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In the Zone: Atlético - Manchester United 1:1 in der Analyse

Die Technischen Beobachter der UEFA haben das 1:1 zwischen Manchester United und Atlético genau unter die Lupe genommen.

So wurde Atléticos Pressing zum Schlüssel der Leistung gegen Manchester United.
In the Zone: Atléticos Pressing

Von allen Mannschaften, die in dieser Woche in der UEFA Champions League im Einsatz waren, brachte niemand weniger Pässe an den Mann als Atlético de Madrid (221). Trotzdem hätten die Spanier dank ihrer Intensität und der Aggressivität im Pressing gegen Manchester United wahrscheinlich mehr verdient gehabt als das 1:1-Unentschieden.

In dieser Analyse, präsentiert von FedEx, haben sich die Technischen Beobachter der UEFA mit einigen Aspekten der Partie beschäftigt.

Stimmen, Tweets & Fotos: Atlético - Manchester 1:1 United

Die Tore

Highlights: Atlético - Man. United 1:1
Highlights: Atlético - Man. United 1:1

1:0: João Félix (7. Minute)
Der Portugiese markierte mit einem sehenswerten Flugkopfball seinen ersten Treffer der laufenden Champions-League-Saison. Eingeleitet wurde das Tor über links von Renan Lodi, der später verriet, dass er diese Situation im Training mit Félix eingeübt hatte.

1:1: Anthony Elanga (80. Minute)
Der 19-Jährige war fünf Minuten zuvor eingewechselt worden und sorgte mit seiner ersten Ballberührung den Ausgleich. Der Treffer entstand aus einem Einwurf von Atlético in der Hälfte von United. Harry Maguire und Fred konnten im Anschluss Kopfballduelle gewinnen und dann kam das Leder über Jadon Sancho, Cristiano Ronaldo und Fred zu Bruno Fernandes. Elanga war zu diesem Zeitpunkt noch auf Höhe der Mittellinie und schaltete dann den Turbo ein. Reinildo konnte den Pass von Bruno nicht mehr unterbinden und Elanga vollendete ins lange Eck. Es war sein erstes Champions-League-Tor.

Spieler des Spiels: João Félix

Nicht nur wegen seines tollen Treffers war Atléticos Wirbelwind der auffälligste Akteur des Abends. Auch abseits des Balles arbeitete er hart für sein Team und lieferte immer wieder kreative Ideen.

Die Formationen

Atlético

Atlético lief in einem 3-5-2 auf
Atlético lief in einem 3-5-2 auf

Diego Simeone ließ sein Team in einem 3-5-2 agieren, dabei kamen Ángel Correa (10) und João Félix (7) im Angriff zum Einsatz, Luis Suárez saß auf der Bank. Atlético setzte United immer wieder früh unter Druck und lief United schon an, wenn die Innenverteidiger am Ball waren. Auf der linken Seite war Lodi (12) besonders aktiv und schlug bis zu seiner Auswechslung in der 76. Minute insgesamt vier Flanken. Atléticos Formation war variabel und präsentierte sich zeitweise auch in einem 4-4-2.

Man. United

United agierte in einem 4-2-3-1
United agierte in einem 4-2-3-1

United startete die Partie in einem 4-2-3-1. Vor allem der Einsatz von Lindelöf (2) als Rechtsverteidiger war dabei ein Gesprächsthema. Interimstrainer Ralf Rangnick erklärte nach dem Spiel, dass er sich von der Kopfballstärke des Schwedens gegen Atlético einiges erhofft hatte. "Ich hatte gedacht, dass wir mit drei Innenverteidigern gut aufgestellt sind, aber nach sieben Minuten lagen wir 0:1 hinten und der Plan musste sich ändern." Der Flügeltausch von Marcus Rashford (10) und Sancho (25) brachte nicht den erhofften Ertrag, doch der Dreiwechsel in der 66. Minute führte zu mehr Offensivschwung.

Geoffrey Kondogbia
Geoffrey Kondogbia AFP via Getty Images

Analyse der Trainer

Diego Simeone, Atlético
"Unser Teamgeist war hervorragend und wir haben stark im Kollektiv gearbeitet. Auch unser hohes Pressing war gut. Es hat mir sehr gefallen, wie wir gekämpft und gespielt haben. So müssen wir weitermachen, denn da waren viele Aspekte genau richtig. Man könnte meinen, der Vorteil liegt beim Gegner, aber nach dem Wegfall der Auswärtstorregel ist das nicht der Fall."

Ralf Rangnick, Man. United
"Es ist immer schwer, wenn man gegen Atlético früh ein Gegentor kassiert. Wir müssen aggressiver sein, mit mehr Überzeugung angreifen und häufiger in die Tiefe kommen. Unser Tor ist genau so gefallen. Die Leistung in der ersten Halbzeit kann ich noch immer nicht glauben. Da hat uns Überzeugung und Aggressivität gefehlt. Deshalb war es so schwer für uns."