen, Torres glänzte mit sieben Rettungsaktionen und gewann alle vier seiner Duelle, Albiol kam auf fünf Rettungsaktionen.

Als Team war die defensive Organisation exzellent. Im ersten Durchgang versuchten sie es manchmal mit hohem Pressing, während die Spanier nach der Pause in einem kompakten 5-4-1 eher tief standen und verteidigten – so wie in den letzten zehn Minuten des Hinspiels.

Features

Villarreal hatte in dieser Saison der Champions League nur einmal zu Null gespielt, aber sie beeindruckten die UEFA-Beobachter mit ihrer defensiven Disziplin, körperlichen Ausdauer und starken Mentalität.

Individuell sowie als Einheit verteidigten sie gut, auch die Standards hatten sie gut im Griff.

In Sachen Ballbesitz hatte Villarreal im ersten Durchgang 53 Prozent, nach der Pause aber nur noch 33 Prozent.

Erstaunlicherweise hatte Juve seine besten Chancen, als sie weniger Ballbesitz hatten, also vor der Pause: Vlahović prüfte Rulli mit einem Distanzschuss, außerdem traf er nach Vorarbeit von Mattia De Sciglio die Latte.

 Juan Cuadrado gegen Manu Trigueros
Juan Cuadrado gegen Manu Trigueros Getty Images

Nach der Pause fehlte Juve jedoch die Kreativität, um Villarreal ernsthaft in Gefahr zu bringen. Letzten Endes waren die Spanier effizienter und zogen deshalb ins Viertelfinale ein. Sie hatten drei Abschlüsse direkt aufs Tor, alle drei waren drin.

Juve scheiterte somit in der dritten Spielzeit in Folge im Achtelfinale.

Trainereinschätzungen

Massimiliano Allegri, Juventus:
"Wir hatten in der ersten Halbzeit gute Chancen, in der zweiten weniger, weil Villarreal mit 11 Mann verteidigt und offensichtlich versucht hat, das Spiel in die Verlängerung zu bringen. Dann hat dieses Tor alles verändert."

"Villarreal ist eine sehr erfahrene Mannschaft und sie haben das Beste aus der Chance gemacht, die sie hatten, während wir sehr naiv waren, als wir den Elfmeter kassiert haben. Das Ergebnis tut uns leid, denn wir hatten Chancen im Hinspiel und wir hatten auch heute Chancen. Aber ich kann meinen Spielern nicht viel sagen - sie müssen einfach so weiterarbeiten wie bisher."

Unai Emery, Villarreal:
"Spiele gehen in verschiedene Richtungen, und wir wussten, dass wir unseren Torwart brauchen, um gut zu spielen und dann auf unseren Moment zu warten. Im ersten Durchgang sahen sie gefährlicher aus, nach der Pause war es ausgeglichener."

"Wir hatten einen Matchplan. Wir wussten, dass es schwierige Momente geben würde, aber wir haben auf Gerard [Moreno] aufgepasst und wollten, dass er nur dann zum Einsatz kommt, wenn wir wissen, dass es richtig ist. Heute hat er gezeigt, dass er wirklich zurück ist."

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