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In the Zone: Der 4:2-Sieg von Juventus gegen Zenit

Die Technischen Beobachter der UEFA haben den souveränen Sieg von Juventus gegen Zenit genauer betrachtet.

So gelang Juve das Führungstor gegen Zenit.
Die torgefährlichen Ecken von Juventus

Durch den 4:2-Sieg gegen Zenit am Mittwoch ist Juventus Turin bereits nach vier Gruppenspielen ins Achtelfinale der UEFA Champions League eingezogen.

Die Technischen Beobachter der UEFA analysieren hier den Sieg der Bianconeri in der Gruppe H.

Tore

Highlights: Juventus - Zenit 4:2
Highlights: Juventus - Zenit 4:2

1:0: Paulo Dybala (11.)
Ein guter Eckball, bei dem Federico Bernardeschi eine gefährliche Flanke in den Strafraum brachte. Dort setzte sich Matthijs De Ligt im Zweikampf gegen Yaroslav Rakitskyy durch und köpfte den Ball zu Dybala, der Stanislav Kritsyuk mit seinem Linksschuss überwand.

1:1: Eigentor Leonardo Bonucci (26.)
Vyacheslav Karavaev setzte sich auf der linken Seite gegen Danilo durch, legte sich den Ball auf den rechten Fuß und flankte mit viel Zug in die Mitte. Dort verlängerte Bonucci das Leder unglücklich im hohen Bogen in die lange Ecke des eigenen Tores.

2:1: Paulo Dybala (58.)
Nachdem Claudinho Federico Chiesa im Strafraum zu Fall brachte, schoss Dybala den fälligen Elfmeter zunächst rechts am Tor vorbei. Da zwei Zenit-Akteure zu schnell in den Strafraum rannten, wurde der Strafstoß wiederholt. Dybala zeigte dieses Mal keine Nerven und verwandelte souverän unten rechts.

3:1: Federico Chiesa (73.)
Der Italiener wurde von Bernardeschi auf die Reise geschickt, drang in den Strafraum ein, setzte sich dort elegant gegen Dejan Lovren durch und traf mit einem flachen Schuss in die lange Ecke.

4:1: Álvaro Morata (82.)
Der Spanier wurde von Dybala herrlich in Szene gesetzt und schob den Ball durch die Beine von Kritsyuk mit seinem Linken Fuß ins Tor. Aus der Sicht von Zenit wird sich Danil Krugovoi geärgert haben, dass er den Querpass von Chiesa auf Dybala in der Entstehung nicht abfangen konnte.

4:2: Sardar Azmoun (90.+2)
Über Wílmar Barrios und Artem Dzyuba landete der Ball im Strafraum bei Azmoun, der cool blieb und den Ball aus kurzer Distanz an Szczęsny vorbei ins Tor schob.

Bester Spieler

Bei seinem 50. Auftritt in diesem Wettbewerb erzielte Dybala zwei Tore, bereitete einen weiteren Treffer vor und wurde außerdem zum UEFA Champions League Spieler des Spiels ernannt. Der Argentinier wollte immer den Ball und versuchte, etwas zu bewirken. Wie seine Mannschaft war auch er vom Anpfiff an mental voll bei der Sache und unermüdlich bei der Sache.

Teamformationen

Juventus

Die Gastgeber spielten in einer 1-4-4-2-Formation mit zwei Stürmern und Flügelspieler Chiesa (Nummer 22) auf der rechten Seite. Wenn sie nicht hoch pressten, zogen sie sich zeitweise in die eigene Hälfte zurück und formierten sich zu einem 1-5-3-2. De Ligt (Nummer 4) stach in der Abwehr heraus und gewann fast jeden Zweikampf. In Wahrheit verteidigten sie aber als Team hervorragend, blieben kompakt und holten sich den Ball in den richtigen Momenten zurück.

DIe 1-4-4-2-Formation von Juventus
DIe 1-4-4-2-Formation von Juventus

Zenit

Die Gäste traten in einem 1-3-4-2-1 an. In der Verteidigung änderten sie ihre Formation in ein 1-5-2-3, da sich die Außenverteidiger Aleksei Sutormin (Nummer 19) und Karavaev (Nummer 15) neben die Innenverteidiger zurückfallen ließen. Obwohl Zenit versuchte, kompakt zu bleiben, sorgte Juventus durch schnelle und präzise Pässe immer wieder dafür, dass die Gastgeber zu Chancen kamen, selbst auf engem Raum.

Der wichtigste Offensivspieler bei Zenit war Claudinho (Nummer 11), der direkt hinter Mittelstürmer Azmoun (Nummer 7) agierte. Mit seiner Übersicht und Technik versuchte der Brasilianer, mit dem Ball die Initiative zu ergreifen und war spürbar der Spieler, von dem seine Mitspieler die Impulse erwarteten. In der letzten Viertelstunde stellte Zenit auf ein 1-4-4-2 um, in dem Dzyuba neben Azmoun für körperliche Präsenz sorgte und der ebenfalls eingewechselte Malcom (Nummer 10) über den rechten Flügel für Gefahr sorgte.

Zenit trat in einer 1-3-4-2-1-Formation an
Zenit trat in einer 1-3-4-2-1-Formation an

Das fiel auf

Juventus hatte einen klaren Spielplan und überzeugte sowohl aus dem Spiel heraus als auch bei Standardsituationen und meldete sich damit eindrucksvoll nach zwei Niederlagen in der Serie A zurück. Sie waren hellwach und diktierten das Spiel mit und ohne Ball. Von Beginn an agierten die Gastgeber sehr konzentriert, was sich auch daran zeigte, dass sie sofort Druck machten, den Ball im letzten Drittel eroberten und Danilo innerhalb der ersten 60 Sekunden die erste Flanke schlug. Bevor Dybala in der 11. Minute den Führungstreffer erzielte, hatten Bernardeschi und Weston McKennie bereits die große Chance zur Führung.

Insgesamt war das Pressing und das Umschaltspiel von Juventus hervorragend und führte zu zwei Toren an einem Abend, an dem die Mannschaft von Massimiliano Allegri insgesamt 26 Torschüsse abgab, von denen elf aufs Tor gingen. Sie waren auch bei ruhenden Bällen gefährlich, wie das erste Tor zeigte, das, wie bereits erwähnt, auf eine Ecke folgte.

Zenit bot weniger Varianten bei ruhenden Bällen an und die einzige Gefahr ging von der ersten der fünf Ecken des Abends aus, als Lovren nach nur vier Minuten einen Kopfball nach einer Flanke von Rakitskyy nicht im Tor unterbrachte. Das Positive an der dritten Niederlage in vier Spielen der Gruppe H war, dass Zenit den Kopf nicht hängen ließ und der Aufwand mit Azmouns Tor am Ende zumindest ein wenig belohnt wurde.

Trainerstimmen

Massimiliano Allegri, Juventus: "Heute Abend hat Paulo [Dybala] ein hervorragendes Spiel gemacht, wie der Rest der Mannschaft. Diese Mannschaft hat Technik, jeder entwickelt sich. Wir haben jetzt das erste Ziel der Saison erreicht. Wir haben gut und mit Intensität gespielt, aber wir können uns noch verbessern. Die letzten fünf Minuten sind typisch für diese Mannschaft. Beim Stand von 4:1 hatten wir vier Konter, die wir nicht gut zu Ende gespielt haben, und am Ende haben wir ein Tor kassiert."

Sergei Semak, Zenit: "Die bessere Mannschaft hat gewonnen. Wir haben trotzdem hart gearbeitet und bis zum Schluss gekämpft. Die Tatsache, dass wir in der Nachspielzeit noch ein Tor erzielt haben, ist das einzig Positive, das ich hervorheben kann."